Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Füchse schicken die Eislöwen in die Sommerpause
23.03.2010 | 11:47 Uhr von
„Wir sind stolz auf unser Team“ skandierten die Fans der Lausitzer Füchselautstark nach Spielende, als nach einem 4:1 gegen die Dresdner Eislöwen der zweite Viertelfinaleinzug in Folge perfekt war.
Auch das dritte Spiel der Pre-Play-Off-Serie war trotz des letztendlich klaren Ergebnisses eine wahnsinnig enge Partie, „die nur durch Kleinigkeiten entschieden wurde“, wie ein überglücklicher Füchse-Trainer Dirk Rohrbach nach Spielende resümierte. Die Partien gegen den Erzrivalen aus Dresden dürften aufgrund ihrer Intensität und der Herztropfen erfordernden Dramaturgie einen Spitzenplatz in der an Legenden reichen Geschichte des Weißwasseraner Eissports einnehmen.
Nach dem grandiosen Auftakt mit einer Spielzeit von über dreieinhalb Stunden und siegreichem Penaltykrimi, vergaben die Füchse am vergangenen Freitag leichtfertig die Chance, mit einem Sieg in Dresden die Serie vorzeitig zu entscheiden.
Mangelnde Laufbereitschaft und die Nichtannahme von Zweikämpfe, die Dirk Rohrbach nach diesem Spiel als Hauptgründe für die Niederlage ausmachte, brachten die Füchse auch am Sonntag zeitig ins Hintertreffen. Bezeichnend, dass es gerade der Routinier und Toptorschütze Carsten Gosdeck war, der mit einem Puckverlust bei eigener Überzahl die Führung der Eislöwen durch Dominik Bielke ermöglichte.
„Dass gerade Carsten Gosdeck mit seiner Strafe (zwei plus zehn Minuten für einen Check gegen den Hals und Kopf – d. Red.) den Umschwung einleitete, gehört auch zu diesen unerklärlichen Kleinigkeiten. Ich musste dann Sven Valenti für ihn aus der Verteidigung in den Sturm nehmen – das bracht merh Schwung rein. Carsten, der vorher nicht ganz so frisch wirkte, war dann nach seiner Strafe wieder ganz der Alte“, ging Dirk Rohrbach in der Pressekonferenz auf Ursachenforsche.
Ab dem zweiten Drittel waren die Hausherren aber nicht wiederzuerkennen – Sven Valenti und Danny Albrecht drehten in dieser Phase das Spiel, ehe Dresden-Schreck Chris Straube und Marvin Tepper endgültig den Sack zu und den Weg zum Viertelfinale gegen München frei machten.

Meist serviert Marvin Tepper seinen Spielkameraden den Puck zum Torerfolg – nach dem Sieg gegen Dresden durfte es aber auch mal ein Bierchen sein... Foto: has

Eben jener Marvin Tepper läuft auch in den (Pre-) Play Offs wieder zu einer grandiosen Form auf. In der Hauptrunde Topscorer der Füchse und der beste deutsche Punktesammler der Liga, führt der 23-Jährige mit zwei Toren und vier Vorlagen bereits wieder die teaminterne Wertung an.
Bei all seinen vorherigen Profistationen galt der gebürtige Berliner als ein begnadeter Techniker, der aber unter einem Kopfproblem leiden würde. Seine introvertierte Art wurde von manchem sogar als Arroganz ausgelegt...
Sieht man den „Tepper 2009/10“ kann man diesen Urteilen kaum noch Glauben schenken. Im Vorjahr nach Spielende meist als einer der ersten in der Kabine verschwunden und den Kontakt mit den Fans meidend, führt der Edel-Techniker mittlerweile regelmäßig die Ehrenrunde der Mannschaft an und feiert mit den Fans.
Die augenscheinliche Wandlung vom Saulus zum Paulus dokumentiert am besten eine Geschichte fernab des Eises. Mit seiner „Berliner Schnodderschnauze“ brachte Marvin Tepper im vergangenen Jahr die Fahrer des Mannschaftsbusses regelmäßig zur Verzweiflung. Beim letzten Spiel in Dresden präsentierte Busfahrer Dietmar Hiebsch stolz seine neue Füchse-Krawatte, die er als kleines Dankeschön von seinem ehemaligen Sorgenkind geschenkt bekam... S. Hache

+++ Play-Off-Geflüster +++

+++ Spieltermine. 23. März (Auswärts), 26. (Heim), 28. (A), 30. (H) – falls nötig: 1. April (A), 3. (H), 5. (A) +++ Tickets. Alle Dauerkartenbesitzer haben für ihre Plätze ein Vorkaufsrecht. (Mini-) Dauerkarten und Zehnerkarten gelten für die Play-Offs nicht. +++ Preise. Stehplatz Erwachsener: 12 Euro, Sitzplatz Erwachsener 18 Euro, Stehplatz ermäßigt 6,50 Euro, Sitzplatz ermäßigt 10 Euro +++ Vorverkauf. Tickets für die Füchse-Heimspiele sind unter anderem in den ostsächsischen und südbrandenburgischen WochenKurier-Geschäftsstellen und aus organisatorischen Gründen erst ab Freitag auf der Füchse-Geschäftsstelle erhältlich. +++ Bilanz. Gegen München kam es in dieser Saison zu folgenden Resultaten: 3:4 (A), 4:5 n.V. (H), 2:6 (A), 1:3 (H) +++ Modus. Die Viertelfinalrunde wird im Modus „Best of Seven“ ausgetragen. Das Team, das zuerst vier Siege errungen hat, zieht ins Halbfinale ein, das am 7. April startet. +++ Spielende. Steht es in einem Spiel der Serie nach 60 Minuten Unentschieden, folgt eine zwanzigminütige Verlängerung mit vier gegen vier Feldspielern (normale Stärke: je fünf Spieler). Fällt in dieser Zeit ein Tor ist das Spiel beendet – ansonsten folgt ein Penaltyschießen +++ Ausnahme. Nur in einem möglichen siebenten Spiel wird die Partie um jeweils zwanzig Minuten verlängert, so lange bis ein Tor fällt. +++ Strafen. Nach der zweiten Zehn-Minuten-Disziplinarstrafe folgt ein Spiel Sperre. Mit einer Strafe vorbelastet sind bei den Füchsen Carsten Gosdeck und Sebastian Klenner.

Quelle: Wochenkurier
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