Weißwasser gewinnt das dritte Duell gegen die Dresdner Eislöwen 4:1 und spielt morgen in München.
Die Lausitzer Füchse entscheiden das Sachsenderby in den Pre-Playoffs der 2.Bundesliga für sich. Im dritten Spiel gewannen die Weißwasseraner gestern Abend gegen die Dresdner Eislöwen mit 4:1 und stehen damit im Viertelfinale.
Für die Eislöwen ist die Saison beendet. „In den Pre-Playoffs waren Kleinigkeiten entscheidend“, meinte der Dresdner Coach Thomas Popiesch, der dem Gegner freundlich gratulierte, aber seine Enttäuschung nicht verbergen konnte. „Unser Kader ist relativ klein. Deshalb hat uns hinten raus die Spritzigkeit gefehlt“, sagte der 44-Jährige. In der starken Anfangsphase seiner Mannschaft habe Füchse-Keeper Jonathan Boutin mehrfach sehr gut gehalten. In der siebenten Minute hatte Alexej Dmitriev dem Kanadier zwar den Puck sogar schon durch die Beine geschoben, aber die Scheibe rutschte zehn Zentimeter am Pfosten vorbei. Das am Ende klare Ergebnis spiegelt die umkämpfte Partie tatsächlich nicht wider. Wie schon in den ersten beiden Duellen lieferten sich beide Teams einen hitzigen Kampf mit extrem hohem Tempo, wobei die Dresdner diesmal einen Tick zu undiszipliniert begannen. Weißwasser konnte die drei Zeitstrafen in der Anfangsphase aber nicht nutzen. Und noch schlimmer: Als Carsten Gosdeck als „letzter Mann“ im Angriffsdrittel Dominik Bielke ausspielen wollte, eroberte sich der Dresdner Youngster den Puck, lief allein auf Füchse-Goalie Boutin zu und verwandelte. Auf der anderen Seite traf Mike Sullivan – aber nach Ansicht von Hauptschiedsrichter Roland Aumüller aus Planegg sprang der Puck vom Innenpfosten aus dem Tor. Die Füchse hatten schon den Ausgleich bejubelt.
Eine Sektdusche für den Trainer: Carsten Gosdeck (rechts) lässt sich das nach dem Viertelfinaleinzug nicht nehmen, Thomas Götz (links) steht die Freude ins Gesicht geschrieben.Foto: Gunnar Schulze
Im zweiten Drittel drehten die Lausitzer die Partie: Erst traf Sven Valenti nach Traumpass des überragenden Tepper und ließ Eislöwen-Keeper Kellen Briggs keine Chance. Danach vergaben die Füchse (Kruminsch, Tepper, Straube, Valenti) einige gute Chancen. Aber dann nutzte Danny Albrecht bei einer Vier-gegen-Vier-Situation – Tepper und Ziesche saßen in der Kühlbox – den Platz zum 2:1. Klenner hatte seinen Schuss geschickt verzögert, so dass Albrecht den Flachschuss ins Tor abfälschen konnte.
Vor 2697 Zuschauern, davon rund 500 aus Dresden, blieb es auch im letzten Spielabschnitt spannend, auch wenn den Gästen mehr und mehr die Kräfte schwanden. In der 46. Minute hatte Kruminsch die Vorentscheidung auf dem Schläger, hätte nach toller Vorarbeit von Lehnigk nur hoch ins leere Tor abschließen müssen, schoss aber flach, und ein Verteidiger war für den schon geschlagenen Briggs zur Stelle. Doch in der 55.Minute hatten die Dresdner Pech, dass ein Schuss von Rob Brown von der blauen Linie knapp vorbei ging.
Die „Füchse“ Marvin Tepper (r.) und Chris Straube jubeln vor den entsetzten Eislöwen-Fans über den vorentscheidenden Treffer zum 3:1 für Weißwasser. Fotos: Thomas Eisenhuth
Entscheidung kurz vor Schluss
Die Entscheidung fiel kurz vor Schluss, als den Eislöwen in Überzahl ein Fehlpass unterlief. Tepper scheiterte nach seinem Alleingang zwar an Briggs, aber Chris Straube staubte zum 3:1 ab. Danach musste Dresden alles riskieren, nahm den Torwart hinaus, Jarrett verlor den Puck erneut an Tepper, und der lief ganz allein und unter dem Jubel der Füchse-Fans auf das leere Dresdner Tor zu, spielte den Puck ganz lässig mit links ins Netz.
„Ich denke, unser Sieg war verdient“, stellte Füchse-Trainer Rohrbach fest: „Im ersten Drittel war ich überhaupt nicht zufrieden, aber mein Team hat sich in die Partie gekämpft und wirkte schon im zweiten Durchgang spritziger, agiler und couragierter.“
Schon morgen spielen die Weißwasseraner in der Runde „Best of seven“ zum ersten Mal beim Vorrundenzweiten EHCMünchen (doch nicht in Schwenningen, da sich im anderen Pre-Playoff der Tabellenzehnte Kaufbeuren durchgesetzt hatte). „Das wird für uns eine sehr schwere Aufgabe, aber kampflos geben wir uns mit Sicherheit nicht geschlagen“, blickte Füchse-Trainer Dirk Rohrbach voraus: „Unser Hauptziel hatten wir schon mit dem Klassenerhalt geschafft, die Spiele gegen Dresden waren das i-Tüpfelchen, und jetzt gucken wir mal, was noch so kommt.“
Eine Aufgabe für die Experten: Finde mindestens vier Fehler! In der Printausgabe in Görlitz waren noch viel mehr "Irrtümer" als nur vier enthalten... Bravo, SZ!
2 | Mozart | 23.03.2010 @ 00:17
Den Artikel habe ich auch online gelesen... ;-)
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Die Lausitzer Füchse entscheiden das Sachsenderby in den Pre-Playoffs der 2.Bundesliga für sich. Im dritten Spiel gewannen die Weißwasseraner gestern Abend gegen die Dresdner Eislöwen mit 4:1 und stehen damit im Viertelfinale.
Für die Eislöwen ist die Saison beendet. „In den Pre-Playoffs waren Kleinigkeiten entscheidend“, meinte der Dresdner Coach Thomas Popiesch, der dem Gegner freundlich gratulierte, aber seine Enttäuschung nicht verbergen konnte. „Unser Kader ist relativ klein. Deshalb hat uns hinten raus die Spritzigkeit gefehlt“, sagte der 44-Jährige. In der starken Anfangsphase seiner Mannschaft habe Füchse-Keeper Jonathan Boutin mehrfach sehr gut gehalten. In der siebenten Minute hatte Alexej Dmitriev dem Kanadier zwar den Puck sogar schon durch die Beine geschoben, aber die Scheibe rutschte zehn Zentimeter am Pfosten vorbei. Das am Ende klare Ergebnis spiegelt die umkämpfte Partie tatsächlich nicht wider. Wie schon in den ersten beiden Duellen lieferten sich beide Teams einen hitzigen Kampf mit extrem hohem Tempo, wobei die Dresdner diesmal einen Tick zu undiszipliniert begannen. Weißwasser konnte die drei Zeitstrafen in der Anfangsphase aber nicht nutzen. Und noch schlimmer: Als Carsten Gosdeck als „letzter Mann“ im Angriffsdrittel Dominik Bielke ausspielen wollte, eroberte sich der Dresdner Youngster den Puck, lief allein auf Füchse-Goalie Boutin zu und verwandelte. Auf der anderen Seite traf Mike Sullivan – aber nach Ansicht von Hauptschiedsrichter Roland Aumüller aus Planegg sprang der Puck vom Innenpfosten aus dem Tor. Die Füchse hatten schon den Ausgleich bejubelt.
Im zweiten Drittel drehten die Lausitzer die Partie: Erst traf Sven Valenti nach Traumpass des überragenden Tepper und ließ Eislöwen-Keeper Kellen Briggs keine Chance. Danach vergaben die Füchse (Kruminsch, Tepper, Straube, Valenti) einige gute Chancen. Aber dann nutzte Danny Albrecht bei einer Vier-gegen-Vier-Situation – Tepper und Ziesche saßen in der Kühlbox – den Platz zum 2:1. Klenner hatte seinen Schuss geschickt verzögert, so dass Albrecht den Flachschuss ins Tor abfälschen konnte.
Vor 2697 Zuschauern, davon rund 500 aus Dresden, blieb es auch im letzten Spielabschnitt spannend, auch wenn den Gästen mehr und mehr die Kräfte schwanden. In der 46. Minute hatte Kruminsch die Vorentscheidung auf dem Schläger, hätte nach toller Vorarbeit von Lehnigk nur hoch ins leere Tor abschließen müssen, schoss aber flach, und ein Verteidiger war für den schon geschlagenen Briggs zur Stelle. Doch in der 55.Minute hatten die Dresdner Pech, dass ein Schuss von Rob Brown von der blauen Linie knapp vorbei ging.
Entscheidung kurz vor Schluss
Die Entscheidung fiel kurz vor Schluss, als den Eislöwen in Überzahl ein Fehlpass unterlief. Tepper scheiterte nach seinem Alleingang zwar an Briggs, aber Chris Straube staubte zum 3:1 ab. Danach musste Dresden alles riskieren, nahm den Torwart hinaus, Jarrett verlor den Puck erneut an Tepper, und der lief ganz allein und unter dem Jubel der Füchse-Fans auf das leere Dresdner Tor zu, spielte den Puck ganz lässig mit links ins Netz.
„Ich denke, unser Sieg war verdient“, stellte Füchse-Trainer Rohrbach fest: „Im ersten Drittel war ich überhaupt nicht zufrieden, aber mein Team hat sich in die Partie gekämpft und wirkte schon im zweiten Durchgang spritziger, agiler und couragierter.“
Schon morgen spielen die Weißwasseraner in der Runde „Best of seven“ zum ersten Mal beim Vorrundenzweiten EHCMünchen (doch nicht in Schwenningen, da sich im anderen Pre-Playoff der Tabellenzehnte Kaufbeuren durchgesetzt hatte). „Das wird für uns eine sehr schwere Aufgabe, aber kampflos geben wir uns mit Sicherheit nicht geschlagen“, blickte Füchse-Trainer Dirk Rohrbach voraus: „Unser Hauptziel hatten wir schon mit dem Klassenerhalt geschafft, die Spiele gegen Dresden waren das i-Tüpfelchen, und jetzt gucken wir mal, was noch so kommt.“
Von Ronny Reddo und Maik Vogel
Quelle: Sächsische Zeitung vom 22.März 2010