
Ist es nicht scheinheilig, fragte Heidemarie Knoop von der PDS, den Haushalt von Weißwasser abzulehnen, obwohl die Stadt nach zähen Gesprächen sich mit 110 000 Euro am Eishockeysport beteiligt?
Landrat Lange wies diese Charakterisierung zurück. Der Haushalt ist sehr wohl genehmigungsfähig. Aber im Konsolidierungskonzept finden sich Zahlen und Erläuterungen, die dem Landratsamt so nicht bekannt waren. Da gibt es Klärungsbedarf.
Ende Juni hatte der Stadtrat von Weißwasser beschlossen, sich noch einmalig mit 110 000 Euro an der Finanzierung des Eissportes zu beteiligen.
Der Zeitraum für die vom Regierungspräsidium und dem Landkreis geforderte Konsolidierung des Haushaltes der Stadt, sollte daraufhin um ein Jahr auf 2008 gestreckt werden.
Bereits Ende 2004 hatte die Stadt Weißwasser entschieden, sich gänzlich aus der Finanzierung des Eissportes zurückzuziehen.
Daraufhin kam es zu einer bisher nicht gekannten Protestwelle von Freunden des Eishockeys in der Stadt. Danach kam der Rückzug und die noch einmalige Förderung.
Quelle: Sächsische Zeitung Lokalteil WSW vom 21.09.2005