Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Eismacher retten Training der Kufencracks
06.08.2003 | 14:19 Uhr von
Leipzig. Das Alte Messegelände wirkt bei der glühenden Hitze noch ausgestorbener als sonst. Neben der Halle 6 liegen einige merkwürdige Utensilien im Gras herum. Erst aus der Nähe sind dicke Oberkörperpolster und sogar ein Paar Schlittschuhe zu erkennen. Am Vormittag kurften sie bereits über die Eisfläche im Inneren des großen Gebäudes. Jetzt steht dort nur ein Mann mit Dreitagebart und verspritzt kostbares Nass.

Gearbeitet wird an der Eisfläche bereits seit Dienstag voriger Woche. Eigentlich sollte das Trainingslager der beiden Oberliga-Eishockeymannschaften des REV Bremerhaven und des ES Weißwasser schon am Montag losgehen, sagt der Manager der "Lausitzer Füchse", Klaus Dietze. "Aber am Sonnabend sah es sehr schlecht aus, vor allem die Kante wollte nicht fest werden." Doch die Macher des gastgebenden EHC Leipziger Eislöwen wussten sich zu helfen. Eine halbe Tonne Cocktail-Eis wurde herangeschafft, um den Rand des Eisfeldes zu stabilisieren. Mit 24 Stunden Verspätung konnte das Training beginnen. "Die extremen Außentemperaturen machen uns schon zu schaffen", erzählt Dietmar Habnitt von der MECS GmbH, dem Betreiber der Eishockeyhalle. Weil am Montag auch noch der zweite Eismeister wegen Krankheit ausgefallen ist, muss Habnitt nun selbst zum Wasserschlauch greifen. Zum Glück gibt es aber eine Schar tatkräftiger Helfer, die jetzt schnell mit alten Zeitungen nicht gefrierendes Wasser aufsaugen. Schließlich beginnt in ein paar Minuten die zweite Trainingseinheit der "Füchse" aus Weißwasser.

Noch immer fehlt etwa ein Zentimeter Eis zur optimalen Stärke von zehn Zentimetern. Vor allem hinter den Toren muss weiter Eis aufgebaut werden. Doch das geht zur Zeit nur nachts. "Normalerweise hat das Kühlmittel eine Temperatur von minus 9,4 Grad, wenn es in die Kühlrillen läuft. Jetzt sind es nur minus 7,2 Grad", berichtet Habnitt. Die beiden Kälteaggregate außerhalb der Halle laufen auf Hochtouren um zu verhindern, dass die mühsam erzeugte Eisschicht wieder schmilzt. "Bis zum Ende des Trainingslagers kommen wir sicher auf 10 000 Euro Stromkosten", schätzt der MECS-Mitarbeiter.

Dafür können die Spieler aus Bremerhaven und Weißwasser ein paar Wochen eher als andere Mannschaften mit dem Training beginnen. Sonst werden die Eisflächen erst Mitte August hergerichtet, berichtet Klaus Dietze. "Nach vier Monaten Pause sind die Jungs wieder heiß aufs Eis." Am Freitag kommen die "Frankfurt Lions" aus der DEL zu einem Turnier in die Messestadt, bei dem auch die "Blue Lions Leipzig" mitspielen. So nennt sich seit kurzem die Regionalliga-Mannschaft des EHC Leipziger Löwen.

Zuschauer haben sich auch schon ein paar eingefunden. Im Winter muss sich Lutz Heine immer warm anziehen, um ein Spiel in der kalten Halle durchzustehen. Jetzt kann der 62-jährige Leipziger lässig in kurze Hosen gekleidet verfolgen, wie die "Füchse" die Pucks übers Eis dreschen. Dietmar Habnitt greift zum Thermometer: 20 Grad Celsius. Drei oder vier Grad weniger wären ihm lieber.

Quelle: Leipziger Volkszeitung
515 mal gelesen
 
1 | freddy | 06.08.2003 @ 15:57
wolln wa hoffen das das eis bis zum freiberger pokal durchhalt, denn dann sind die blue-sons auf ins stadion.das wird die messe.hoffe man sieht sich www.blue-sons.de mfg freddy
2 | Cameleon | 06.08.2003 @ 21:32
Ist von der Fangemeinde am 8. auch jemand anwesend?
3 | freddy | 08.08.2003 @ 09:25
ja aber nur einzelne, alle fahren erst am 15.und dann wird leipzig gerockt
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