Dresden. Wie in jedem Jahr treiben die Verantwortlichen im deutschen Eishockey ihr sommerliches Possenspiel zu voller Blüte. Nach der sechsstündigen Tagung der Eishockeyspielbetriebsgesellschaft (ESBG) am Sonnabend im Hotel Mercure am Münchner Flughafen wissen die Fans der schnellsten Mannschaftssportart der Welt nur eines ganz sicher: Das Theater geht weiter, definitive Entscheidungen können noch dauern
So müssen auch die Dresdner Eislöwen abwarten und wissen noch immer nicht, ob sie in der neuen Saison dem Puck in der 2. Bundesliga oder der Oberliga hinterherjagen. Die Nachrückerfrage war bei der Sitzung, an der 36 Vereine der 2. Bundesliga und der Oberliga teilnahmen, der zentrale Streitpunkt. Eislöwen-Manager Jan Tabor meint zum Ergebnis: "Es bestehen nach wie vor unterschiedliche Auffassungen. Wir berufen uns auf eine Satzung der ESBG-Geschäftsleitung, die alle Vereine vor Beginn der Saison erhalten haben. Danach sind wir erster Nachrücker vor den beiden sportlichen Absteigern aus der 2. Bundesliga. Bremerhaven und Weißwasser sowie andere Zweitligavereine, die sich schon am Freitag Abend zu einer seperaten Tagung trafen, meinen, dass es für diese Regelung eine Zustimmung aller ESBG-Gesellschafter bedurft hätte." Dieser Streit wird also in der nächsten Runde höchstwahrscheinlich durch Gerichte entschieden.
Der zweite zentrale Punkt der Veranstaltung war die Frage, was mit den Vereinen geschieht, die Insolvenz angemeldet haben - also Schwenningen und Bad Tölz. Während die Schwenninger nicht die notwendige Zweidrittelmehrheit für die 2. Liga erhielten, stimmten die meisten Vereine einem Verbleib von Bad Tölz in der 2. Bundesliga zu. Allerdings war zu hören, dass die Bad Tölzer selbst aus finanziellen Gründen eine Spielgenehmigung für die Oberliga anstreben.
Wackelkandidaten hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit gibt es ebenfalls noch einige, obwohl sich alle Vereine sehr bedeckt hielten. Da jedoch für Nachbesserungen die Frist erst am 30. Mai abläuft, wird wohl auch erst im Juni klar sein, welche Vereine tatsächlich die Lizenz erhalten. Und danach steht dann auch fest, wie viele Nachrücker es überhaupt gibt. Das Chaos ist also wieder einmal komplett. Viele Fragen, aber keine gültigen Antworten. Klar ist nur eines: Eine Aufstockung der 2. Bundesliga auf 16 Vereine (die meisten Zweitligisten waren dafür) wurde von den Oberligisten abgeschmettert.
Jan Tabor sieht dennoch gute Aussichten für seine Dresdner Löwen: "Wir werden über unseren Rechtsanwalt alles prüfen lassen und uns dann ans Schiedsgericht wenden. Ich denke, unsere Chancen, doch noch in die 2. Bundesliga zu rutschen, stehen nicht schlechter als vorher. Allerdings wird sich eine endgültige Entscheidung wieder lange hinziehen. Ich rechne nicht vor Ende Juni damit."
Der Manager und Geschäftsführer will trotz der anhaltenden Ungewissheit in den nächsten Tagen und Wochen die Mannschaft für die nächste Saison komplettieren. "Wir können nicht so lange warten, sonst sind die besten Spieler weg. Egal, in welcher Liga wir antreten, wir werden eine konkurrenzfähige Mannschaft zur Stelle haben."
Auch Weißwasser will sich natürlich noch lange nicht geschlagen geben und darum kämpfen, in der Bundesliga zu verbleiben. Für Spannung im Eishockey ist also auch in diesem Sommer wieder reichlich gesorgt.
So müssen auch die Dresdner Eislöwen abwarten und wissen noch immer nicht, ob sie in der neuen Saison dem Puck in der 2. Bundesliga oder der Oberliga hinterherjagen. Die Nachrückerfrage war bei der Sitzung, an der 36 Vereine der 2. Bundesliga und der Oberliga teilnahmen, der zentrale Streitpunkt. Eislöwen-Manager Jan Tabor meint zum Ergebnis: "Es bestehen nach wie vor unterschiedliche Auffassungen. Wir berufen uns auf eine Satzung der ESBG-Geschäftsleitung, die alle Vereine vor Beginn der Saison erhalten haben. Danach sind wir erster Nachrücker vor den beiden sportlichen Absteigern aus der 2. Bundesliga. Bremerhaven und Weißwasser sowie andere Zweitligavereine, die sich schon am Freitag Abend zu einer seperaten Tagung trafen, meinen, dass es für diese Regelung eine Zustimmung aller ESBG-Gesellschafter bedurft hätte." Dieser Streit wird also in der nächsten Runde höchstwahrscheinlich durch Gerichte entschieden.
Der zweite zentrale Punkt der Veranstaltung war die Frage, was mit den Vereinen geschieht, die Insolvenz angemeldet haben - also Schwenningen und Bad Tölz. Während die Schwenninger nicht die notwendige Zweidrittelmehrheit für die 2. Liga erhielten, stimmten die meisten Vereine einem Verbleib von Bad Tölz in der 2. Bundesliga zu. Allerdings war zu hören, dass die Bad Tölzer selbst aus finanziellen Gründen eine Spielgenehmigung für die Oberliga anstreben.
Wackelkandidaten hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit gibt es ebenfalls noch einige, obwohl sich alle Vereine sehr bedeckt hielten. Da jedoch für Nachbesserungen die Frist erst am 30. Mai abläuft, wird wohl auch erst im Juni klar sein, welche Vereine tatsächlich die Lizenz erhalten. Und danach steht dann auch fest, wie viele Nachrücker es überhaupt gibt. Das Chaos ist also wieder einmal komplett. Viele Fragen, aber keine gültigen Antworten. Klar ist nur eines: Eine Aufstockung der 2. Bundesliga auf 16 Vereine (die meisten Zweitligisten waren dafür) wurde von den Oberligisten abgeschmettert.
Jan Tabor sieht dennoch gute Aussichten für seine Dresdner Löwen: "Wir werden über unseren Rechtsanwalt alles prüfen lassen und uns dann ans Schiedsgericht wenden. Ich denke, unsere Chancen, doch noch in die 2. Bundesliga zu rutschen, stehen nicht schlechter als vorher. Allerdings wird sich eine endgültige Entscheidung wieder lange hinziehen. Ich rechne nicht vor Ende Juni damit."
Der Manager und Geschäftsführer will trotz der anhaltenden Ungewissheit in den nächsten Tagen und Wochen die Mannschaft für die nächste Saison komplettieren. "Wir können nicht so lange warten, sonst sind die besten Spieler weg. Egal, in welcher Liga wir antreten, wir werden eine konkurrenzfähige Mannschaft zur Stelle haben."
Auch Weißwasser will sich natürlich noch lange nicht geschlagen geben und darum kämpfen, in der Bundesliga zu verbleiben. Für Spannung im Eishockey ist also auch in diesem Sommer wieder reichlich gesorgt.
Astrid Hofmann
dnn.de