Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Großteil des Abstiegsteams bleibt im Fuchsbau
11.07.2003 | 09:15 Uhr von
Wenn du denkst es geht nicht schlimmer - geht es doch. Das Jahr nach der Insolvenz der alten ESW-Spielbetriebsgesellschaft hatte man sich im Eishockey-Fuchsbau mit Sicherheit ruhiger und erfolgreicher vorgestellt. Das diesjährige Sommerszenario übertraf jedoch die schlimmsten Erwartungen. Von Ruhe kann in Eishockey-Weißwasser keine Rede sein. Da war der sportliche Abstieg der Profis aus der 2. Bundesliga, das Getöse um die Nachrückerregelung am Grünen Tisch, die Vorstandswahl beim Stammverein ES Weißwasser mit den Manipulationsvorwürfen und nun das Auseinanderbrechen der Regionalligamannschaft der ESW-Jungfüchse nach Kontroversen ohne Ende mit dem neuen Vorstand. Es bedarf schon einer Menge Kitt, um das in den letzten Monaten in Weißwasser zerschlagene Porzellan wieder zu reparieren.
Auslöser des Hick-Hacks im Nachwuchsbereich waren die Streitpunkte "Ausschreibung der Nachwuchstrainerstellen" und "Ausbildungszuschüsse". Nach massivem Druck insbesondere der Cracks der Regionalligamannschaft auf den Vorstand nahm der die Ausschreibungen zurück. Am vierstelligen Ausbildungszuschuss, der durch die Akteure an den finanziell klammen ESW zu zahlen ist, wird festgehalten.

Ergebnis: Trotz teilweise erfolgreich durchgesetzter Forderungen der "Angestellten" gegenüber dem "Arbeitgeber" wird ein Großteil der Nachwuchscracks den Verein Richtung Niesky verlassen und sich dem dortigen Regionalligisten anschließen. Dafür wird es in Weißwasser wohl keine spielfähige Junioren-Regionalligamannschaft mehr geben. Bitter! Weshalb die (allerdings auch schlecht vorbereitete) Ausschreibung der Nachwuchstrainerstellen zu derartigen Irritationen führte, bleibt offen. Zumal die in der Deutschen Nachwuchsliga spielende Jugendmannschaft sportlich abgestiegen ist und auch Rainer Mann, der Coach der Jungfüchse, nicht unumstritten war.

"Die Ausschreibung der Trainerstellen war ein Fehler", räumt ESW-Chef Ludwig Thomaschk nun reumütig ein: "Nun bleibt alles beim Alten." Das trifft zumindest auch für das Junioren-Team zu, das das schaffte, was den Profis versagt blieb: Den Klassenerhalt am Grünen Tisch. Zwar kommt beim Blick zurück für Füchse-Manager Klaus Dietze angesichts der "Paragrafenvergewaltigungen" der DEB-Oberen in Sachen "Nachrücker" nach wie vor der Zorn hoch. Allerdings muss auch er einräumen, dass sich die Lausitzer angesichts der letztjährigen sportlichen Leistungen den Klassenerhalt nicht wirklich verdient hätten. Deshalb heißt die Devise inzwischen klipp und klar: "Vorwärts in die Vergangenheit", sprich: in die 2. Bundesliga. Der erwartete drastische Schnitt im Mannschaftskader blieb allerdings aus.Mit Keeper Iiro Itämies, Verteidiger Viktor Bystryantsev und den Stürmern Vadim Kulabuchov und Martin Sekera bleiben vier der fünf Ausländerstellen mit "Absteigern" besetzt. Weitere zehn Akteure der letztjährigen Mannschaft haben auch für die neue Saison Verträge unterzeichnet. Echte Neuzugänge sind mit Marcel Linke (Verteidiger) und Marco Ludwig (Stürmer) zunächst zwei Ex-Füchse. Dazu gesellen sich Marcel Leyva aus dem ESW-Nachwuchs (Stürmer), die Verteidiger Pavel Vait (Crimmitschau) und Alexander Engel (Ratingen) sowie Stürmer Dennis Cardona (Bad Nauheim). "Neueste Neuerwerbung" ist der Kanadier Greg Smidt. Der 27-jährige Center hat gestern seinen Kontrakt unterschrieben und nimmt die letzte freie Ausländerstelle ein. Der verheiratete Vater zweier Kinder brachte es für seinen letzten Club Pee-Dee-Pride in der ECHL auf satte 72 Punkte (20 Tore/52 Assists).

Die zweite gute Nachricht der Woche hatte Sachsens Ministerpräsident Georg Milbradt parat: Er stellte Fördermittel für den Bau des Oberlausitzer Sport- und Freizeitparks samt neuer Multifunktionshalle in Aussicht.

Quelle: [DNN.de]
511 mal gelesen
 
1 | Robie | 11.07.2003 @ 16:39
Hää?? Seit wann schreibt Paul Rubin die Beiträge ? Ich denke die sind von Sebastian Matthieu und nicht von dieser Person?? Bitte klärt mich mal auf!
2 | SvenS. | 11.07.2003 @ 17:22
Quelle des Artikels steht unten drunter. Newsposter ist Paule. Sonst noch was auf dem Herzen?
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