Fan-Forum im «Fuchsbau»: ESBG betreibt Verwirrspiel
Dietze holte weit aus, spannte den Bogen von der wirtschaftlichen Situation über den sportlichen Abstieg bis hin zum möglichen Verbleib in der 2. Eishockey-Bundesliga.
Doch letztendlich entscheidet die Eishockey-Spielbetriebsgesellschaft (ESBG) über Wohl oder Wehe der Lausitzer Eishockeyfüchse. «Der Termin für die Vereine, deren Auflagen nochmals geprüft wurden, war der 30. Mai» , so Dietze.
Doch wer glaubte, dass zum Zeitpunkt alles rechtens zuging und endlich Nägel mit Köpfen gemacht würden, der sah sich getäuscht. Das Wirrwarr in Sachen Ligazugehörigkeit ging hier erst richtig los.
Das Fax aus Bad Tölz
So hatte der EC Bad Tölz ein Fax an die ESBG geschickt, in dem der insolvente Verein verkündete, nicht mehr in der 2. Liga, sondern in der Oberliga spielen zu wollen. Der ESBG-Aufsichtsratsvorsitzende Uwe Harnos jedoch wies das Fax zurück und stellte Tölz vor die Wahl: Entweder besteht der Verein auf den Fax-Inhalt und wird in die Landesliga verbannt, oder das Fax wird so behandelt, als gäbe es das Papier überhaupt nicht und Bad Tölz spielt in der kommenden Saison weiter in der 2. Liga. ESBG-Geschäftsführer Helmut Bauer bestätigte, dass das Fax eingegangen sei. «Wunschdenken ist bei uns nicht möglich» , so Bauer. «Die Tölzer können sich die Liga nicht aussuchen» .
Mini-Etat reicht nicht
Der EC Bad Tölz, der in der vergangenen Saison Insolvenz anmelden musste, entgegen der Absichtserklärungen aber in der ESBG verbleiben durfte, hatte zuletzt oft verkündet, einen Neuanfang in der Oberliga wagen zu wollen. Die 2. Liga sei nicht zu finanzieren, hieß es. Die Tölzer planen mit einem Mini-Etat von rund 300 000 Euro. «Aber das reicht doch in der 2. Liga vorn und hinten nicht. Man treibt den Verein doch in den Ruin» , so die Teilnehmer des Weißwasseraner Fanforums, als sie die Geschichte von Dietze vernommen hatten.
«Wegen dieser Tatsache und den anderen ,Machenschaften' der ESGB bin ich auch sehr skeptisch in Bezug auf den SC Riessersee» , so Dietze. Der Clou sei, dass die ESBG auch den Garmischern die Türen zur 2. Liga weit offen hält. Ihnen war es nicht gelungen, zum besagten Stichtag 30. Mai ein schlüssiges Wirtschaftsgutachten vorzulegen. Es sollen rund 200 000 Euro im Etat fehlen. Der Verein bekam vom ESBG-Aufsichtsrat eine weitere Chance bis zum 15. Juni. Für mögliche Nachrücker ist es bis zu diesem Termin unmöglich, vernünftig zu planen. Gemeinsam mit anderen Vereinen wollen die Weißwasseraner jetzt Klage gegen den ESBG einreichen (RUNDSCHAU berichtete). Doch künstliche Hoffnungen, dass die Füchse dadurch in der 2. Bundesliga verbleiben, wollen Dietze und Co. damit nicht nähren.
«Fakt ist, dass wir vorerst und konkret für die Oberliga planen» , so Dietze auf dem Fanforum. Zum Glück könne man auf die Mannschaft bauen, deren Kern bestehen bleibt. Solche wichtigen Spieler wie Dirk Rohrbach, Jörg Pohling und Iiro Itämies ziehen mit und halten der Mannschaft die Treue. Einen Vertrag bis Dezember erhält auch Vadim Kulabuchow. «Unsere vierte Reihe werden wir mit eigenen Junioren besetzen» , sagte Trainer Horymir Sekera.
Oberliga nicht uninteressant
Auf jeden Fall würden die Zuschauer auch in der Oberliga bestimmt interessante Vergleiche zu sehen bekommen, zeigen sich die Verantwortlichen des ESW sicher. Immerhin sind in dieser Liga die Berliner Capitals, Hannover, Bremerhaven oder Dresden vertreten. Ein Problem ist das Sponsoring. «Hier werden wir weiter am Ball bleiben» , erklärte Dietze. Ziel ist es, auf jeden Fall in der Oberliga an der Spitze zu spielen, um eine Chance für den sofortigen Wiederaufstieg in die 2. Eishockey-Bundesliga zu haben.
Dietze holte weit aus, spannte den Bogen von der wirtschaftlichen Situation über den sportlichen Abstieg bis hin zum möglichen Verbleib in der 2. Eishockey-Bundesliga.
Doch letztendlich entscheidet die Eishockey-Spielbetriebsgesellschaft (ESBG) über Wohl oder Wehe der Lausitzer Eishockeyfüchse. «Der Termin für die Vereine, deren Auflagen nochmals geprüft wurden, war der 30. Mai» , so Dietze.
Doch wer glaubte, dass zum Zeitpunkt alles rechtens zuging und endlich Nägel mit Köpfen gemacht würden, der sah sich getäuscht. Das Wirrwarr in Sachen Ligazugehörigkeit ging hier erst richtig los.
Das Fax aus Bad Tölz
So hatte der EC Bad Tölz ein Fax an die ESBG geschickt, in dem der insolvente Verein verkündete, nicht mehr in der 2. Liga, sondern in der Oberliga spielen zu wollen. Der ESBG-Aufsichtsratsvorsitzende Uwe Harnos jedoch wies das Fax zurück und stellte Tölz vor die Wahl: Entweder besteht der Verein auf den Fax-Inhalt und wird in die Landesliga verbannt, oder das Fax wird so behandelt, als gäbe es das Papier überhaupt nicht und Bad Tölz spielt in der kommenden Saison weiter in der 2. Liga. ESBG-Geschäftsführer Helmut Bauer bestätigte, dass das Fax eingegangen sei. «Wunschdenken ist bei uns nicht möglich» , so Bauer. «Die Tölzer können sich die Liga nicht aussuchen» .
Mini-Etat reicht nicht
Der EC Bad Tölz, der in der vergangenen Saison Insolvenz anmelden musste, entgegen der Absichtserklärungen aber in der ESBG verbleiben durfte, hatte zuletzt oft verkündet, einen Neuanfang in der Oberliga wagen zu wollen. Die 2. Liga sei nicht zu finanzieren, hieß es. Die Tölzer planen mit einem Mini-Etat von rund 300 000 Euro. «Aber das reicht doch in der 2. Liga vorn und hinten nicht. Man treibt den Verein doch in den Ruin» , so die Teilnehmer des Weißwasseraner Fanforums, als sie die Geschichte von Dietze vernommen hatten.
«Wegen dieser Tatsache und den anderen ,Machenschaften' der ESGB bin ich auch sehr skeptisch in Bezug auf den SC Riessersee» , so Dietze. Der Clou sei, dass die ESBG auch den Garmischern die Türen zur 2. Liga weit offen hält. Ihnen war es nicht gelungen, zum besagten Stichtag 30. Mai ein schlüssiges Wirtschaftsgutachten vorzulegen. Es sollen rund 200 000 Euro im Etat fehlen. Der Verein bekam vom ESBG-Aufsichtsrat eine weitere Chance bis zum 15. Juni. Für mögliche Nachrücker ist es bis zu diesem Termin unmöglich, vernünftig zu planen. Gemeinsam mit anderen Vereinen wollen die Weißwasseraner jetzt Klage gegen den ESBG einreichen (RUNDSCHAU berichtete). Doch künstliche Hoffnungen, dass die Füchse dadurch in der 2. Bundesliga verbleiben, wollen Dietze und Co. damit nicht nähren.
«Fakt ist, dass wir vorerst und konkret für die Oberliga planen» , so Dietze auf dem Fanforum. Zum Glück könne man auf die Mannschaft bauen, deren Kern bestehen bleibt. Solche wichtigen Spieler wie Dirk Rohrbach, Jörg Pohling und Iiro Itämies ziehen mit und halten der Mannschaft die Treue. Einen Vertrag bis Dezember erhält auch Vadim Kulabuchow. «Unsere vierte Reihe werden wir mit eigenen Junioren besetzen» , sagte Trainer Horymir Sekera.
Oberliga nicht uninteressant
Auf jeden Fall würden die Zuschauer auch in der Oberliga bestimmt interessante Vergleiche zu sehen bekommen, zeigen sich die Verantwortlichen des ESW sicher. Immerhin sind in dieser Liga die Berliner Capitals, Hannover, Bremerhaven oder Dresden vertreten. Ein Problem ist das Sponsoring. «Hier werden wir weiter am Ball bleiben» , erklärte Dietze. Ziel ist es, auf jeden Fall in der Oberliga an der Spitze zu spielen, um eine Chance für den sofortigen Wiederaufstieg in die 2. Eishockey-Bundesliga zu haben.
Quelle: Lausitzer Rundschau