...das Eishallen-Baby
Neun Monate ist es her, als der Stadtrat sich für die Vergabe des 15 Millionen Euro teuren Eishallenneubaus an asp entschied. Zuvor erhielt die Stadt vom Freistaat eine Fördermittelzusage über zehn Millionen Euro für das lang ersehnte Projekt (SZ berichtete).
Konkret geplant, verhandelt, beraten wurde seit Ratsbeschluss: durch städtische Bauverwaltung und Arbeitsgruppe (AG) Eishalle des Stadtrates, mit dem künftigen Hallenbetreiber Eissportverein Weißwasser (ESW) sowie elf Nachunterehmen von asp und Rechtsanwälten. „Alle 35 Seiten des Vertrages und jeder Paragraf wurden durchgegangen, viele Teile verändert und erneut geprüft“, weiß OB Hartwig Rauh. Eigentlich sollte der Planungsvertrag schon viel früher unterschriftsreif sein. Doch unterschiedliche Vorstellungen – insbesondere zu Honorarpositionen – verzögerten die Verhandlungen. In der Ratssitzung am 22. Juni zeigte sich Rauh jedoch schon optimistisch, dass der Planungsvertrag bald fertig sei. Heute ist es soweit.
Dass weder die Mitglieder der AG Eishalle, noch Stadträte oder Eissport-Verantwortliche von der offiziellen Unterzeichnung etwas wussten, ist ein Wermutstrophen. „Ich bin überrascht, dass es soweit ist“, sagt Hartmut Schirrock, Stadtrat (Wir für Hier) und AG-Mitglied. Da die Unterzeichnung aber öffentlich passiere, werde einer AG-Forderung entsprochen. „Ich bin froh, dass die Verhandlungen nun von Erfolg gekrönt, offene Fragen ausgeräumt und beide Partner zufrieden sind“, so Schirrock. Aus seiner Sicht müsse sich die AG nun dem ebenfalls an asp vergebenen Abriss des alten Eisstadions widmen. „Weißwasser hatte damit einst das größte Freiluft-Eisstadion Europas. Da müssen Bürger in die Phase des Abschiednehmens einbezogen werden“, fordert Schirrock.
An Herbst 2010 soll das Freiluftstadion abgerissen werden, um Platz für den Neubau zu haben.Foto (1): jr
Angesicht der heutigen Vertragsunterzeichnung hegt auch ESW-Vorsitzender Bernhard Stephan keinen Zweifel mehr daran, dass in Weißwasser bis 2012 die neue Eishalle steht. Dass „so ein großes Vertragswerk die eine oder andere Minute länger dauert“, könne er nachvollziehen. Zumal es um viel Geld gehe. „Außerdem wurde uns mehrfach zugesichert, dass Verzögerungen des Vertrages keinen Einfluss auf weitere Planungen und Bauausführungen haben.“ Sich nun auf den Abriss des alten Gebäudes zu konzentrieren – der im Herbst starten soll – sieht auch er als wichtig an. „Der Abriss hat ja Einfluss auf die neue Spielsaison der Füchse“, so der Vereinschef. Nicht zuletzt deshalb habe asp ja die Planungen von denen für den Neubau losgelöst.
Welche saisonalen Auswirkungen zu erwarten sind, weiß indes Matthias Kliemann, Marketingleiter der Lausitzer Füchse GmbH. „Der Eingangsbereich wird verlagert und es gibt keinen VIP-Parkplatz mehr.“ Mit Blick auf das neue Stadion, glaubt Kliemann, werden die Besucher für die Beeinträchtigungen aber Verständnis haben.
Neun Monate ist es her, als der Stadtrat sich für die Vergabe des 15 Millionen Euro teuren Eishallenneubaus an asp entschied. Zuvor erhielt die Stadt vom Freistaat eine Fördermittelzusage über zehn Millionen Euro für das lang ersehnte Projekt (SZ berichtete).
Konkret geplant, verhandelt, beraten wurde seit Ratsbeschluss: durch städtische Bauverwaltung und Arbeitsgruppe (AG) Eishalle des Stadtrates, mit dem künftigen Hallenbetreiber Eissportverein Weißwasser (ESW) sowie elf Nachunterehmen von asp und Rechtsanwälten. „Alle 35 Seiten des Vertrages und jeder Paragraf wurden durchgegangen, viele Teile verändert und erneut geprüft“, weiß OB Hartwig Rauh. Eigentlich sollte der Planungsvertrag schon viel früher unterschriftsreif sein. Doch unterschiedliche Vorstellungen – insbesondere zu Honorarpositionen – verzögerten die Verhandlungen. In der Ratssitzung am 22. Juni zeigte sich Rauh jedoch schon optimistisch, dass der Planungsvertrag bald fertig sei. Heute ist es soweit.
Dass weder die Mitglieder der AG Eishalle, noch Stadträte oder Eissport-Verantwortliche von der offiziellen Unterzeichnung etwas wussten, ist ein Wermutstrophen. „Ich bin überrascht, dass es soweit ist“, sagt Hartmut Schirrock, Stadtrat (Wir für Hier) und AG-Mitglied. Da die Unterzeichnung aber öffentlich passiere, werde einer AG-Forderung entsprochen. „Ich bin froh, dass die Verhandlungen nun von Erfolg gekrönt, offene Fragen ausgeräumt und beide Partner zufrieden sind“, so Schirrock. Aus seiner Sicht müsse sich die AG nun dem ebenfalls an asp vergebenen Abriss des alten Eisstadions widmen. „Weißwasser hatte damit einst das größte Freiluft-Eisstadion Europas. Da müssen Bürger in die Phase des Abschiednehmens einbezogen werden“, fordert Schirrock.
Angesicht der heutigen Vertragsunterzeichnung hegt auch ESW-Vorsitzender Bernhard Stephan keinen Zweifel mehr daran, dass in Weißwasser bis 2012 die neue Eishalle steht. Dass „so ein großes Vertragswerk die eine oder andere Minute länger dauert“, könne er nachvollziehen. Zumal es um viel Geld gehe. „Außerdem wurde uns mehrfach zugesichert, dass Verzögerungen des Vertrages keinen Einfluss auf weitere Planungen und Bauausführungen haben.“ Sich nun auf den Abriss des alten Gebäudes zu konzentrieren – der im Herbst starten soll – sieht auch er als wichtig an. „Der Abriss hat ja Einfluss auf die neue Spielsaison der Füchse“, so der Vereinschef. Nicht zuletzt deshalb habe asp ja die Planungen von denen für den Neubau losgelöst.
Welche saisonalen Auswirkungen zu erwarten sind, weiß indes Matthias Kliemann, Marketingleiter der Lausitzer Füchse GmbH. „Der Eingangsbereich wird verlagert und es gibt keinen VIP-Parkplatz mehr.“ Mit Blick auf das neue Stadion, glaubt Kliemann, werden die Besucher für die Beeinträchtigungen aber Verständnis haben.
Von Sabine Larbig
Quelle: SZ-Online