Für sechs Klubs gibt es nur zwei Nachrücker-Plätze / Weißwasser und Dresden erhalten die Lizenz ohne Auflagen
Vieles deutet auf ein juristisches Nachspiel hin. Und darauf, dass bei der Versammlung der 35 Vertreter aus der zweiten und dritten Eishockey-Liga am Sonnabend in München doch keine Entscheidung fällt.
Gesucht werden zwei Mannschaften, die in der nächsten Saison in die 2. Bundesliga nachrücken. Da der Bewerberkreis jedoch viel größer ist , hat das Gerangel hinter den Kulissen längst begonnen. Streitpunkt ist eine Durchführungs-Bestimmung für den Spielbetrieb der abgelaufenen Saison 2002/03. Demnach würde Dresden als Play-off-Finalist der Oberliga den Vorzug vor den beiden Bundesliga-Absteigern Bremerhaven und den Lausitzer Füchsen erhalten. „Diese Reihenfolge wurde vom Aufsichtsrat im vergangenen Jahr so beschlossen“, erklärt der Geschäftsführer der Eishockey-Spielbetriebs-Gesellschaft (ESBG), Helmut Bauer.
„Aber eben nicht von den 35 Vertretern, wie es die Präambel fordert“, kontert Klaus Dietze, Geschäftsführer der Lausitzer Füchse. Er habe alle Verträge und Beschlüsse nochmals studiert und fühlt sich im Recht. „Falls dieser Passus am Sonnabend herangezogen wird, legen wir sofort Einspruch ein. Notfalls auch auf juristischem Weg“, meint Dietze.
Für Verwirrung sorgt zudem ein Nachsatz in der Bestimmung, wonach die Eishockey-Landesverbände ihre Zustimmung erteilen müssen. Doch die sind für die Oberliga nicht zuständig. Bauer nennt das eine „schriftliche Unklarheit“.
Dresdens Manager Jan Tabor sieht der Tagung gelassen entgegen, da die Eislöwen für beide Varianten gerüstet sind. „Sportlich haben wir den Aufstieg verfehlt. Bleiben wir in der Oberliga, ist das für uns kein Drama. Dann würden wir nur 20 Spieler verpflichten. Der Etat würde bei knapp einer Million Euro liegen, in der zweiten Liga bei 1,3 Millionen.“ Die Löwen erhielten die Oberliga-Lizenz gestern erstmals ohne Auflagen.
Füchse-Chef Dietze will keinen Gedanken an die dritte Liga verschwenden: „Eine Mannschaft bekämen wir schon zusammen.“ Auch der Etat sei kein Problem. Für die Bundesliga-Lizenz müssen die Füchse keinerlei Auflagen erfüllen.
Die einfachste Lösung wäre, das DEL-Unterhaus um ein Team aufzustocken. Bauer hält dies zwar für unrealistisch, schränkt aber ein: „Im deutschen Eishockey ist alles möglich.“ (tk/SZ/dk)
Ab welchem Punkt sieht Dietze eigentlich ein, dass Weißwasser sportlich abgestiegen ist? Ich meine DD hoch is dann genauso falsch, aber der sportl. Absteiger kann nicht schon wieder oben bleiben.
2 | Afrob | 22.05.2003 @ 22:06
Tölz und Schwenningen und vieleicht auch Riessersee haben auch kein Anrecht auf die zweite und irgend welche Mannschaften müssen ja drin bleiben, welche das werden wir ja Samstag sehn!!
3 | wildwings | 24.05.2003 @ 13:04
hallo
ja mit schwenningen ist das etwas anders die sind sportlich qualifiziert sogar für die DEL leider stimmen die Bilanzen nicht.Und da es um sport geht sollte auch die sportliche Qualifikation gelten.
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Vieles deutet auf ein juristisches Nachspiel hin. Und darauf, dass bei der Versammlung der 35 Vertreter aus der zweiten und dritten Eishockey-Liga am Sonnabend in München doch keine Entscheidung fällt.
Gesucht werden zwei Mannschaften, die in der nächsten Saison in die 2. Bundesliga nachrücken. Da der Bewerberkreis jedoch viel größer ist , hat das Gerangel hinter den Kulissen längst begonnen. Streitpunkt ist eine Durchführungs-Bestimmung für den Spielbetrieb der abgelaufenen Saison 2002/03. Demnach würde Dresden als Play-off-Finalist der Oberliga den Vorzug vor den beiden Bundesliga-Absteigern Bremerhaven und den Lausitzer Füchsen erhalten. „Diese Reihenfolge wurde vom Aufsichtsrat im vergangenen Jahr so beschlossen“, erklärt der Geschäftsführer der Eishockey-Spielbetriebs-Gesellschaft (ESBG), Helmut Bauer.
„Aber eben nicht von den 35 Vertretern, wie es die Präambel fordert“, kontert Klaus Dietze, Geschäftsführer der Lausitzer Füchse. Er habe alle Verträge und Beschlüsse nochmals studiert und fühlt sich im Recht. „Falls dieser Passus am Sonnabend herangezogen wird, legen wir sofort Einspruch ein. Notfalls auch auf juristischem Weg“, meint Dietze.
Für Verwirrung sorgt zudem ein Nachsatz in der Bestimmung, wonach die Eishockey-Landesverbände ihre Zustimmung erteilen müssen. Doch die sind für die Oberliga nicht zuständig. Bauer nennt das eine „schriftliche Unklarheit“.
Dresdens Manager Jan Tabor sieht der Tagung gelassen entgegen, da die Eislöwen für beide Varianten gerüstet sind. „Sportlich haben wir den Aufstieg verfehlt. Bleiben wir in der Oberliga, ist das für uns kein Drama. Dann würden wir nur 20 Spieler verpflichten. Der Etat würde bei knapp einer Million Euro liegen, in der zweiten Liga bei 1,3 Millionen.“ Die Löwen erhielten die Oberliga-Lizenz gestern erstmals ohne Auflagen.
Füchse-Chef Dietze will keinen Gedanken an die dritte Liga verschwenden: „Eine Mannschaft bekämen wir schon zusammen.“ Auch der Etat sei kein Problem. Für die Bundesliga-Lizenz müssen die Füchse keinerlei Auflagen erfüllen.
Die einfachste Lösung wäre, das DEL-Unterhaus um ein Team aufzustocken. Bauer hält dies zwar für unrealistisch, schränkt aber ein: „Im deutschen Eishockey ist alles möglich.“ (tk/SZ/dk)
Quelle: sz-online.de