Das Verwaltungsgebäude am Eisstadion soll aus Kostengründen leer gezogen werden
Jetzt wird es ernst. Was in der Vergangenheit immer mal wieder Gesprächsthema war, will die Stadt Weißwasser jetzt in die Tat umsetzen: Das Verwaltungsgebäude am Eisstadion soll aus Kostengründen leer gezogen werden. Damit wäre auch der Mietvertrag mit dem Eissport Weißwasser gekündigt. Aufregung beim Eissport Weißwasser. Muss die Geschäftsstelle bald ihre Büroräume verlassen? Die Stadt Weißwasser jedenfalls will sich aus Kostengründen von dem Verwaltungsgebäude am Eisstadion trennen. Als erster Schritt soll das Gebäude leer gezogen werden.
Da schon immer wieder mal der Vorschlag auf dem Tisch der Stadtverwaltung lag, sich vom gesamten Eissport-Komplex zu trennen und einen privaten Betreiber zu finden, überrascht der jetzige Zeitpunkt. Und vor allem die Eile. Das Ganze soll bis zum Ende des Monats über die Bühne gehen.
Die Stadt befindet sich im Wahlkampf, denn im Rathaus ist der Stuhl ders Oberbürgermeisters gegenwärtig unbesetzt.
Die Angelegenheit entbehrt nicht einer gewissen Pikanterie. Der Geschäftsstellenleiter des ES Weißwasser Mathias Broda bewirbt sich um das Amt des Oberbürgermeisters. Politische Beobachter werten die jetzige Situation als eine Steilvorlage für Brodas Wahlkampf. Denn in der Bevölkerung von Weißwasser gibt es wenig Verständnis für das Vorhaben der Stadtverwaltung.
Mathias Broda selbst wollte zu der Sache nicht Stellung nehmen, bestätigte aber die Kontroverse mit der Stadt.
Von einem Umzug betroffen wäre auch der Chef der Lausitzer Füchse Klaus Dietze. Dietze zeigt sich gelassen und verweist darauf, dass darüber schon öfter gesprochen wurde. Auch über die Veräußerung des gesamten Eis-Komplexes an einen privaten Betreiber.
„Es geht doch nicht um die Büroräume“, sagt Dietze. „Ich kann meinen Schreibtisch auch woanders hinstellen. Das Problem sehe ich in den Umkleideräumen für die zahlreichen Mannschaften, die hier trainieren und spielen. Die können sich doch nicht fern der Eishalle umziehen.“
Bereits früher hatte sich der Verein ins Gespräch gebracht, das Gebäude zu übernehmen. Dietze hat Verständnis für den Sparkurs der Stadt, vermisst aber eine eindeutige Aussage, was denn das Gebäude tatsächlich an Kosten verursacht.
Der amtierende Oberbürgermeister Ronald Krause sieht in der vorgesehenen Sparmaßnahme keine Einschränkung des Spielbetriebes des ESW. „Wir werden im Sozialgebäude umbauen, so das es hier Umkleidekabinen und Räume für den Schiedsrichter geben wird.“ Das marode Verwaltungsgebäude verursacht jährlich Kosten von 50 000 Euro. „Das kann sich die Stadt nicht mehr leisten.“
Dietmar Lissina, Kandidat der CDU im Wahlkampf, befürchtet, dass diese Geschichte jetzt zum Wahlkampfthema gemacht wird. Dabei gehe es nicht um einzelne Mietverträge, sondern darum, wie der Sport in der Stadt dauerhaft etabliert und entwickelt werden kann. Der Eissport muss dabei das Flaggschiff bleiben.
Die zur Ministerin berufene ehemalige Oberbürgermeisterin Helma Orosz hatte sich den Sport auf ihre Fahne geschrieben. Weißwasser sollte eine Sportstadt sein und bleiben. Jetzt ist viel politisches Porzellan zerschlagen worden.
Ich glaube wenn das hir so weiter geht dann spricht in unserer Stadt in 5 Jahren keiner mehr vom Eishockey!!! Das wird hier immer schlimmer! So wird kein Eishockeystandort erhalten! Denkt denn hier wirklich keiner mehr an den Nachwuchs???
2 | Mozart | 03.09.2003 @ 09:56
Jetzt musst du nur noch sagen, wen du jetzt konkret meinst...
Ciao Mozart!
3 | kojoti | 03.09.2003 @ 10:14
und so was fällt den zwei wochen vor der saison ein. da frag ich mich wirklich ob die stadtväter noch was mitn eishockey am hut haben. sowas hätte es zu helmas zeiten nicht gegeben. vielleicht läßt sich ja ein vernünftiger kompromiss finden?
4 | Lorenzo | 03.09.2003 @ 10:40
Nein, das Vorhaben ist schon lange bekannt. Erster Räumungstermin war vorgestern. Aber es gibt zur Zeit keine ausreichenden Ausweichmöglichkeiten.
5 | SZ-Leser | 03.09.2003 @ 13:27
Matthias Broda ist Geschäftsstellenleiter der Lausitzer Füchse GmbH (hauptberuflich). Beim ES Weißwasser ist er Schatzmeister (ehrenamtlich). Wann begreifen das die Leute endlich ? Was sagt eigentlich der Stadtrat zu der ganzen Angelegenheit ?
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Jetzt wird es ernst. Was in der Vergangenheit immer mal wieder Gesprächsthema war, will die Stadt Weißwasser jetzt in die Tat umsetzen: Das Verwaltungsgebäude am Eisstadion soll aus Kostengründen leer gezogen werden. Damit wäre auch der Mietvertrag mit dem Eissport Weißwasser gekündigt. Aufregung beim Eissport Weißwasser. Muss die Geschäftsstelle bald ihre Büroräume verlassen? Die Stadt Weißwasser jedenfalls will sich aus Kostengründen von dem Verwaltungsgebäude am Eisstadion trennen. Als erster Schritt soll das Gebäude leer gezogen werden.
Da schon immer wieder mal der Vorschlag auf dem Tisch der Stadtverwaltung lag, sich vom gesamten Eissport-Komplex zu trennen und einen privaten Betreiber zu finden, überrascht der jetzige Zeitpunkt. Und vor allem die Eile. Das Ganze soll bis zum Ende des Monats über die Bühne gehen.
Die Stadt befindet sich im Wahlkampf, denn im Rathaus ist der Stuhl ders Oberbürgermeisters gegenwärtig unbesetzt.
Die Angelegenheit entbehrt nicht einer gewissen Pikanterie. Der Geschäftsstellenleiter des ES Weißwasser Mathias Broda bewirbt sich um das Amt des Oberbürgermeisters. Politische Beobachter werten die jetzige Situation als eine Steilvorlage für Brodas Wahlkampf. Denn in der Bevölkerung von Weißwasser gibt es wenig Verständnis für das Vorhaben der Stadtverwaltung.
Mathias Broda selbst wollte zu der Sache nicht Stellung nehmen, bestätigte aber die Kontroverse mit der Stadt.
Von einem Umzug betroffen wäre auch der Chef der Lausitzer Füchse Klaus Dietze. Dietze zeigt sich gelassen und verweist darauf, dass darüber schon öfter gesprochen wurde. Auch über die Veräußerung des gesamten Eis-Komplexes an einen privaten Betreiber.
„Es geht doch nicht um die Büroräume“, sagt Dietze. „Ich kann meinen Schreibtisch auch woanders hinstellen. Das Problem sehe ich in den Umkleideräumen für die zahlreichen Mannschaften, die hier trainieren und spielen. Die können sich doch nicht fern der Eishalle umziehen.“
Bereits früher hatte sich der Verein ins Gespräch gebracht, das Gebäude zu übernehmen. Dietze hat Verständnis für den Sparkurs der Stadt, vermisst aber eine eindeutige Aussage, was denn das Gebäude tatsächlich an Kosten verursacht.
Der amtierende Oberbürgermeister Ronald Krause sieht in der vorgesehenen Sparmaßnahme keine Einschränkung des Spielbetriebes des ESW. „Wir werden im Sozialgebäude umbauen, so das es hier Umkleidekabinen und Räume für den Schiedsrichter geben wird.“ Das marode Verwaltungsgebäude verursacht jährlich Kosten von 50 000 Euro. „Das kann sich die Stadt nicht mehr leisten.“
Dietmar Lissina, Kandidat der CDU im Wahlkampf, befürchtet, dass diese Geschichte jetzt zum Wahlkampfthema gemacht wird. Dabei gehe es nicht um einzelne Mietverträge, sondern darum, wie der Sport in der Stadt dauerhaft etabliert und entwickelt werden kann. Der Eissport muss dabei das Flaggschiff bleiben.
Die zur Ministerin berufene ehemalige Oberbürgermeisterin Helma Orosz hatte sich den Sport auf ihre Fahne geschrieben. Weißwasser sollte eine Sportstadt sein und bleiben. Jetzt ist viel politisches Porzellan zerschlagen worden.
Autor: Wolfgang Nagorske
Quelle: www.sz-online.de