Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Das Warten geht weiter
26.05.2003 | 09:50 Uhr von
Lausitzer Füchse und ESC Dresden können nicht planen

Klar ist nach der Gesellschafter-Versammlung der Eishockey-Spielbetriebs-GmbH (ESBG) am Sonnabend in Aufkirchen bei München, dass vieles unklar bleibt. Fest steht nur: Schwenningen darf in der zweiten Bundesliga antreten, wenn der Klub bis Ende Juni einen Insolvenzplan vorlegt. Bad Tölz kann nach der Rettung seiner GmbH weiter mitspielen, muss aber bis 30. Mai Auflagen erfüllen und seine Wirtschaftlichkeit nachweisen.

Auch die Zweitliga-Absteiger Bremerhaven und Lausitzer Füchse sowie Oberliga-Finalist ESC Dresden machen sich als Nachrücker noch Hoffnung. Doch da fangen die Probleme an. Helmut Bauer spricht bei den Durchführungs-Bestimmungen von einer Auslegungssache. Der ESBG-Geschäftsführer geht aber davon aus, dass es keinen gerichtlichen Streit darüber gibt, wer als erster Verein folgt: „Die Chancen stehen gut, dass Schwenningen und Bad Tölz ihre Hausaufgaben machen.“ Damit stünden nämlich auch die 14 Zweitliga-Klubs für die nächste Saison fest. Trotzdem muss die ESBG beim Thema Nachrücker künftig für juristische Klarheit sorgen. „Die Ligen für die neue Spielzeit teilen wir erst im Juli ein“, sagte er. In den beiden Oberliga-Staffeln sollen 2003/04 erneut jeweils zwölf Vereine spielen.

Klaus Dietze klang gestern bitter enttäuscht. Aus mehreren Gründen. „Die Tagung fand zu einem Zeitpunkt statt, der so gewählt war, dass noch kein Beschluss getroffen werden konnte“, meinte der Geschäftsführer der Lausitzer Füchse. Man reise extra 500 Kilometer hin und zurück, um sechs Stunden zusammenzusitzen und sich aufzureiben – für ihn ohne Ergebnis. Er regte sich auch darüber auf, dass der Gesellschaftervertrag für gute Anwälte immer noch zu viele Hintertürchen und Schlupfwinkel biete. „Dabei sollten die von uns bezahlten Juristen ihn extra hieb- und stichfester machen, damit das Wischiwaschi aufhört.“ Schließlich reagierte Dietze sauer auf das Verhalten einiger Verbandsfunktionäre. „Sie betonen, streng gegen das wirtschaftliche Chaos vorzugehen, enthalten sich aber der Stimme.“ Aus seiner Sicht muss ein Schiedsgericht über die Reihenfolge entscheiden, falls es doch einen Zweitliga-Nachrücker gibt. „Ich halte es für eine Katastrophe, dass wir erst Anfang Juli beginnen können, uns auf die nächste Saison vorzubereiten, weil alles so kompliziert ist.“

Auch Jan Tabor rechnet damit, dass es „erst Ende Juni eine Entscheidung gibt“. Schließlich hätten sogar die Vereine, die möglicherweise jetzt die Auflagen nicht erfüllen können, noch die Möglichkeit der Klage. So lange will der Geschäftsführer der Dresdner Eislöwen allerdings nicht warten, um sein Aufgebot zu vervollständigen. Er spüre eine wachsende Ungeduld in den Reihen der Mannschaft. „Wir schließen sicher in den nächsten Wochen weitere Verträge mit Spielern ab.“ Offen bleibt, in welcher Liga sie auflaufen. (tk/SZ/sw)

Quelle: SZ-Online
546 mal gelesen
 
1 | dolphin girl | 26.05.2003 @ 13:56
Wisst ihr was, warten wir erstmal den 30.5. (bzw. Mitte Juni) ab. Da erfahren wir dann, ob es keinen, einen oder 2 Nachrücker geben wird (wobei 2 natürlich den Idealfall wäre, da es dann schnuppe is, ob Schwenningen in die Liga kommt oder nich).
2 | dolphin girl | 26.05.2003 @ 13:59
Und sollte Freiburg es tatsächlich in die DEL schaffen (was ich ihnen sehr wünsche und das nich nur unter dem Aspekt, daß wir dann vielleicht nachrutschen könnten, denn sportlich haben sie es sich allemal verdient), dann wären es 3 Plätzchen. Ideal!!
3 | manni | 26.05.2003 @ 15:34
möglich ist ja erstmal alles gelle??? lasst uns doch mal ende juni abwarten...sollten wir in die o'liga müssen kriegen wir so schnell keine gute truppe zusammen
4 | kojoti | 26.05.2003 @ 19:06
Korrekt eines haben wir doch alle gelernt als ESW-Fans in der vergangenen Zeit: Warten auf bessere Zeiten....
5 | UnionerDD | 27.05.2003 @ 12:14
Eure Zeit ist vorbei.
6 | manni | 28.05.2003 @ 16:31
@unioner...man bist du ein harter *ggg*
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