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Abstiegsfrage weiter offen
24.06.2003 | 12:29 Uhr von
ESBG-Gesellschafter treffen sich zu einer Sondersitzung

In der ersten Juli-Woche treffen sich die Vertreter der 2. Bundesliga und Oberliga zu einer außerordentlichen Versammlung der Eishockey-Spielbetriebs-Gesellschaft (ESBG). Dies bestätigte Geschäftsführer Helmut Bauer gestern. Der genaue Termin wird heute festgelegt. Fünf Profi-Abteilungen – Weißwasser, Bremerhaven (beide Zweitliga-Absteiger), Crimmitschau, Straubing (beide Zweitligisten) und Dresden (Oberliga-Vizemeister) – hatten diese Sitzung beantragt.

Drei Punkte stehen auf der Tagesordnung: Die fünf Gesellschafter fordern die Einordnung des insolventen Zweitligisten Bad Tölz in die Oberliga. „Außerdem geht es uns darum, die vom Deutschen Eishockey-Bund (DEB) treuhänderisch verwalteten Stimmrechte der vor zwei Jahren aufgelösten Oberliga Nord an die Landesverbände Niedersachsen und Bremen zurückzugeben“, erklärte der Geschäftsstellen-Leiter der Lausitzer Füchse, Matthias Broda. Die Stimmenthaltung der DEB-Delegierten hatte bei der letzten ESBG-Sitzung den finanziell angeschlagenen Bundesligisten aus Bad Tölz und Riessersee den Verbleib in der zweithöchsten Liga ermöglicht. Und damit ein Nachrücken der sportlichen Absteiger aus Bremerhaven und Weißwasser verhindert.

Schließlich wollen die fünf Antragsteller den Paragraphen 20 des Gesellschafter-Vertrages ändern. Künftig sollen insolvente Profi-Abteilungen zwingend aus dem ESBG-Bereich verbannt werden. Bisher greift bei diesem Fall eine Kann-Bestimmung.

ESBG-Chef Bauer unterstrich, dass die Abstimmungen keinerlei Einfluss auf die Ligeneinteilung der kommenden Saison haben werden. „Über die Zukunft von Bad Tölz kann einzig der ESBG-Aufsichtsrat entscheiden, nicht die Gesellschafter“, so der Münchner. Die Tölzer Löwen müssen ebenso wie der SC Riessersee bis zum kommenden Montag Bürgschaften und Sponsoren-Verträge vorweisen, um die Lizenz für die kommende Saison zu erhalten. „Momentan sieht es so aus, dass sie es schaffen können“, sagte Bauer.

Am Sonnabend tagt in München die zweite Kammer des DEB-Schiedsgerichtes. Es muss die Frage klären, wer im Falle einer Lizenz-Verweigerung in die zweite Liga nachrückt – die Bundesliga-Absteiger oder Oberligisten.
(Quelle: sz-online)
599 mal gelesen
 
1 | chico | 24.06.2003 @ 13:43
kann mir mal jemand erklären, warum crimmitschau und straubing diese sitzung wollten? bei den anderen seh ich das ja ein.
2 | SvenS. | 24.06.2003 @ 13:50
schwer zu erklären...dazu steht aber ein Artikel auf der Crimmitschauer Seite...geht um Rechtssicherheit gegenüber anderen GmbH Klubs usw....alles sehr einleuchtend
3 | kojoti | 24.06.2003 @ 20:06
crimmse mit sicherheit aus solidarität. und vielleicht wollen die beiden vereine auch klarheit darüber haben, wie kkünftig mit insolventen vereinen verfahren werden soll, schließlich schwimmen sie auch nicht im geld.
4 | Dark Sider | 24.06.2003 @ 21:08
@kojoti Crimmitschau hat dem Antrag zugestimmt, weil es noch ungeklärte rechtliche Fragen gibt; also nicht des Geldes oder der Sympathie wegen.
5 | hoffi | 25.06.2003 @ 12:45
hatte mal gelesen das bremerhaven die sondersitzung wollte um den herrn bauer einige deutliche fragen zu stellen u. seinen aktionsradius einzudämmen! mal entschärft formuliert.davon liest man nichts mehr!schade eigentlich!wird sich wohl nichtsändern!
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