Bei den Lausitzer Füchsen in Weißwasser läuft die Suche nach einem Nachfolger für den am Dienstag beurlaubten Chefcoach Horymir Sekera auf vollen Touren. Eine Entscheidung vor dem Wochenende ist laut René Reinert aber eher unwahrscheinlich.
«Ich gehe davon aus, dass Torsten Hanusch als Interimstrainer auf der Bank sitzen wird. Zumal er in dieser Woche ja auch das Training leitet» , sagt der Geschäftsführer der Füchse vor der Heimpartie morgen Abend gegen die Landshut Cannibals (19.30 Uhr) und dem Auswärtsspiel am Sonntag bei den Eisbären Regensburg (18.30 Uhr).
Ist Hanusch, der jahrelang als Verteidiger im blau-gelben Trikot seine Belastbarkeit unter Beweis gestellt hat, möglicherweise sogar mehr als nur eine Übergangslösung? «Ich bin grundsätzlich für alles offen. Es hängt viel davon ab, wie er und die Mannschaft sich jetzt präsentieren. Zumindest im Training ist ein deutlicher Ruck spürbar» , betont Reinert.
Nächträglich Alles Gute, Gesundheit und viel Glück für die nächsten schweren Tage wünscht das HP Team unserem neuen Interimscoach Torsten Hanusch, welcher am gestrigen Tage seinen 37.Ehrentag feierte.
Am heutigen Tage begeht unsere Chef und HP Gründungsmitglied Sven Schimanski seinen 33. Geburtstag. Das gesamte HP Team und deren Anhang wünschen im Alles Gute, Viel Glück und Gesundheit für die Zukunft.
Weißwasser. Erwartungsgemäß haben sich die Lausitzer Eishockeyfüchse nach sechs Niederlagen in Folge zum Saisonstart von Trainer Horymir Sekera getrennt. Am 21. November 2002 hatte der Tscheche den Posten in Weißwasser übernommen. Er konnte danach weder den Abstieg in die Oberliga verhindern, noch wurde der angestrebte Wiederaufstieg in Liga zwei auf sportlichem Wege geschafft. Allerdings spielten die Füchse nach der Rückkehr in die 2. Bundesliga am Grünen Tisch im letzten Jahr eine unerwartet starke Saison und erreichten sogar die Play-offs.
Dafür ging nach äußerst erfolgreicher Vorbereitung der Start in die neue Spielzeit komplett in die Hose. "Es waren sicherlich 15 bis 20 kleine Dinge, die uns in die jetzige Lage gebracht haben. Wir hatten aber das Gefühl, dass der Trainer das Ruder nicht mehr herumreißen kann", begründet EHC-Geschäftsführer René Reinert die Entscheidung, Horymir Sekera zunächst zu beurlauben. Der 56-Jährige akzeptiert die Suspendierung: "Es ist verständlich, dass durch einen Trainerwechsel der Mannschaft neue Impulse gegeben werden sollen. Die Truppe hat Potenzial, davon bin ich nach wie vor überzeugt. Was momentan fehlt, ist das Selbstvertrauen."
Der Abschied lag in der Luft. Die 1:2-Heimniederlage gegen Freiburg war für Horymir Sekera das letzte Spiel hinter der Füchse-Bande. Die Weißwasseraner stehen sind mit nur einem Punkt aus sechs Spielen Schlusslicht der 2. Eishockey-Bundesliga und haben schon sieben Punkte Rückstand auf den angestrebten achten Platz. Deshalb zogen die Gesellschafter um Geschäftsführer René Reinert jetzt die Reißleine. Nachdem sie am Montagabend noch beteuert hatten, die Situation zuerst zu beraten, wurde gestern Morgen „alles schriftlich besiegelt“, wie Reinert erklärt.
Ex-Trainer Sekera zeigte sich von der Entscheidung nicht überrascht: „So ist das nun mal im Sport. Wir hatten keinen guten Start, die Ergebnisse waren schlecht, also musste ich diese Reaktion voraussehen.“ Psychologischer Druck, Frust, Nervosität und Hektik seien immer größer geworden. „Ein Erfolgserlebnis – und das Selbstvertrauen wäre zurück“, sagt Sekera, der nach eigenem Bekunden keine Bitterkeit verspürt. Nur darüber, ob die Mannschaft hinter ihm gestanden hat, wollte er nichts sagen. Schließlich habe man sich fair getrennt und versprochen, keine schmutzige Wäsche zu waschen. ...weiter
Gestern um 11.08 Uhr verkündeten die Lausitzer Füchse die erwartete Personalie: Chefcoach Horymir Sekera wurde beim Tabellenletzten der 2. Eishockey-Bundesliga beurlaubt. Neuer Hoffnungsträger ist der Weißwasseraner Ex-Profi Torsten Hanusch, der als Interimstrainer die Mannschaft auf die Wochenend-Spiele vorbereitet. Parallel dazu sind die Füchse auf der Suche nach einem neuen Chefcoach.
Die Gesellschafter der Spielbetriebs-GmbH zogen mit der Beurlaubung die Konsequenzen aus der Talfahrt der vergangenen Wochen. Nach sechs Niederlagen rutschte der Traditionsverein auf den letzten Tabellenplatz ab. «Trotz der intensiven Ursachenforschung gab es am vergangenen Wochenende wieder zwei Niederlagen. Deshalb mussten wir diesen Schritt jetzt gehen» , erklärte Füchse-Geschäftsführer René Reinert und nahm gleichzeitig die Mannschaft in die Pflicht: «Wir hoffen, dass die Spieler dadurch den entscheidenden Impuls bekommen.» Hier die Chronologie der Ereignisse im Fuchsbau.
Gesellschafter ziehen nach sportlicher Talfahrt KonsequenzenDie Lausitzer Füchse haben am gestrigen Abend Trainer Horymir Sekera beurlaubt. Nach zuletzt sechs Niederlagen in Folge entschieden sich die Gesellschafter des Eishockey-Zweitligisten zu diesem Schritt. Die Mannschaft ist am Vormittag über diese Entscheidung informiert worden. Bis auf weiteres wird Co-Trainer Torsten Hanusch das Team betreuen. Pressemitteilung Lausitzer Füchse
Nach der sechsten Niederlage in Folge am Sonntag mit dem 1:2 gegen die Wölfe Freiburg spitzen sich die Ereignisse bei den Lausitzer Füchsen in Weißwasser weiter zu. Gestern Abend gab es ein kurzfristig anberaumtes Krisengespräch zwischen Geschäftsführer René Reinert und Trainer Horymir Sekera in der Eishalle. Nach RUNDSCHAU-Informationen stehen die an das Tabellen-Ende der 2. Liga abgestürzten Füchse und der 56 Jahre alte Coach aus Tschechien kurz vor der Trennung. Heute will der Verein eine Entscheidung bekanntgeben.
«Die sportliche Bilanz ist mit nur einem Punkt aus sechs Spielen eine Katastrophe. Deshalb haben wir die Pflicht, alle Möglichkeiten in Erwägung zu ziehen, wie wir den Erfolg zurückholen können» , sagte Reinert auf Nachfrage der RUNDSCHAU. Und dazu gehöre auch die Position des Trainer. Vor einer Woche hatte der Füchse-Geschäftsführer sich noch ausdrücklich vor Sekera gestellt. Doch die beiden Niederlagen am zurückliegenden Wochenende haben die Krise im Fuchsbau dramatisch verschärft. Über das Ergebnis des gestrigen Krisengesprächs wurde von beiden Seiten Stillschweigen vereinbart. «Wir möchten noch eine Nacht darüber schlafen» , sagte Reinert gestern Abend.
6.Spiel, 6.Niederlage. Selten starteten die Lausitzer Füchse so schlecht in die Saison, wie in die Saison 2005/2006. Fans und Verantwortliche zerbrechen sich in diesen Tagen den Kopf über das „Warum“, eine allgemeingültige Antwort dürfte es aber wohl nicht geben. Blicken wir doch einmal zurück... Als Nachrücker am "Grünen Tisch" spielten die Füchse unter Coach Sekera eine Traumsaison, die mit dem vorzeitigen Klassenerhalt, sprich Play-Off Einzug gekrönt wurde. Eben dieser Coach steht nun unter dem Beschuß der Fans. Ihm werden taktische Fehler zur Last gelegt, insbesondere die Reihenrotation. Was soll ein Trainer aber machen, wenn die Leistungsträger der letzten Saison auf der Suche nach der Form derselben sind? Laut unbestätigten Berichten soll Coach Sekera sogar seinen „Schmusekurs“ gegenüber der Mannschaft aufgegeben haben, in der Kabine soll es öfters entsprechend laut geworden sein. Trauriger Höhepunkt sicherlich die Aktion, als der Coach einen Mülleimer über seinem Kopf entleerte und sinngemäß zum Team meinte, wenn es wolle, daß er sich zum Clown macht, könnte es dies schon in der Kabine haben. Es sollten sich aber auch mal die Spieler fragen, ob sie alles zum Erfolg der Füchse versuchen beizutragen... Speziell 2 Leistungsträger der letzten Saison sollten einmal überlegen, ob der Kampf um die Vormachtstellung im Team nicht dem Erfolg des selben abträglich ist. Wer heute und die letzten Spiele in der Halle war, weiß wer gemeint sein könnte...
Im Sommer haben viele Fans ihr letztes Hemd für den Erhalt des Eissportes in Weißwasser gegeben und müssen nun mit anschauen, wie das Team die Halle leer spielt. Ohne entsprechende Zuschauereinnahmen, kein Überleben der Füchse, oder wo sind die neuen Sponsoren, die das Eishockey in WSW längerfristig sichern?
Viele (Spieler, Fans, Verantwortliche) haben sich sicherlich auch von der ergebnismäßig guten Vorbereitung blenden lassen, aber seien wir doch mal ehrlich, bis auf das Krefeld-Spiel war es nur Augenwischerei. Das Köln-Spiel kann man bei dem Benefizcharakter des Spiels, nicht als ernsten Leistungstest zu Rate ziehen. Und warum man 2 Spiele gegen das ambitionierte Oberligateam der Hannover Indians ausfallen ließ, um dafür gegen die Eisbären Juniors zu testen, verschließt sich dem Auge des Betrachters.
Am nächsten Wochenende kann es passieren, daß man nach den Spielen gegen Landshut & Regensburg immer noch das Tabellenende ziert, aber will man solange warten??? Verantwortliche und Spieler sollten diese Woche noch einmal in Klausur gehen und versuchen, einen klaren Kopf zu bekommen. Ein Trainerwechsel liegt mir (noch) fern, eher sollte die Mannschaft jetzt in Vorleistung gehen, um zu versuchen, den verloren gegangenen Kredit bei IHREN Fans zurück zu gewinnen. Bei allen Emotionen sollte man nämlich nicht vergessen, daß ein Trainerwechsel auch Geld kostet und wir bekanntlich finanziell nicht auf Rosen gebettet sind. Auch die Fans sollten noch einmal der Mannschaft eine Chance geben und zahlreich erscheinen und das Letzte aus sich herausholen. Traurig ist es nämlich, daß Lars Müller (mit der einzige, dem man es leistungsmäßig zugestehen konnte) die Fans animieren mußte, das Team anzufeuern. Und der Trainer sollte auch mal über seinen Schatten springen und der "Jugend forscht"-Abteilung eine faire Chance geben und Leute die ihn enttäuschen oder offensichtlich formschwach sind, auch mal auf die Tribüne zu setzen.
Füchse gehen gegen Badenser baden
02.10.2005 | 22:42 Uhr von
Mit 1:2 (0:0,0:2,1:0) verloren die Füchse heute Abend ihr 6.Spiel in Folge. Sah man die ersten 10 Minuten des Spiels noch couragierte Füchse, so änderte sich dies im Laufe der Partie. Die sehr defensiv eingestellten Gäste konnten ein spielerisches Gleichgewicht erzielen und mit nadelstichartigen Kontern, den von Ronny Glaser gehüteten Kasten in Gefahr bringen. In der 27.Minute war es dann endlich soweit. Ein leichtfertiger Puckverlust in eigener Überzahl ermöglichte Tim Smith einen Alleingang, den er gekonnt mit einem Schuß über Glasers Schulter abschloß. Die Füchse brachen danach völlig auseinander. So wunderte es keinen, daß die Wölfe in der 30.Minute in Überzahl ihre Führung ausbauen konnten. Wiederum Tim Smith profitierte von der guten Arbeit seines Teams. 2 Stürmer zogen vors Tor, banden ihre Gegenspieler und Tim Smith konnte unbehelligt bis 1m vor Glaser laufen und ihm den Puck zwischen den Beinen durch schieben. Nach diesem Tor kam dann auch endlich die 4.Sturmreihe ins Spiel und konnte für Entlastung sorgen. Bezeichnend, daß nach dem 2.Drittel die Namen Ostwald & Mücke bei der Lausitzer Rundschau ganz oben standen, als es um die Auszeichnung der besten Spieler ging. Auch eine Art, der Mannschaft eine Watsch´n zu verpassen... Im letzten Drittel ordnete Coach Sekera seine Reihen wieder einmal neu, er ging zu den Vorbereitungsreihen zurück. Diese Umstellung tat den Füchsen zeitweise gut, denn Morgan Warren konnte in der 52.Minute einen Überzahlangriff gekonnt abschließen. Danach passierte aber leider nicht mehr viel, auch die Herausnahme des Torhüters für einen sechsten Feldspieler brachte nichts zählbares. Zur "Feier" des Tages übernahmen die Füchse noch die "Rote Laterne" vom EHC München...