Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Eislöwen als erste Nachrücker gesetzt
21.05.2003 | 07:07 Uhr von
Die Spannung bei den Eishockey-Fans steigt, denn das jährliche "Sommertheater" nähert sich dem ersten Höhepunkt. Am Sonnabend findet in München die Tagung der Eishockeyspielbetriebsgesellschaft (ESBG) statt, auf der die Ligenzusammensetzung für die neue Saison geklärt werden soll. Vorgesehen ist, dass die Bundesliga mit 14 Vereinen spielt, die Oberliga auf 24 Vereine aufgestockt wird.
In München steht auch für die beiden sächsischen Vertreter aus Weißwasser und Dresden viel auf dem Spiel. Während die Lausitzer Füchse sportlich abgestiegen waren, hatten die Eislöwen den Aufstieg im Oberliga-Finale gegen Weiden knapp verfehlt. Doch oft trennt sich erst während der Lizensierung die "Spreu vom Weizen". So auch in diesem Jahr. Nachdem in dieser Saison der DEL-Club Schwenningen und auch Zweitligist Bad Tölz Insolvenz anmelden mussten, ist Konfliktpotenzial vorhanden. Würden die Entscheidungen konsequent nach den geltenden Regeln getroffen, müssten beide im jeweiligen Landesverband neu anfangen. Doch die Schwenninger Wild Wings streben einen Start in der 2. Bundesliga an. Dafür brauchen sie am Sonnabend bei einer Abstimmung aller 36 Zweitliga- und Oberligavereine 75 Prozent der Stimmen, also von 27 Klubs. Das dürfte schwer werden, die Schwenninger schließen deshalb selbst den Gang vor ein Gericht nicht aus.

Bayern wollen Tölz in der 2. Liga

Bei Bad Tölz liegt die Sache etwas anders. Es wurde ein Insolvenzplan aufgestellt, der möglicherweise den Verbleib in der 2. Bundesliga sichert. Natürlich brauchen die Bayern ebenfalls die Stimmen der Vereine. Eislöwen-Manager Jan Tabor weiß aber: "Da die bayerischen Klubs Bad Tölz gern in der 2. Liga haben würden, stehen die Chancen nicht schlecht."

Die bisherige Lizensierung ergab, dass auch einige andere Vereine finanzielle Probleme drücken. So müssen drei Zweitligisten eine Bürgschaft im sechsstelligen Eurobereich nachreichen. Oberliga-Meister EV Weiden hingegen hat seine Hausaufgaben offenbar glänzend erledigt, denn "die Unterlagen sind vorbildlich", wie Uwe Harnos, ESBG-Aufsichtsratsmitglied erklärte. Unklar ist außerdem, was mit Zweitliga-Vizemeister Riessersee passiert. In Garmisch wird schon von der DEL geträumt, aber die Spieler haben noch nicht einmal die letzten Monatsgehälter in der Tasche.

Klar definiert aber ist jetzt die Reihenfolge der Nachrücker in die 2. Bundesliga. Die Dresdner Eislöwen stehen definitiv als erster Nachrücker auf dem Papier, danach erst folgen die beiden Absteiger Bremerhaven und Weißwasser. Daraus gründet sich auch der Optimismus aus Sicht der Elbestädter. Jan Tabor erklärt: "Wir haben eine große Chance, den Sprung in die 2. Liga zu schaffen. Unsere Finanzen sind solide, deshalb sehe ich bei der Lizensierung keine Probleme."

Besonders bangen müssen die Füchse in Weißwasser, die diesmal schon fünf Tage vor dem eigentlichen Termin ihre Unterlagen einreichen konnten. Manager Klaus Dietze sagt: "Wirtschaftlich sind wir auf stabilen Füßen wie lange nicht." So konnte der Etat auf 1,5 Millionen Euro aufgestockt werden. Deshalb wäre der Gang in die Oberliga für die Lausitzer besonders bitter. Ein "heißer Sonnabend" ist programmiert. Dass in München aber schon das allerletzte Wort gesprochen wird, bleibt fraglich Nachbesserungen müssen zum Beispiel erst bis Ende Mai eingereicht werden.

"Freiberger" erhöht Zuwendungen

Die Dresdner Eislöwen hindert das jedoch nicht, die Planungen für die neue Saison weiter auf Hochtouren zu betreiben. So wurde gestern mit dem Hauptsponsor, der Freiberger Brauhaus AG, der Vertrag für die kommende Saison unterschrieben. Vorstandschef Eric Schäffer verrät: "Wir sind seit Anfang Januar 2001 dabei und haben die Summe für die neue Saison aufgestockt. Natürlich würden wir uns freuen, wenn alle drei sächsischen Vereine, die wir unterstützen, in der nächsten Spielzeit Derbys in der 2. Bundesliga bestreiten." Dabei wird sich der Hauptsponsor nicht nur auf dem Trikots der ersten Mannschaft, sondern auch auf den Hemden der "Jung-Löwen" präsentieren.

Manager Jan Tabor baut auch kräftig am neuen Kader. Mit Robert Hoffmann ein weiterer Verteidiger für die kommende Spielzeit. Der 26-Jährige erlernte das Eishockey-ABC in Weißwasser, stand zuletzt beim Oberliga-Konkurrenten Haßfurt unter Vertrag.

Astrid Hofmann
dnn.de
504 mal gelesen
 
1 | Arfrob | 21.05.2003 @ 13:37
glaube kaum das dd die Quali für die zweite hat!!
2 | Das Schaf (etcc) | 21.05.2003 @ 14:37
@Arfrob Weißwasser aber auch nicht, sonst wäre ja jetzt nicht das große Zittern angesagt ;-)
3 | manni | 21.05.2003 @ 14:48
hmmm dresden in die 2.buli??? hat mal jemand nachgedacht was dann mit dem leistungszentrum wird??? das wird dann bestimmt in dd auf die beine gestellt denn bei einem oberligateam wsw würde es sowas glaube ich nicht geben....naja wie immer...abwarten
4 | Afrob | 21.05.2003 @ 16:28
@ Das Schaf(etcc) Da hast du sicherlich recht !!
5 | DD1LAR | 22.05.2003 @ 21:18
dresden nicht die qualli? wo lebst du denn? dann wird ein team zusammengekauft, was die quali hat. so wie es zig andere vereine auch machen. also das ist kein grund.
6 | Afrob | 22.05.2003 @ 22:03
Da frag ich dich ma wo dul ebst nach, der saison biste wohl ein bissel grössenwahnsinnig! wo wollt ihr denn das ganze Geld hernehmen um einen Kader zusammen zu kaufen der Stark genug ist um den Playdowns zu entrinnen, bei euren wirtsch. problemen!!
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