Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Füchse: Die Gründe für Gosdecks Wechsel...
06.04.2010 | 10:23 Uhr von
...nach Bremerhaven
Sämtliche Ostereier sind hoffentlich gefunden – und auch das Rätselraten um die Zukunft von Carsten Gosdeck ist beendet. Der 31-jährige Torjäger, der das Angebot der Lausitzer Füchse am Donnerstag endgültig abgelehnt hatte, spielt in der neuen Saison der 2. Eishockey-Bundesliga erwartungsgemäß für die Fishtown Pinguins Bremerhaven.
Er erhält an der Nordseeküste einen Zweijahres-Vertrag. „Mich reizt die neue Herausforderung“, sagt Carsten Gosdeck.

Das ist die branchenübliche Umschreibung für einen auf den ersten Blick überraschenden Wechsel. Die RUNDSCHAU erklärt die Hintergründe.

Perspektive: Sportlich hatten die Füchse in dieser Saison die Nase vorn. Während Weißwasser in den Playoffs spielte, schaffte Bremerhaven erst in den Playdowns den Klassenerhalt. Dennoch erhoffen sich die Pinguins von der neuen Eishalle, die Anfang 2011 fertig sein soll, einen großen Schub. In Gosdecks Überlegungen dürfte auch eingeflossen sein, dass er im Fuchsbau auf seinen Sturmpartner Marvin Tepper hätte verzichten müssen, den es in die DEL zieht.

Geld: Laut Manager Ralf Hantschke sind die Füchse bei den Verhandlungen mit dem besten Torschützen der abgelaufenen Saison „bis an unsere Schmerzgrenze gegangen“. Dem Vernehmen nach verdient Gosdeck in Bremerhaven deutlich mehr als in Weißwasser. Die Füchse hatten zuletzt einen Etat von rund einer Million Euro zur Verfügung. Er wird sich für die neue Spielzeit nicht gravierend ändern. Bremerhaven plant dagegen mit einem Etat von zwei Millionen Euro, davon entfallen etwa 900 000 Euro auf die Gehälter.

Trainer: Gosdeck betont zwar, dass er im Fuchsbau „sehr gern unter Trainer Dirk Rohrbach gespielt“ hat. Aber auch der Bremerhavener Coach Gunnar Leidborg ist kein Unbekannter für ihn. Beide haben bereits 2000/2001 in der DEL bei den Revierlöwen Oberhausen zusammengerarbeitet. Seitdem hält Leidborg große Stücke auf den schussgewaltigen Torjäger.

Familie: Gosdecks Lebensgefährtin Isabella ist hochschwanger und erwartet das erste gemeinsame Kind. „Deshalb ist es mir gerade in der ersten Zeit nach der Geburt sehr wichtig, dass wir schnell bei unseren Familien in Recklinghausen und Köln sind“, betont Gosdeck. Und diese Fahrten sind von Bremerhaven deutlich kürzer als von Weißwasser aus.

Frank Noack

Quelle: Lausitzer Rundschau
1987 mal gelesen
 
1 | schlagschuss | 06.04.2010 @ 16:46
Bremerhaven mit dem doppelten Etat von uns? In Bremerhaven muss er auch auf Tepper verzichten. Naja ist halt nicht zu ändern
2 | Senator | 06.04.2010 @ 16:57
Der doppelte Etat sollte sich auch durch die neue Halle (ein Teil der Saison) ergeben. Mehr Einnahmen/Ausgaben stehen dann immer an.
3 | Coswiger | 06.04.2010 @ 17:07
Entscheidet beim Etat ist doch wieviel Geld man für die Spielergehälter zur Verfügung hat. Der Gesamtetat ist immer etwas verwirrend. Aber den reinen Spieleretat wird man bei vielen Clubs nie erfahren.....
4 | thingslikehockey | 06.04.2010 @ 20:32
...in diesem Falle schon... und der dürfte um einiges höher sein, als unserer, schließlich ist der Gesamtetat nur um ein paar Tausender höher...
5 | accomander | 07.04.2010 @ 08:52
Das sind die nächsten die Pleite gehen , wenn sie mit Mehreinnahmen rechnen wegen dem neuen Stadion.Würde mich dann schon interessieren ob ein Gosdeck wieder bei uns anfragt.
6 | P.F.E.I.F.F.E.R | 07.04.2010 @ 09:01
Es gibt im Eishockey immer wieder Dinge, die kann man einfach nicht verstehen. Der Wechsel von CG nach BHV gehört für mich dazu. Ich will das jetzt aber mal nicht mit Poldis sportlichem "Vorwärtsschritt" von München nach Köln vergleichen... ;-))
7 | Brian | 07.04.2010 @ 09:27
Teams mit neuen Stadien kaufen sich gerne teure Mannschaften zusammen weil sie, so glaube ich, dem Stadionboom auch noch den sportlichen Boom draufsetzen wollen. Bei einer Stadt mit hoher Lebensqualität oder bei einer Stadt mit einem häßlichen Trainer hat das nicht funktioniert. Unterschiedlich extrem aber ob teure Variante oder gleich INsolvenz? Egal. Er ist weg und irgendwann wird er weinend am Hafen stehen und sich wünschen ein Schiff segelte die Neiße runter und er könnte mit.
8 | Taubentreter | 07.04.2010 @ 12:04
@ Brian...den letzten Satz seh ich nicht so... Aber mit dem Rest geh ich voll mit! ;-)
9 | eagleeye | 08.04.2010 @ 13:41
Soll er doch gehen warum auch immer. Warten wir mal ab was er da oben reißt.
10 | alridge1 | 09.04.2010 @ 06:55
Das errinert mich einen "anderen" Verein, der mit einer neuen Halle in die neue Liga wollte. Geschafft haben sie es, aber es war halt nicht die richtige Liga^^
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