Broda: Schließung des Verwaltungsgebäudes würde Gefährdung des Spielbetriebes bedeuten
Die Stadt will aus Kostengründen das Verwaltungsgebäude am Eisstadion leer ziehen. Der Mietvertrag mit dem ES Weißwasser wurde zum 1. September gekündigt. Der Verein erreichte einen Aufschub bis zum 1. Oktober. Auf einer eigens anberaumten Pressekonferenz nahm der ESW jetzt auch öffentlich Stellung.
Hinnehmen will der Verein die Schließung so einfach nicht. Der Vereinsvorsitzende Ludwig Thomaschk: „Die Schließung des Gebäudes ist der falsche Weg. Wir brauchen das Gebäude, vor allem die Umkleidekabinen, für den Spielbetrieb. Die Turnhalle wird von uns auch genutzt. Steht das Gebäude leer, droht Vandalismus.“ Das wäre auch einer späteren Übernahme durch den Verein oder einen externen Betreiber nicht zuträglich.
Der Verein unterbreitet der Stadt deshalb einen Kompromissvorschlag: Das Gebäude soll zumindest bis zum Frühjahr weiter betrieben werden. Der Verein will inzwischen einen Weg finden, das Gebäude zu übernehmen – freilich mit einem festen Betriebskostenzuschuss durch die Stadt, wie eine SZ-Nachfrage ergab. Um darüber zu diskutieren, soll noch im September eine Gesprächsrunde möglichst mit den Fraktionsvorsitzenden des Stadtrates, der ehemaligen Oberbürgermeisterin Helma Orosz, dem amtierenden Oberbürgermeister Ronald Krause, dem Vereinsvorstand, Trainern und Elternbeirat stattfinden.
ESW-Geschäftsführer Matthias Broda sieht den Spielbetrieb für einige Nachwuchsmannschaften und das Frauenteam gefährdet und versteht die Entscheidung der Stadtverwaltung nicht: „Man kann ja nicht nur von der Sportstadt Weißwasser reden. Die Turnhallenzeiten sind so schon knapp, und jetzt soll von heute auf morgen wieder eine geschlossen werden!“ Außerdem, so Broda weiter, arbeite man in einer Arbeitsgruppe des Stadtrates an einem Konzept für den Oberlausitzer Sportpark und „da sollte die Verwaltung eine so wichtige Entscheidung bezüglich des Verwaltungsgebäudes nicht allein treffen, sondern der Stadtrat“.
Außerdem, so ein weiterer Kritikpunkt, sei die Zahl von 50 000 Euro, die man pro Jahr durch eine Schließung des Gebäudes im Stadthaushalt einsparen will, gar nicht belegt. „Wir hatten die Auflage, in diesem Jahr 60 000 Euro einzusparen, was uns schon durch die Senkung von Personalkosten gelungen ist“, fügt der Oberbürgermeister-Kandidat Broda hinzu.
Füchse-Manager Dr. Klaus Dietze sieht einen ganzen Komplex von Problemen, die berücksichtigt werden müssten: „Natürlich muss die Stadt Mittel einsparen, will aber auch den Eissport Weißwasser in seiner Gesamtheit erhalten. Die Profiabteilung wird durch die Stadt übrigens nicht gesponsort, die trägt sich wirtschaftlich allein.“
Man müsse auch berücksichtigen, dass vom Eissport in Weißwasser viele kleine Unternehmer partizipieren, außerdem 30 Mitarbeiter ihre Arbeit hier hätten, sagt Dietze. Und die Belastung des Eissport-Komplexes gäbe es auch ohne die Profis.
Veräußere man das Gebäude an einen externen Betreiber, der es dann nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten betreiben müsse, sei das auch ein Risiko für den Eissport. Dann sei es besser, der ES Weißwasser betreibe das Gebäude weiter. „Um das einschätzen zu können, muss man aber erst einmal die Kosten wissen und wieviel Zuschuss die Stadt geben kann. Dann kann man ein Konzept erarbeiten, und dafür brauchen wir Zeit“, erklärt Dietze. Auch um die soziale Funktion, die der Eissport Weißwasser in der Stadt erfülle, weiter wahrnehmen zu können, müsse der Prozess des Miteinanders von Stadt und Verein weitergehen.
Die Stadt will aus Kostengründen das Verwaltungsgebäude am Eisstadion leer ziehen. Der Mietvertrag mit dem ES Weißwasser wurde zum 1. September gekündigt. Der Verein erreichte einen Aufschub bis zum 1. Oktober. Auf einer eigens anberaumten Pressekonferenz nahm der ESW jetzt auch öffentlich Stellung.
Hinnehmen will der Verein die Schließung so einfach nicht. Der Vereinsvorsitzende Ludwig Thomaschk: „Die Schließung des Gebäudes ist der falsche Weg. Wir brauchen das Gebäude, vor allem die Umkleidekabinen, für den Spielbetrieb. Die Turnhalle wird von uns auch genutzt. Steht das Gebäude leer, droht Vandalismus.“ Das wäre auch einer späteren Übernahme durch den Verein oder einen externen Betreiber nicht zuträglich.
Der Verein unterbreitet der Stadt deshalb einen Kompromissvorschlag: Das Gebäude soll zumindest bis zum Frühjahr weiter betrieben werden. Der Verein will inzwischen einen Weg finden, das Gebäude zu übernehmen – freilich mit einem festen Betriebskostenzuschuss durch die Stadt, wie eine SZ-Nachfrage ergab. Um darüber zu diskutieren, soll noch im September eine Gesprächsrunde möglichst mit den Fraktionsvorsitzenden des Stadtrates, der ehemaligen Oberbürgermeisterin Helma Orosz, dem amtierenden Oberbürgermeister Ronald Krause, dem Vereinsvorstand, Trainern und Elternbeirat stattfinden.
ESW-Geschäftsführer Matthias Broda sieht den Spielbetrieb für einige Nachwuchsmannschaften und das Frauenteam gefährdet und versteht die Entscheidung der Stadtverwaltung nicht: „Man kann ja nicht nur von der Sportstadt Weißwasser reden. Die Turnhallenzeiten sind so schon knapp, und jetzt soll von heute auf morgen wieder eine geschlossen werden!“ Außerdem, so Broda weiter, arbeite man in einer Arbeitsgruppe des Stadtrates an einem Konzept für den Oberlausitzer Sportpark und „da sollte die Verwaltung eine so wichtige Entscheidung bezüglich des Verwaltungsgebäudes nicht allein treffen, sondern der Stadtrat“.
Außerdem, so ein weiterer Kritikpunkt, sei die Zahl von 50 000 Euro, die man pro Jahr durch eine Schließung des Gebäudes im Stadthaushalt einsparen will, gar nicht belegt. „Wir hatten die Auflage, in diesem Jahr 60 000 Euro einzusparen, was uns schon durch die Senkung von Personalkosten gelungen ist“, fügt der Oberbürgermeister-Kandidat Broda hinzu.
Füchse-Manager Dr. Klaus Dietze sieht einen ganzen Komplex von Problemen, die berücksichtigt werden müssten: „Natürlich muss die Stadt Mittel einsparen, will aber auch den Eissport Weißwasser in seiner Gesamtheit erhalten. Die Profiabteilung wird durch die Stadt übrigens nicht gesponsort, die trägt sich wirtschaftlich allein.“
Man müsse auch berücksichtigen, dass vom Eissport in Weißwasser viele kleine Unternehmer partizipieren, außerdem 30 Mitarbeiter ihre Arbeit hier hätten, sagt Dietze. Und die Belastung des Eissport-Komplexes gäbe es auch ohne die Profis.
Veräußere man das Gebäude an einen externen Betreiber, der es dann nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten betreiben müsse, sei das auch ein Risiko für den Eissport. Dann sei es besser, der ES Weißwasser betreibe das Gebäude weiter. „Um das einschätzen zu können, muss man aber erst einmal die Kosten wissen und wieviel Zuschuss die Stadt geben kann. Dann kann man ein Konzept erarbeiten, und dafür brauchen wir Zeit“, erklärt Dietze. Auch um die soziale Funktion, die der Eissport Weißwasser in der Stadt erfülle, weiter wahrnehmen zu können, müsse der Prozess des Miteinanders von Stadt und Verein weitergehen.
(Von Frank Thümmler)
Quelle: sz-online