Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Grau ist die Farbe der Hoffnung
21.06.2010 | 09:06 Uhr von
Das Sommer-Eis in Weißwasser geht in seine zweite Woche. Die zusätzliche Trainingsmöglichkeit genießt in der Branche einen guten Ruf. Die Lausitzer Füchse können gar nicht alle Anfragen erfüllen.
Die Farbe der Hoffnung ist in diesem Fall ausnahmsweise mal Grau. Und auch Schwarz, Blau sowie Weiß. In ihren Trainingstrikots wirken die Spieler auf dem Eis buchstäblich wie ein bunter Haufen. Neben den Füchse-Profis wie Robert Bartlick, Thomas Götz und Marcel Linke trainieren in diesen Tagen auch viele unbekannte Gesichter auf dem Sommer-Eis in Weißwasser. Insgesamt 18 Probetrainierer haben Manager Ralf Hantschke und Trainer Dirk Rohrbach eingeladen. Sie alle hoffen auf einen Vertrag im Fuchsbau.

Die Chancen der vornehmlich aus Osteuropa stammenden Talente sind jedoch begrenzt - zumindest zum jetzigen Zeitpunkt. Denn viele der Spieler kommen direkt aus dem Nachwuchsbereich. »Wir wollen uns einen Überblick über ihren Leistungsstand verschaffen. Vielleicht ist doch schon der eine oder andere dabei, der uns in der 2. Bundesliga weiterhelfen kann«, gibt sich Hantschke optimistisch. Auch der Manager ist gespannt, wie sich das Projekt entwickelt. Denn so viele Probetrainierer gab es noch nie im Fuchsbau. Um einen vernünftigen Trainingsbetrieb zu gewährleisten, hat Coach Rohrbach die eingeladenen Spieler in zwei Gruppen eingeteilt. Die erste Gruppe spielte bis Samstag vor, die zweite ist ab dem heutigen Montag ebenfalls für vier Tage auf dem Eis.

Trainer Dirk Rohrbach mit den Probespielern (v.l.) Stefan Rusnak, Lukas Pek, Daniel Koger, Thomas Gulda und Michal Sika. Foto: Aswendt


Das Sommer-Eis bietet die Chance, derart viele Spieler zu testen. Während der Saisonvorbereitung ab August wäre so etwas dagegen undenkbar. »Dann muss sich die Mannschaft für die Saison einspielen«, sagt Rohrbach. Doch jetzt ist die Zeit für die umfangreichen Tests vorhanden. Zumal sich das finanzielle Risiko der Füchse in Grenzen hält. Die Probetrainierer reisen auf eigene Kosten an und bekommen auch keinerlei Aufwandsentschädigung. Die Füchse stellen ihnen lediglich die Übernachtungsmöglichkeiten zur Verfügung. Dabei handelt es sich um die Spieler wohnungen, die auch während der Saison angemietet werden.

Das Weißwasseraner Sommer-Eis genießt inzwischen einen guten Ruf in der Branche. Über die 18 eingeladenen Probetrainierer hinaus gibt es zahlreiche Anfragen von Vermittlern, die ihre Spieler gern vorstellen wollen. »Wir hätten noch viel mehr Probetrainierer einladen können«, berichtet Manager Hantschke. Mit neun Spielern pro Woche sei jedoch die Grenze erreicht, schließlich sollen auch die schon unter Vertrag stehenden Füchse-Profis die Chance bekommen, sich auf dem Sommer-Eis auf die neue Saison vorzubereiten. Denn Bartlick & Co. tragen schließlich das graue Trikot nicht dauerhaft. Auch in der kommenden Zweitliga-Saison sind sie wieder im üblichen Weißwasseraner Blau-Gelb unterwegs.

Von Frank Noack

Quelle: Lausitzer Rundschau
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1 | Che | 24.06.2010 @ 19:17
shades in fuckin' grey!
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