Hunderte Lausitzer nahmen in den letzten Tagen Anteil am Tod von Bernd Nadebor
Das Berufsethos verlangt von Journalisten eigentlich eine professionelle Distanz zu Nachrichten und den dahinter stehenden Menschen und Schicksalen.
Manchmal lässt sich diese Distanz aber nicht halten – so wie beim Tod von Bernd Nadebor.
Familienmensch, Unternehmer, Sponsor – dies waren die Schlagworte, die in den Meldungen zum Ableben des 62-Jährigens regelmäßig aufgeführt wurden, um den Menschen Bernd Nadebor näher zu beschreiben. Aber nur zusammengenommen ergeben sie in etwa das Wesen des gebürtigen Reichwalders.
Als Unternehmer war er in der – für ihn und den Beschenkten – glücklichen Lage, als Sponsor vieler Vereine den Menschen in der Region eine Perspektive zu bieten. Für ihn war jedes Sponsoring auch eine Herzensangelegenheit. Ob bei den Lausitzer Füchsen, bei den Fußballern von Rot Weiß Bad Muskau, dem Nieskyer Radsportler René Obst und, und, und – für alle, die von seiner Unterstützung profitierten, war er auch immer ein väterlicher Freund.
Aber nie drängte sich Bernd Nadebor dabei in den Vordergrund. Sein liebster Satz bei einer Nachfrage für eine Berichtserstattung über sein Engagement lautete: „Ach, muss das sein, dass ihr schon wieder über mich schreibt?“ Bezeichnend auch eine Episode zum Sponsoring in Bad Muskau. Die Spiele der Rot-Weißen verfolgte er am liebsten ganz allein am Spielfeldrand. Den gegnerischen Teams und deren Fans war der Name „Nadebor“ durch die Werbung ein Begriff, aber kaum einer wusste, wer eigentlich dahinter steckt. Als ihn einmal Fans fragten, wer denn dieser Nadebor sei, antwortete er nur lakonisch: „Das ist so ein ‘Bekloppter’, der denen sein Geld gibt...“
Für Jedermann hatte er ein offenes Ohr. Freunde konnten sich glücklich schätzen, einen so treuen Wegbegleiter zu haben. Wie zum Beispiel Joachim Otto. Als sein früherer Arbeitskollege bei der Meliorationsgenossenschaft „Lausitzer Heide“ Niesky nach einem schweren Unfall körperlich und seelisch litt, stand ihm Bernd Nadebor zur Seite und half mit, ein Treffen ehemaliger Mitarbeiter zu veranstalten. Durch die Organisation der Veranstaltung sollte dem Freund eine Aufgabe und neuer Lebensmut gegeben werden.
Ein Porsche-Geländewagen war fast der einzige nach Außen hin sichtbare Beleg für den Wohlstand, den sich Bernd Nadebor, seine Familie und natürlich die rund 200 Angestellten seiner Firmengruppe erarbeitet hatten – seinen Urlaub verbrachte er aber am liebsten beim Camping...
Er redete nicht gern über Finanzen, er half lieber tatkräftig. Alle die ihn kannten, werden ihn als ehrlichen, direkten und anpackenden Menschen in Erinnerung behalten. Albert Schweitzer sagte einmal: „Das schönste Denkmal, das ein Mensch bekommen kann, steht in den Herzen der Mitmenschen“.
Ruhe in Frieden, Bernd Nadebor!
Das Berufsethos verlangt von Journalisten eigentlich eine professionelle Distanz zu Nachrichten und den dahinter stehenden Menschen und Schicksalen.
Manchmal lässt sich diese Distanz aber nicht halten – so wie beim Tod von Bernd Nadebor.
Familienmensch, Unternehmer, Sponsor – dies waren die Schlagworte, die in den Meldungen zum Ableben des 62-Jährigens regelmäßig aufgeführt wurden, um den Menschen Bernd Nadebor näher zu beschreiben. Aber nur zusammengenommen ergeben sie in etwa das Wesen des gebürtigen Reichwalders.
Als Unternehmer war er in der – für ihn und den Beschenkten – glücklichen Lage, als Sponsor vieler Vereine den Menschen in der Region eine Perspektive zu bieten. Für ihn war jedes Sponsoring auch eine Herzensangelegenheit. Ob bei den Lausitzer Füchsen, bei den Fußballern von Rot Weiß Bad Muskau, dem Nieskyer Radsportler René Obst und, und, und – für alle, die von seiner Unterstützung profitierten, war er auch immer ein väterlicher Freund.
Aber nie drängte sich Bernd Nadebor dabei in den Vordergrund. Sein liebster Satz bei einer Nachfrage für eine Berichtserstattung über sein Engagement lautete: „Ach, muss das sein, dass ihr schon wieder über mich schreibt?“ Bezeichnend auch eine Episode zum Sponsoring in Bad Muskau. Die Spiele der Rot-Weißen verfolgte er am liebsten ganz allein am Spielfeldrand. Den gegnerischen Teams und deren Fans war der Name „Nadebor“ durch die Werbung ein Begriff, aber kaum einer wusste, wer eigentlich dahinter steckt. Als ihn einmal Fans fragten, wer denn dieser Nadebor sei, antwortete er nur lakonisch: „Das ist so ein ‘Bekloppter’, der denen sein Geld gibt...“
Für Jedermann hatte er ein offenes Ohr. Freunde konnten sich glücklich schätzen, einen so treuen Wegbegleiter zu haben. Wie zum Beispiel Joachim Otto. Als sein früherer Arbeitskollege bei der Meliorationsgenossenschaft „Lausitzer Heide“ Niesky nach einem schweren Unfall körperlich und seelisch litt, stand ihm Bernd Nadebor zur Seite und half mit, ein Treffen ehemaliger Mitarbeiter zu veranstalten. Durch die Organisation der Veranstaltung sollte dem Freund eine Aufgabe und neuer Lebensmut gegeben werden.
Ein Porsche-Geländewagen war fast der einzige nach Außen hin sichtbare Beleg für den Wohlstand, den sich Bernd Nadebor, seine Familie und natürlich die rund 200 Angestellten seiner Firmengruppe erarbeitet hatten – seinen Urlaub verbrachte er aber am liebsten beim Camping...
Er redete nicht gern über Finanzen, er half lieber tatkräftig. Alle die ihn kannten, werden ihn als ehrlichen, direkten und anpackenden Menschen in Erinnerung behalten. Albert Schweitzer sagte einmal: „Das schönste Denkmal, das ein Mensch bekommen kann, steht in den Herzen der Mitmenschen“.
Ruhe in Frieden, Bernd Nadebor!
S. Hache
Quelle: Wochenkurier