2. Eishockey-Bundesliga so gut wie perfekt
Dass der Schwenninger ERC künftig in der zweiten Bundesliga spielt, ist nach der gestrigen Gläubigerversammlung mehr als wahrscheinlich. Insolvenzverwalter Klaus Haischer sieht jedenfalls keinen Grund, warum sein Insolvenzplan abgelehnt werden sollte.
"So wie es aussieht, kann der SERC in der kommenden Saison in der 2. Bundesliga antreten", sagte Insolvenzverwalter Klaus Haischer gestern Vormittag nach einer ersten Gläubigerversammlung im Amtsgericht in Villingen. Er sehe keinen Grund, warum sein aufgestellter Insolvenzplan nicht genehmigt werden sollte. Die Absegnung desselben soll bis in wenigen Wochen über die Bühne sein; der ERC Schwenningen gilt dann nicht mehr als insolventer Verein. Sollte dies bis zum 30. Juni geschehen, sieht die ESBG nach ihrer Gesellschafterversammlung vom Wochenende keinen Grund, die Schwenninger nicht zum normalen Lizenzierungs-Verfahren zur 2. Liga zuzulassen, da deren Rechtsanspruch festgestellt wurde (wir berichteten).
Haischer geht im übrigen von einer Gläubigerquote von zehn bis 15 Prozent aus. Der Insolvenzverwalter hat freilich die festgeschriebenen 375000 Euro, die Schwenningen vom DEL-Aufsteiger für seine Gesellschafteranteile an der höchsten Spielklasse erhält, fest eingeplant. "Da ist jetzt noch die Frage, ob die Freiburger Wölfe aufsteigen und wir das Geld kriegen", sieht Haischer in der noch nicht vollzogenen Aufnahme der Breisgauer in die Deutsche Eishockey Liga noch ein Fragezeichen. DEL-Pressesprecher Andreas Ulrich meinte gestern auf entsprechende Anfrage unserer Zeitung: "Die Freiburger haben ihre Unterlagen bei uns eingereicht. Die werden derzeit geprüft. Bis in 14 Tagen wird eine Entscheidung fallen. Grundsätzlich ist ein Platz in der DEL frei. Wir wünschen uns, dass dieser durch den Zweitliga-Aufsteiger eingenommen wird."
Doch auch der Zweitplatzierte SC Riessersee hat seine Unterlagen bei der DEL eingereicht. Ulrich: "Riessersee wäre im Falle einer Ablehnung von Freiburg, für die es momentan aber keine Anhaltspunkte gibt, der Nachrücker. Die Möglichkeit, dass keiner der beiden Vereine Aufnahme in die DEL findet, halte ich für sehr gering." Gut also für Schwenningen, dass es zwei Kandidaten gibt, die nach oben wollen. Ob man das Geld von Freiburg oder Riessersee bekommt, kann den Neckarstädtern schließlich egal sein.
Nun gilt es, möglichst rasch eine konkurrenzfähige Mannschaft für die zweite Liga zusammenzustellen. Verträge mit Spielern können aber erst geschlossen werden, wenn der Insolvenzplan definitiv genehmigt ist. Trainer Mike Bullard steht in Nordamerika jedoch schon mit etlichen Cracks in Kontakt. Desweiteren arbeitet der SERC weiterhin mit der Spieleragentur ISA von Sana Hassan und Mike Bühler in Schwenningen zusammen. SERC-Schatzmeister Hans-Peter Valentin: "Wir haben etliche Spieler im Visier, werden die Namen aber erst bekannt geben, wenn alles in trockenen Tüchern ist. Was die Verpflichtung deutscher Spieler betrifft, drängt die Zeit zwar. Doch es kommen immer wieder Leute auf uns zu, die sich von sich aus anbieten." Jens Stramkowski, Karsten Schulz und Thomas Gaus sind nur einige Namen, die derzeit bezüglich einer möglichen Rückkehr zu ihrem Stammverein gehandelt werden.
Valentin zufolge wird der Verein, sobald der Insolvenzplan angenommen ist, den Antrag stellen, dass (wie bisher üblich) am 1. August das Schwenninger Eisstadion mit bespielbarem Untergrund zur Verfügung steht. "Die Stadt will hierfür 20000 Euro Vorschuss. Da müssen wir nochmal sprechen, wann die Summe zu zahlen ist. Wir müssen erst den Dauerkartenverkauf starten", so Valentin.
Der SERC plant mit einem Zuschauerschnitt von 1950 Besuchern pro Heimspiel. Fest steht, dass die Geschäftsstelle abgespeckt wird. Insolvenzverwalter Haischer hat ohnehin bereits bis auf einer Vollzeitkraft allen Mitarbeitern gekündigt. Valentin: "Wir wollen aus dem Rössle raus. Das ist uns zu teuer; wir suchen nach kostengünstigeren Alternativen."
Am Montag, den 26.5. gab es positive Signale nach der Gläubigerversammlung, diese werden dem Insolvenzplan zustimmen !!!
Das ist für mich eine riesen Sauerei!!!
Alle früheren Insolvenzvereine mußten auf Landesebene wieder neu anfangen.DEB und Esbg sind für mich
Sch......!
2 | @US | 01.06.2003 @ 20:46
Mach Dich nicht lächerlich, US. Der SERC hat es verdient, in der 2.Liga anzutreten!
3 | sprite | 01.06.2003 @ 20:53
wieso verdient - sie sind pleite und das heißt,....
4 | mike | 01.06.2003 @ 21:13
@US du bist wohl ein schwenninger??
Tja vielleicht hat Schwenningen ja noch bischen bestechungsgeld im versteckten safe ....who knows.
5 | OL-Besucher | 01.06.2003 @ 21:14
Is halt nich egal, wie das Kind heißt. Sprechen wirs doch aus!: Was beim Fußball K´lautern ist, heißt im Eishockey Schwenningen. Dürfen die 2.BL spielen, wäre das ein Skandal!!!
6 | SERC | 02.06.2003 @ 13:35
Durch die Insolvenz musste der SERC zwangsweise absteigen!!!! - Vergleich mit Kaiserslautern???
Als Absteiger hat der SERC das Recht in Liga 2 zu spielen, aber NUR WENN die Insolvenz erledigt ist. Also geht alles absolut gerecht zu!!!
7 | OL-Besucher | 02.06.2003 @ 21:10
@SERC: Was ihr es macht, zeigt jedem anderen Club, wie er es in Zukunft machen muß. Einfach soviele gute Spieler wie möglich kaufen, egal ob das Geld reicht, oder nicht. Was kann schon passieren. Gehn wir zur Not halt ein Jahr in die 2.BL.
8 | OL-Besucher | 02.06.2003 @ 21:14
Und zur Belohnung steigt ihr ein Jahr später wieder auf. Es soll nicht der Eindruck entstehen, dass ich aus Füchsesicht arrgumentiere. Die haben den Platz auch nicht verdient. Wer Letzter ist steigt ab, basta. Außerdem, mit der Truppe wirds schwer
9 | OL-Besucher | 02.06.2003 @ 21:16
die Play-offs der Oberliga zu erreichen.
10 | @all | 03.06.2003 @ 21:46
jeder andere Verein würde genauso handeln, wenn er die Möglichkeit hätte!! Bremerhaven und die Füchse würden den Platz in Liga2 auch wieder mit Kusshand annehmen!! Zur Erinnerung: Rosenheim und Landshut waren nicht insolvent, sondern sind aus
11 | @all | 03.06.2003 @ 21:49
wirtschaftlichen Gründen (freiwillig) aus der DEL ausgestiegen. Und was mit dem damaligen BSC Preussen Berlin? Wie oft war dieser Verein insolvent, bevor er auch sportlich absteigen musste?
Der zweiten Liga tut ein (Traditions-) Verein, allein
12 | @all | 03.06.2003 @ 21:52
wegen den Zuschauernzahlen gut, da die Schwenninger ein sehr reiselustiges Völkchen sein sollen.
Ich verstehe die Verärgerung in Bremerhaven und bei den Füchsen, aber wie wäre die Situation, wenn es andersrum wäre? Die Freude würde überwiegen!!!!!!!
13 | @all | 03.06.2003 @ 21:56
Dann würdet ihr auch nicht fragen, ob die Ligazugehörigkeit gerecht wäre oder ob sie sportlich berechtigt wäre oder ob irgendwelche andere Vereine dadurch absteigen müßten?!
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Dass der Schwenninger ERC künftig in der zweiten Bundesliga spielt, ist nach der gestrigen Gläubigerversammlung mehr als wahrscheinlich. Insolvenzverwalter Klaus Haischer sieht jedenfalls keinen Grund, warum sein Insolvenzplan abgelehnt werden sollte.
"So wie es aussieht, kann der SERC in der kommenden Saison in der 2. Bundesliga antreten", sagte Insolvenzverwalter Klaus Haischer gestern Vormittag nach einer ersten Gläubigerversammlung im Amtsgericht in Villingen. Er sehe keinen Grund, warum sein aufgestellter Insolvenzplan nicht genehmigt werden sollte. Die Absegnung desselben soll bis in wenigen Wochen über die Bühne sein; der ERC Schwenningen gilt dann nicht mehr als insolventer Verein. Sollte dies bis zum 30. Juni geschehen, sieht die ESBG nach ihrer Gesellschafterversammlung vom Wochenende keinen Grund, die Schwenninger nicht zum normalen Lizenzierungs-Verfahren zur 2. Liga zuzulassen, da deren Rechtsanspruch festgestellt wurde (wir berichteten).
Haischer geht im übrigen von einer Gläubigerquote von zehn bis 15 Prozent aus. Der Insolvenzverwalter hat freilich die festgeschriebenen 375000 Euro, die Schwenningen vom DEL-Aufsteiger für seine Gesellschafteranteile an der höchsten Spielklasse erhält, fest eingeplant. "Da ist jetzt noch die Frage, ob die Freiburger Wölfe aufsteigen und wir das Geld kriegen", sieht Haischer in der noch nicht vollzogenen Aufnahme der Breisgauer in die Deutsche Eishockey Liga noch ein Fragezeichen. DEL-Pressesprecher Andreas Ulrich meinte gestern auf entsprechende Anfrage unserer Zeitung: "Die Freiburger haben ihre Unterlagen bei uns eingereicht. Die werden derzeit geprüft. Bis in 14 Tagen wird eine Entscheidung fallen. Grundsätzlich ist ein Platz in der DEL frei. Wir wünschen uns, dass dieser durch den Zweitliga-Aufsteiger eingenommen wird."
Doch auch der Zweitplatzierte SC Riessersee hat seine Unterlagen bei der DEL eingereicht. Ulrich: "Riessersee wäre im Falle einer Ablehnung von Freiburg, für die es momentan aber keine Anhaltspunkte gibt, der Nachrücker. Die Möglichkeit, dass keiner der beiden Vereine Aufnahme in die DEL findet, halte ich für sehr gering." Gut also für Schwenningen, dass es zwei Kandidaten gibt, die nach oben wollen. Ob man das Geld von Freiburg oder Riessersee bekommt, kann den Neckarstädtern schließlich egal sein.
Nun gilt es, möglichst rasch eine konkurrenzfähige Mannschaft für die zweite Liga zusammenzustellen. Verträge mit Spielern können aber erst geschlossen werden, wenn der Insolvenzplan definitiv genehmigt ist. Trainer Mike Bullard steht in Nordamerika jedoch schon mit etlichen Cracks in Kontakt. Desweiteren arbeitet der SERC weiterhin mit der Spieleragentur ISA von Sana Hassan und Mike Bühler in Schwenningen zusammen. SERC-Schatzmeister Hans-Peter Valentin: "Wir haben etliche Spieler im Visier, werden die Namen aber erst bekannt geben, wenn alles in trockenen Tüchern ist. Was die Verpflichtung deutscher Spieler betrifft, drängt die Zeit zwar. Doch es kommen immer wieder Leute auf uns zu, die sich von sich aus anbieten." Jens Stramkowski, Karsten Schulz und Thomas Gaus sind nur einige Namen, die derzeit bezüglich einer möglichen Rückkehr zu ihrem Stammverein gehandelt werden.
Valentin zufolge wird der Verein, sobald der Insolvenzplan angenommen ist, den Antrag stellen, dass (wie bisher üblich) am 1. August das Schwenninger Eisstadion mit bespielbarem Untergrund zur Verfügung steht. "Die Stadt will hierfür 20000 Euro Vorschuss. Da müssen wir nochmal sprechen, wann die Summe zu zahlen ist. Wir müssen erst den Dauerkartenverkauf starten", so Valentin.
Der SERC plant mit einem Zuschauerschnitt von 1950 Besuchern pro Heimspiel. Fest steht, dass die Geschäftsstelle abgespeckt wird. Insolvenzverwalter Haischer hat ohnehin bereits bis auf einer Vollzeitkraft allen Mitarbeitern gekündigt. Valentin: "Wir wollen aus dem Rössle raus. Das ist uns zu teuer; wir suchen nach kostengünstigeren Alternativen."
Am Montag, den 26.5. gab es positive Signale nach der Gläubigerversammlung, diese werden dem Insolvenzplan zustimmen !!!
Quelle: ng-online.de