Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Höchstadter EC überzeugt trotz 1:2-Heimniederlage
06.10.2003 | 13:30 Uhr von
Zum ersten Mal in dieser Saison herrschte echte Eishockey-Stimmung im Stadion am Kieferndorfer Weg. Je länger die Partie dauerte, desto mehr tauten die HEC-Fans auf, und am Ende waren sie begeistert von ihrer Mannschaft, auch wenn diese als Verlierer das Eis verließen. „Steht auf, wenn ihr aus Höchstadt seid“, sangen die HEC-Anhänger begeistert - das hörte man schon lange nicht mehr im Oval.
Der Funke sprang diesmal von der Spielfläche auf die Zuschauerränge über - denn das „Alligators“-Team bot eine couragierte und kämpferisch starke Vorstellung, die die Besucher immer mehr mitriss. „Alle haben gekämpft. Das war ein Unterschied wie Tag und Nacht im Vergleich zum Spiel in Dresden. Die Besprechung hat offenbar Wirkung gezeigt. Über diese Niederlage darf man nicht traurig sein, denn die Leistung hat gestimmt“, lobte HEC-Trainer Viktor Lukes nach Spielende seine Mannschaft. Die Mittelfranken verzichteten wie schon am Freitag auf die Dienste von Jay McNeill. Die Trennung vom Kanadier wird damit immer wahrscheinlicher. Der Neuzugang absolvierte bislang vier Partien für den HEC, beim fünften wäre eine Abgabe von 1500 Euro an den Verband (Reindl-Modell) fällig. Dieses Geld will sich der Verein laut Präsident Axel Rogner angesichts der dürftigen Leistungen des Kanadiers aber sparen. Hinzu kommt, dass die Höchstadter nach der Verpflichtung von Stanislav Vernikov, der am Freitag im Heimspiel gegen die Berlin Capitals erstmals spielberechtigt ist, nun sechs Kontingentspieler unter Vertrag haben. Da nur fünf Akteure dieser Art pro Verein spielen dürfen, scheint eine Trennung von Mc Neill nur eine Frage der Zeit zu sein.

Gegen den ES Weißwasser musste Coach Lukes sein Team schon im ersten Drittel umstellen, da der ohnehin angeschlagene Gert Heubach schon früh verletzungsbedingt wieder vom Eis musste. So wurde Johannes Oeser zum Verteidiger umfunktioniert, seinen Platz in der dritten Angriffsreihe nahm Thorsten Gräbner ein. Die Gäste aus Sachsen begannen stark, aber HEC-Torwart Tobias Güttner, neben dem bärenstarken Verteidiger Martin Stelcich gestern herausragend in einem gut harmonierenden Team, war wieder der Fels in der Brandung. Die Heimmannschaft stand in der Abwehr kompakt, ließ den Gegner kommen und suchte sein Heil im Kontern. Die Stürmer hatten aber ihr Visier nicht richtig eingestellt. Marty Goulet, Jan Barta und Zbynek scheiterten am ebenfalls starken Lausitzer Keeper Sebastian Elwing. In der Schlussminute des ersten Drittels mussten die Höchstadter das 0:1 durch Kulabuchov hinnehmen, der im Nachschuss traf. Kukacka vergab fast im Gegenzug die große Chance zum Ausgleich.

Im zweiten Abschnitt kam mehr und mehr die Kulisse ins Spiel. Die Höchstadter bekamen Oberwassser und drängten auf den Ausgleich. Nach einem Stockstich gegen Stanislav Rosa bekam Torsten Hanusch eine fünfminütige Strafe aufgebrummt (26.), über die sich sein Teamkollege Boris Fuchs derart erregte, dass er eine Spieldauerstrafe erhielt. Weißwasser geriet in Unterzahl nun stark in Bedrängnis, aber mehr als ein Pfostentreffer von Rosa (29.) sprang nicht heraus. Nachdem auch Jan Barta zwei Chancen verstreichen ließ, schlugen die Lausitzer in der 33. Min. eiskalt zum 0:2 durch André Mücke zu. Vier Minuten später fiel aber nach einem Konter über Jakub Volek und Michael Pastika der Ausgleich, Torschütze war Rosa.

Im Schlussabschnitt waren die Gastgeber dem Ausgleich mehrmals nahe, der ES Weißwasser versuchte es nur noch mit Distanzschüssen, weil anders kein Durchkommen gegen die Höchstadter Abwehr war. In der Schlussphase wurde Torwart Ellwing zum Held seiner Mannschaft, ihm hatten es die Sachsen zu verdanken, dass sie die Heimfahrt mit drei Punkten im Gepäck antraten. „Wir hatten heute Probleme, Tore zu machen“, gab Gästetrainer Horimyr Sekera zu, während sich Lukes für die Zukunft wünschte, „dass meine Stürmer noch mehr Torhunger entwickeln.“

Quelle: Fränkischer Tag
463 mal gelesen
 
1 | 3liter | 06.10.2003 @ 18:36
was haben die denn für ein Spiel gesehen? Mit der Höchstädter Defensivarbeit kan man ja noch mitgehen. Aber Grenzwert bezüglich Qualität und Quantität der Angriffe geht ja wohl eindeutig gegen null.
2 | Dör Limes | 08.10.2003 @ 12:56
Wie jetzt GRENZWERT ?
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