Nur zwei Tage nach dem umjubelten Sieg in den Pre-Playoffs gegen Dresden geht für die Füchse der Eis-Marathon schon weiter: Im ersten Viertelfinal-Spiel gastieren sie am Dienstag (20 Uhr) beim EHC München. Die alles entscheidende Frage: Wie lange reicht die Kraft des Außenseiters aus Weißwasser?
Die RUNDSCHAU srach mit Sebastian Elwing.
Am Montagabend schienen die sonntäglichen Feierlichkeiten im Fuchsbau bereits wieder weit weg zu sein. Coach Dirk Rohrbach holte sein Team zu einem leichten Lockerungstraining auf das Eis, wo 20 Stunden zuvor noch die Sektfontänen spritzten. „Anschwitzen“, nennt Rohrbach die Übungseinheit, mit der er das Team auf den nächsten harten Brocken einstellt.
Denn dass München als Tabellenzweiter nach der Hauptrunde in dieser Playoff-Serie der haushohe Favorit ist, darüber besteht kein Zweifel. „Wir wollen München ärgern und zur Stelle sein, wenn sich eine Chance bietet“, beschreibt Rohrbach die Marschroute für diese Serie nach dem Modus „best of seven“.
Playoff-Start: Auf die Füchse um Robert Bartlick (M.) und Arturs Kruminsch (r.) wartet ein hartes Programm. Foto: Aswendt
Doch die Voraussetzungen könnten unterschiedlicher nicht sein. Während Favorit München auf direktem Weg ins Viertelfinale einzog und sich in den vergangenen Tagen in einem Kurztrainingslager vorbereitete, ließen die Füchse in den drei Pre-Playoff-Partien gegen Dresden viel Kraft. Ohnehin hat es der Terminplan in sich. In den vergangenen 15 Tagen hat Weißwasser insgesamt sieben Spiele bestritten. Und sollte die Viertelfinal-Serie über die volle Distanz gehen, kämen in den kommenden 14 Tagen noch einmal sieben Spiele dazu. „Das ist schon ein sehr hartes Programm“, räumt Coach Rohrbach ein.
Kraft sparen heißt deshalb zunächst die Devise der Füchse. An diesem Dienstag zum Auftakt der Serie in der Münchner Olympia-Eishalle will Rohrbach mit vier statt drei Angriffsreihen spielen, um den Leistungsträgern durch längere Pausen auf der Bank die eine oder andere Verschnaufpause zu geben. Und dabei greifen die Füchse auch zu unkonventionellen Methoden. Förderlizenzspieler Christian Rösler wird nach der Arbeit dem Team hinterfahren, um gegen München dabei sein zu können. Markus Lehnigk fehlt dagegen wegen einer wichtigen Prüfung in seinem Studium.
Mit dem Klassenerhalt und dem Sieg gegen Dresden haben die Füchse ihre Pflicht in dieser Saison erfüllt. Das Viertelfinale gegen München ist die Kür, in welcher der Druck ganz klar beim Kontrahenten liegt. Torhüter Sebastian Elwing (30) wohnt mit seiner Familie in Weißwasser und spielt für den EHC München. Im RUNDSCHAU-Interview spricht der Wahl-Münchner über das Viertelfinal-Duell gegen seinen Ex-Verein.
Sebastian Elwing, München ist haushoher Favorit. Wie gefährlich können die Füchse Ihrem Team werden?
Jede Mannschaft, die in den Playoffs spielt, hat es sich letztlich auch verdient. Deshalb werden wir die Füchse auf gar keinen Fall unterschätzen.
Sie haben von 2002 bis 2006 das Füchse-Trikot getragen. Ist es ein besonderes Spiel für Sie?
Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass ich mich im Moment ganz auf München konzentriere. Natürlich verfolge ich den Weg der Füchse. Aber im Viertelfinale sind wir Konkurrenten. Ich möchte mit München unbedingt ins Halbfinale.
Sie liefern sich ein enges Duell mit Ihrem Torwart-Kollegen Jochen Vollmer. Ist schon klar, wer gegen Weißwasser spielt?
Ich werde im ersten Spiel am Dienstag im Tor stehen. Den Rest wird man sehen.
Hier noch die wirklich letzte Meldung zum Pre-Playoff-Duell der Füchse gegen die Eislöwen Dresden, das am Sonntag mit einem Weißwasseraner Sieg endete. Die Eislöwen waren von ihrem Weiterkommen offenbar so sehr überzeugt, dass sie bereits die Hotelzimmer beim vermeint lichen Viertelfinal-Gegner Schwenningen gebucht hatten. Aufgrund der anderen Ergebnisse in den Pre-Playoffs hätte der Gegner jedoch ohnehin nicht Schwenningen, sondern München geheißen. Statt Dresden nach Schwenningen fährt Weißwasser nach München – dumm gelaufen aus Sicht der Eislöwen.
Die RUNDSCHAU srach mit Sebastian Elwing.
Am Montagabend schienen die sonntäglichen Feierlichkeiten im Fuchsbau bereits wieder weit weg zu sein. Coach Dirk Rohrbach holte sein Team zu einem leichten Lockerungstraining auf das Eis, wo 20 Stunden zuvor noch die Sektfontänen spritzten. „Anschwitzen“, nennt Rohrbach die Übungseinheit, mit der er das Team auf den nächsten harten Brocken einstellt.
Denn dass München als Tabellenzweiter nach der Hauptrunde in dieser Playoff-Serie der haushohe Favorit ist, darüber besteht kein Zweifel. „Wir wollen München ärgern und zur Stelle sein, wenn sich eine Chance bietet“, beschreibt Rohrbach die Marschroute für diese Serie nach dem Modus „best of seven“.
Doch die Voraussetzungen könnten unterschiedlicher nicht sein. Während Favorit München auf direktem Weg ins Viertelfinale einzog und sich in den vergangenen Tagen in einem Kurztrainingslager vorbereitete, ließen die Füchse in den drei Pre-Playoff-Partien gegen Dresden viel Kraft. Ohnehin hat es der Terminplan in sich. In den vergangenen 15 Tagen hat Weißwasser insgesamt sieben Spiele bestritten. Und sollte die Viertelfinal-Serie über die volle Distanz gehen, kämen in den kommenden 14 Tagen noch einmal sieben Spiele dazu. „Das ist schon ein sehr hartes Programm“, räumt Coach Rohrbach ein.
Kraft sparen heißt deshalb zunächst die Devise der Füchse. An diesem Dienstag zum Auftakt der Serie in der Münchner Olympia-Eishalle will Rohrbach mit vier statt drei Angriffsreihen spielen, um den Leistungsträgern durch längere Pausen auf der Bank die eine oder andere Verschnaufpause zu geben. Und dabei greifen die Füchse auch zu unkonventionellen Methoden. Förderlizenzspieler Christian Rösler wird nach der Arbeit dem Team hinterfahren, um gegen München dabei sein zu können. Markus Lehnigk fehlt dagegen wegen einer wichtigen Prüfung in seinem Studium.
Mit dem Klassenerhalt und dem Sieg gegen Dresden haben die Füchse ihre Pflicht in dieser Saison erfüllt. Das Viertelfinale gegen München ist die Kür, in welcher der Druck ganz klar beim Kontrahenten liegt. Torhüter Sebastian Elwing (30) wohnt mit seiner Familie in Weißwasser und spielt für den EHC München. Im RUNDSCHAU-Interview spricht der Wahl-Münchner über das Viertelfinal-Duell gegen seinen Ex-Verein.
Sebastian Elwing, München ist haushoher Favorit. Wie gefährlich können die Füchse Ihrem Team werden?
Jede Mannschaft, die in den Playoffs spielt, hat es sich letztlich auch verdient. Deshalb werden wir die Füchse auf gar keinen Fall unterschätzen.
Sie haben von 2002 bis 2006 das Füchse-Trikot getragen. Ist es ein besonderes Spiel für Sie?
Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass ich mich im Moment ganz auf München konzentriere. Natürlich verfolge ich den Weg der Füchse. Aber im Viertelfinale sind wir Konkurrenten. Ich möchte mit München unbedingt ins Halbfinale.
Sie liefern sich ein enges Duell mit Ihrem Torwart-Kollegen Jochen Vollmer. Ist schon klar, wer gegen Weißwasser spielt?
Ich werde im ersten Spiel am Dienstag im Tor stehen. Den Rest wird man sehen.
Hier noch die wirklich letzte Meldung zum Pre-Playoff-Duell der Füchse gegen die Eislöwen Dresden, das am Sonntag mit einem Weißwasseraner Sieg endete. Die Eislöwen waren von ihrem Weiterkommen offenbar so sehr überzeugt, dass sie bereits die Hotelzimmer beim vermeint lichen Viertelfinal-Gegner Schwenningen gebucht hatten. Aufgrund der anderen Ergebnisse in den Pre-Playoffs hätte der Gegner jedoch ohnehin nicht Schwenningen, sondern München geheißen. Statt Dresden nach Schwenningen fährt Weißwasser nach München – dumm gelaufen aus Sicht der Eislöwen.
Von Frank Noack
Quelle: Lausitzer Rundschau