Auch die Gesundheit eines Geschäftsführers kennt ihre Grenzen. Noch dazu, wenn es sich um den harten Job eines Geschäftsführers bei den Weißwasseraner Eishockey-Profis handelt. René Reinert musste sich ein paar Tage ins Bett legen. Nun wird gerätselt, ob ihn die harsche Kritik des Weißwasseraner Oberbürgermeisters Hartwig Rauhso schwer zu schaffen macht. Der Schlag unterhalb der Gürtellinie sollte einem Eishockeymann allerdings nicht so sehr zu schaffen machen, zumal er die Solidarität von Unternehmerkollegen erfuhr. Diese gingen sogar noch einen Schritt weiter und forderten den Oberbürgermeister zum Rücktritt auf. ...weiter
Lars Müller verlässt die Füchse
13.04.2006 | 05:33 Uhr von
Publikumsliebling beklagt fehlende Perspektive / Vattenfall verlängert Vertrag
Die Lausitzer Füchse müssen beim geplanten Neuaufbau einen schmerzlichen Verlust hinnehmen: Publikumsliebling Lars Müller informierte gestern Geschäftsführer René Reinert, dass er das Angebot nicht annehmen und Weißwasser verlassen wird.
«Es war die schwerste Entscheidung meiner Karriere. Ich habe mich gegen die Füchse entschieden, weil ich in der vergangenen Saison einfach zu viele Enttäuschungen rund um das Eishockey in Weißwasser erlebt habe» , sagte Müller der RUNDSCHAU.
Zudem beklagte der 28 Jahre alte Stürmer die fehlende sportliche Perspektive im Fuchsbau. «Der Abstiegskampf hat viel Substanz gekostet. Ich weiß nicht, ob ich die Kraft hätte, gleich wieder eine solche Saison durchzustehen» , meinte der gebürtige Weißwasseraner, der die stark verjüngte Mannschaft als Kapitän anführen sollte. ...weiter
Das Licht bleibt im Fuchsbau an
12.04.2006 | 22:59 Uhr von
Der Fuchsbau lebt. Zwar sitzt derzeit eine Mahnung im Rücken. Aber das soll sich klären – und Vattenfall ist auch da.
Das Licht geht nicht aus im Weißwasseraner Fuchsbau – zumindest nicht so schnell. Gestern flatterte beim ES Weißwasser eine Mahnung von den Stadtwerken ins Haus, mit der Forderung, Rechnungen von rund 80 000 Euro zu begleichen. „Die haben ganz schön Druck gemacht“, bestätigt der ESW-Vorsitzende Dirk Rohrbach. Man habe sich letztlich darauf geeinigt, bei einem Treffen am Dienstag nach einer einvernehmlichen Lösung zu suchen. ...weiter
Eisport-Verein steht bei Stadtwerken in der Kreide
12.04.2006 | 21:47 Uhr von
Beim Eissport Weißwasser könnten schon in Kürze buchstäblich die Lichter ausgehen. Der Verein schuldet den Stadtwerken 80.000 Euro. Das hat Vereins-Präsident Dirk Rohrbach LAUSITZ107PUNKT6 bestätigt. Es geht um offene Forderungen im Zusammenhang mit der Betreibung der Eishalle... Vereins-Präsident Dirk Rohrbach hören
Energieversorger verlängert Sponsorenvertrag um drei Jahre
Vattenfall Europe Mining & Generation und die Lausitzer Füchse bleiben auch in den kommenden drei Jahren Partner. Der neue Vertrag wurde am Mittwoch, den 12. April 2006, durch den Sprecher des Vorstandes von Vattenfall Europe Mining & Generation, Reinhardt Hassa, und den Geschäftsführer der Lausitzer Füchse, René Reinert, unterzeichnet. ...weiter
Einer, der für den Eissport brennt
12.04.2006 | 13:02 Uhr von
Wolfgang Stiehler, EHC-Mit-Gesellschafter
Dr. Wolfgang Stiehler (62) ist einer der Unterzeichner des offenen Briefes, in dem Unternehmer aus der Region den Rücktritt von Weißwassers Oberbürgermeister Hartwig Rauh fordern (die RUNDSCHAU berichtete).
Was bewog den Halbendorfer, seinen Namenszug unter diese Forderung zu setzen? ...weiter
Weißwasser dreht Füchsen den Hahn ab
12.04.2006 | 08:34 Uhr von
Ausgelassen und froh tanzten Fans und Spieler der Lausitzer Füchse in Weißwassers Eissporthalle. Sie legten am Sonntagabend im Fuchsbau eine heiße Sohle hin, bis der Boden zu ihren Füßen taute. Der schmolz hauptsächlich, weil nach der Schluss-Sirene des letzten Saisonspiels die Kältemaschinen abgestellt wurden. „Strom ist teuer, auch wenn der Energie-Riese Vattenfall zu unseren treuen Sponsoren gehört“, erklärte Füchse-Geschäftsführer Rene Reinert. Die Kassen im Fuchsbau sind chronisch leer. Vor Wochen drehte der Stadtrat den Geldhahn weiter zu, kürzte Zuwendungen an die Spielbetriebs-Gesellschaft. Damit fallen weitere 200 000 Euro weg. Mit dem 3:0 gegen München schaffte der nordsächsische Traditionsverein in letzter Sekunde den sportlichen Verbleib in Liga zwei. Auch wirtschaftlich zieren die Füchse das Tabellenende. Für die neue Spielzeit reduzierte sich der Etat von 1,6 Millionen auf 800 000 Euro. Wolfsburg verfügt im Vergleich dazu über ein Acht-Millionen-Budget. ...weiter
Wie geht es weiter in Sachen Eishockey?
11.04.2006 | 21:40 Uhr von
Hans-Joachim Ladusch aus Weißwasser:
Zu den letzten Presseveröffentlichungen möchte auch ich meine Meinung kund tun: Der Eishockeysport in Weißwasser muss mit einer schlagkräftigen Profitruppe und den Nachwuchsabteilungen weiter bestehen. Woher sollte sonst der Nachwuchs unmittelbare Vorbilder nehmen? Nur den Nachwuchs zu fördern, bedeutet auf lange Sicht das Aus für den Eishockeysport in Weißwasser. OB Rauh darf es nicht gelingen, das Aushängeschild Weißwassers zu zerstören. Seine Haltung ist unaufrichtig und undurchsichtig. Wer nichts zu verbergen hat, braucht auch die Öffentlichkeit nicht zu scheuen, wie in der letzten Stadtratssitzung geschehen. Fakt ist, dass der Staatskasse 25 bis 35 Arbeitslose weit mehr kosten als der jährliche Zuschuss. Die ideelle Seite ist noch weit folgenschwerer. Fakt ist aber auch, dass die Grabenkämpfe zwischen EHC, ESW und der Profiabteilung aufhören müssen. Hierin sollte der neue Beirat neben der Sponsorentätigkeit seine Hauptaufgabe sehen. Ich vermisse auch die Stellungnahme der im Stadtrat vertretenen Parteien und Vereinigungen. Nur die CDU scheint mit Herzblut für den Eishockeysport zu stehen. Da Weißwasser aber weitere Probleme zu schultern hat (Volkshaus, Tagebau) wäre es wünschenswert, wenn OB Rauh endlich seine Wahlversprechen (mehr Bürgernähe, Bürgerforen) einhält. Es geht nicht darum, die Öffentlichkeit auszusperren, sondern diese in die Aufgabenlösung einzubeziehen. Dass jeder sein eigenes Süppchen kocht, darf so nicht weitergehen.
Sportpolitik. Firmenleute der Region forderten den Rücktritt Hartwig Rauhs. Der führt die Vorwürfe auf Missverständnisse zurück.
Da war er nun, der Klassenerhalt für die zweite Liga. Die Fans der Lausitzer Füchse lagen sich in den Armen, die Puckjäger atmeten nach dem rasanten Spiel am Sonntag tief durch – und einige Unternehmer forderten Oberbürgermeister Hartwig Rauh zum Rücktritt auf. Davon erfuhr der jedoch erst am Montag in der Zeitung. „Ich war nicht im Stadion, bin aber vor Spannung fast ins Radio gekrochen“, sagte Rauh am Montag. Der Sieg sei eine wunderschöne Sache – und das sauber gehaltene Füchsetor nun der „Zuckerguss“ zum Saisonfinale. ...weiter
Fiebrig
11.04.2006 | 00:20 Uhr von
Gönnen wir uns zwei Sichtweisen auf die Ereignisse um das vergangene und saisonletzte Füchsespiel – mit Jubel und plötzlich hochkochender Politik.
Die erste: Der Oberbürgermeister hätte es gerne gesehen, wenn die Füchse den Klassenerhalt nicht per Sieg geschafft hätten. Zu den finanziellen Schwierigkeiten des Eissports kämen spielerische. So etwas kann kein Aushängeschild der Region sein. Wer den Füchsen nun die Förderung verwehrt, ist dann nicht mehr automatisch der Buhmann.
Die zweite Deutung: Der Oberbürgermeister fiebert bei den Spielen mit – weil er um den Erhalt des Eissports bibbert. Der hat ja Weißwasser bekannt gemacht. Verlieren die Füchse, verliert die Stadt ein Aushängeschild und das Selbstvertrauen so mancher Einwohner. Das ist für einen Politiker nicht so gut.
Was ist richtig? Ob der OB für die Füchse fiebert, ist seine Sache. Seine politischen Entscheidungen und Äußerungen müssen lediglich offen, deutlich und fair bleiben. Dies sehen einige Fuchsfreunde derzeit nicht. Es ist höchste Zeit, dass alle ihre Karten offen ausspielen.