Geschäftsführer Klaus Dietze über die Zukunft des Eishockeys in Weißwasser, Spielerverträge und die entscheidende ESBG-Sitzung im Mai
Drei Wochen nach der enttäuschenden Niederlage in den Play-downs gegen Kaufbeuren ist die sportliche Zukunft des Eishockey-Zweitligisten EHC Lausitzer Füchse weiterhin ungewiss. Im SZ-Gespräch erklärt EHC-Geschäftsführer Klaus Dietze, wer über die Ligenzugehörigkeit der Weißwasseraner entscheidet.
Den Spielern Kulabuchov, Krüger, Bystryantsev, Weilert und Wartenberg liegt ein Angebot zur Vertragsverlängerung vor. Bis wann müssen sie sich entscheiden?
Einige haben dies schon. Offiziell bekannt geben möchte ich dies allerdings erst, wenn sich alle entschieden haben.
Gerüchten zufolge soll Kulabuchov bereits einen Kontrakt, der zunächst im Dezember endet, unterschrieben haben.
Dazu möchte ich mich nicht äußern.
Bisher konnte der EHC mit Heinrichs (Mittelrhein-Neuwied) erst einen Neuzugang präsentieren. Zögern die anderen Umworbenen, weil sie nicht wissen, wie es in Weißwasser weitergeht?
Nein. Es liegt vielmehr daran, dass die Berater größtenteils bei der Eishockey-Weltmeisterschaft in Finnland sind. Nächste Woche werden wir Nägel mit Köpfen machen, vor allem auf den Ausländerpositionen.
Wer genau entscheidet über die Zukunft der Füchse?
Die Vertreter der Eishockey-Spielbetriebs-Gesellschaft bei der Versammlung am 24. Mai in München. Abstimmungsberechtigt sind alle Gesellschaften der 2. Bundesliga sowie Oberliga.
Worin begründet sich Ihr Optimismus, dass der EHC trotz sportlichem Abstieg weiter in der zweiten Liga spielt?
Auf den Paragraphen 20 des ESBG-Gesellschafter-Vertrages, der im letzten Jahr einstimmig unterzeichnet wurde. Demnach führt eine Insolvenz automatisch zum Lizenzentzug. Also dürften weder Bad Tölz noch Schwenningen nächste Saison in der zweiten Bundesliga spielen. Allerdings gibt es die Möglichkeit, einen Antrag zu stellen. Der bedarf einer Drei-Viertel-Mehrheit.
Es existiert ebenfalls eine DEB/ESBG-Durchführungsbestimmung der 2. Bundesliga und Oberliga für die Saison 2002/03. Danach rückt zuerst der Verein aus der darunter liegenden Liga nach, konkret also Dresden.
Diese Bestimmung kenne ich nicht. Aber es gibt auch sonst noch viele Unbekannte: Steigt Play-off-Sieger Freiburg in die DEL auf? Steigt Oberliga-Meister Weiden in die 2. Bundesliga auf? Oder bekommen überhaupt alle Vereine aufgrund ihrer wirtschaftlichen Situation eine Lizenz?
Eine weitere Möglichkeit wäre, die Liga von 15 auf 16 Mannschaften aufzustocken.
Auch dies könnte die Gesellschafter-Versammlung am 24. Mai beschließen.
Für welche Liga beantragen Sie bis zum 15. Mai die Lizenz?
Für die 2. Bundesliga und für die Oberliga. Es wäre blauäugig von uns, dies nicht zu tun. Am Ende stünden wir mit leeren Händen da.
Hofentlich klapt das sonst sehen wir zimlich schlecht aus
2 | sprite | 02.05.2003 @ 17:59
wieso schlecht aussehen.denkst du dass wir mit dem jetzigen kader etwas reißen werden, also ich glaub net dran.dann lieber in die oberliga und mal gewinnen
3 | smarti | 03.05.2003 @ 10:47
Sprite , du hast so recht. Laßt uns sportlich erst mal in der Oberliga zu alter Stärke finden und wenn es auch zwei oder drei Jahre dauern sollte. Dieses Rumgedümpel im Tabellenkeller schreckt doch irgendwann auch die treuestens Fans ab.
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Drei Wochen nach der enttäuschenden Niederlage in den Play-downs gegen Kaufbeuren ist die sportliche Zukunft des Eishockey-Zweitligisten EHC Lausitzer Füchse weiterhin ungewiss. Im SZ-Gespräch erklärt EHC-Geschäftsführer Klaus Dietze, wer über die Ligenzugehörigkeit der Weißwasseraner entscheidet.
Den Spielern Kulabuchov, Krüger, Bystryantsev, Weilert und Wartenberg liegt ein Angebot zur Vertragsverlängerung vor. Bis wann müssen sie sich entscheiden?
Einige haben dies schon. Offiziell bekannt geben möchte ich dies allerdings erst, wenn sich alle entschieden haben.
Gerüchten zufolge soll Kulabuchov bereits einen Kontrakt, der zunächst im Dezember endet, unterschrieben haben.
Dazu möchte ich mich nicht äußern.
Bisher konnte der EHC mit Heinrichs (Mittelrhein-Neuwied) erst einen Neuzugang präsentieren. Zögern die anderen Umworbenen, weil sie nicht wissen, wie es in Weißwasser weitergeht?
Nein. Es liegt vielmehr daran, dass die Berater größtenteils bei der Eishockey-Weltmeisterschaft in Finnland sind. Nächste Woche werden wir Nägel mit Köpfen machen, vor allem auf den Ausländerpositionen.
Wer genau entscheidet über die Zukunft der Füchse?
Die Vertreter der Eishockey-Spielbetriebs-Gesellschaft bei der Versammlung am 24. Mai in München. Abstimmungsberechtigt sind alle Gesellschaften der 2. Bundesliga sowie Oberliga.
Worin begründet sich Ihr Optimismus, dass der EHC trotz sportlichem Abstieg weiter in der zweiten Liga spielt?
Auf den Paragraphen 20 des ESBG-Gesellschafter-Vertrages, der im letzten Jahr einstimmig unterzeichnet wurde. Demnach führt eine Insolvenz automatisch zum Lizenzentzug. Also dürften weder Bad Tölz noch Schwenningen nächste Saison in der zweiten Bundesliga spielen. Allerdings gibt es die Möglichkeit, einen Antrag zu stellen. Der bedarf einer Drei-Viertel-Mehrheit.
Es existiert ebenfalls eine DEB/ESBG-Durchführungsbestimmung der 2. Bundesliga und Oberliga für die Saison 2002/03. Danach rückt zuerst der Verein aus der darunter liegenden Liga nach, konkret also Dresden.
Diese Bestimmung kenne ich nicht. Aber es gibt auch sonst noch viele Unbekannte: Steigt Play-off-Sieger Freiburg in die DEL auf? Steigt Oberliga-Meister Weiden in die 2. Bundesliga auf? Oder bekommen überhaupt alle Vereine aufgrund ihrer wirtschaftlichen Situation eine Lizenz?
Eine weitere Möglichkeit wäre, die Liga von 15 auf 16 Mannschaften aufzustocken.
Auch dies könnte die Gesellschafter-Versammlung am 24. Mai beschließen.
Für welche Liga beantragen Sie bis zum 15. Mai die Lizenz?
Für die 2. Bundesliga und für die Oberliga. Es wäre blauäugig von uns, dies nicht zu tun. Am Ende stünden wir mit leeren Händen da.
Quelle: SZ-online.de