Die Eisarena Weißwasser hat einen „eigenen Charakter“, verspricht Karsten Schust. Der Geschäftsführer vom Stuttgarter Planungsbüro asp unterschrieb – nach neun Monaten der Vorarbeit – gestern mit Oberbürgermeister (OB) Hartwig Rauh den Planungsvertrag.
Die Architekten von asp sind Profis im Stadienbau: Sie planten die Porsche-Eisarena Stuttgart, erarbeiten jetzt Fußballstadien namhafter Clubs am Schwarzen Meer und in Istanbul.
Für 15,75 Millionen Euro konzipieren sie auch die neue Eisarena Weißwasser. Bis 2012 soll sie stehen. Laut Finanzbürgermeister Roland Krause liegen die Fördermittelbescheide des Freistaates über zehn Millionen bereits vor. Den Eigenanteil von 5,25 Millionen Euro trägt die Stadt. Dank Spareinlagen aus den Vattenfall-Gewerbesteuern von 2007 sei Weißwasser in der „komfortablen Situation“, das Eigenkapital bar aufbringen zu können. „Es wird für die nächsten zehn Jahre allerdings die letzte städtische Investition in so einer Höhe sein“, blickt der Finanzbürgermeister voraus.
Dennoch überwiegt momentan die Freude über den noch vor wenigen Jahren für unmöglich gehaltenen Eishallen-Neubau. Noch stehen keine Modelle zur Diskussion. „Wir werden drei bis vier Varianten untersuchen und zeitnah präsentieren“, versprach Schust. Bisher stehen nur Kostenrahmen und 3000 Plätze als Vorgaben fest. „Aber das sind die wichtigsten Eckdaten, von denen alles bestimmt wird“, so der asp-Chef. Zudem soll die Arbeitsgemeinschaft Eishalle – laut OB Rauh – noch im Juli über terminliche Vorstellungen informiert werden. Denn dem Neubau muss zuvor das alte Freiluftstadion weichen. Sein bereits genehmigter Abriss kostet weitere 250000 Euro. Wegen der historischen, sportlichen und emotionalen Bedeutung des Wilhelm-Pieck-Stadions für die Weißwasseraner soll der Abriss in würdiger Form erfolgen aber auch „klarer baulicher Startschuss“ sein, versprach OB Rauh.
Laut Bauamtsleiter Thomas Böse werden die nächsten sechs Monate – wegen der Fülle paralleler städtischer Bauprojekte sowie der Zusatzaufgaben durch den Eishallenbau – für alle Beteiligten eine große und arbeitsintensive Herausforderung. „Die Koordinierung und Zusammenarbeit ist kein Selbstläufer“, schätzte Böse ein. Ein Baustart 2011 stehe trotzdem außer Frage.
„Ich bin absolut überzeugt, dass der Neubau termingerecht, fein und zweckmäßig wird“, sagte Bernard Stefan, Vorsitzender des Eissport Weißwasser (ESW), gestern bei der Vertragsunterzeichnung. Der Verein ist auch Träger der neuen Eishalle und hofft – wie die Stadt – durch den Neubau künftig auf geringere Betriebskosten. „Vor allem aber sichert er die Zukunft des Eissports in Weißwasser “, so Stefan.
Schön schön...
Hat jemand ne Ahnung, wo man sich offiziel "bewerben" kann um evtl. ein paar gut Erhaltene Sache im alten Stadion abzubauen und als Erinnerung zu behalten???
(Ich dachte da an ein Stück Stehplatz + Lümmelstange und ein entsprechendes Stück Holzsitzbank soweit noch vorhanden...)
2 | Opi | 11.07.2010 @ 10:58
Interessiert mich auch. Habe mal bei Ralf Hantschke angefragt, er meinte, man wird sich dies bezüglich melden. Ich hoffe jedenfalls drauf.
3 | JimPanse | 12.07.2010 @ 10:50
Das gute alte WPS birgt jede Menge Devotionalien! Auch aus der Bande ließe sich noch was machen... Bin unbedingt für einen "Andenken-Basar".
4 | Dynamix12 | 12.07.2010 @ 11:29
'Porsche-Eisarena'. Ich schmeiss mich weg. Die Porsche-Arena ist eine stinknormale Multifunktionshalle. Soweit ich weiß, kennt die nur Eis aus dem Catering-Bereich. 'erarbeiten jetzt Fußballstadien namhafter Clubs', d.h. sie bewerben sich um Aufträge da unten. Ich bin echt gespannt, was asp in Weißwasser auf die Beine stellen wird. Mit den Mund ist bei den Schwaben alles möglich, nur ist es noch ein weiter Weg bis zur Tat.
5 | Messias | 12.07.2010 @ 12:02
@4 gib mal in die Suchmaschine "asp Stuttgart"ein und dir wird geholfen.
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Die Architekten von asp sind Profis im Stadienbau: Sie planten die Porsche-Eisarena Stuttgart, erarbeiten jetzt Fußballstadien namhafter Clubs am Schwarzen Meer und in Istanbul.
Für 15,75 Millionen Euro konzipieren sie auch die neue Eisarena Weißwasser. Bis 2012 soll sie stehen. Laut Finanzbürgermeister Roland Krause liegen die Fördermittelbescheide des Freistaates über zehn Millionen bereits vor. Den Eigenanteil von 5,25 Millionen Euro trägt die Stadt. Dank Spareinlagen aus den Vattenfall-Gewerbesteuern von 2007 sei Weißwasser in der „komfortablen Situation“, das Eigenkapital bar aufbringen zu können. „Es wird für die nächsten zehn Jahre allerdings die letzte städtische Investition in so einer Höhe sein“, blickt der Finanzbürgermeister voraus.
Dennoch überwiegt momentan die Freude über den noch vor wenigen Jahren für unmöglich gehaltenen Eishallen-Neubau. Noch stehen keine Modelle zur Diskussion. „Wir werden drei bis vier Varianten untersuchen und zeitnah präsentieren“, versprach Schust. Bisher stehen nur Kostenrahmen und 3000 Plätze als Vorgaben fest. „Aber das sind die wichtigsten Eckdaten, von denen alles bestimmt wird“, so der asp-Chef. Zudem soll die Arbeitsgemeinschaft Eishalle – laut OB Rauh – noch im Juli über terminliche Vorstellungen informiert werden. Denn dem Neubau muss zuvor das alte Freiluftstadion weichen. Sein bereits genehmigter Abriss kostet weitere 250000 Euro. Wegen der historischen, sportlichen und emotionalen Bedeutung des Wilhelm-Pieck-Stadions für die Weißwasseraner soll der Abriss in würdiger Form erfolgen aber auch „klarer baulicher Startschuss“ sein, versprach OB Rauh.
Laut Bauamtsleiter Thomas Böse werden die nächsten sechs Monate – wegen der Fülle paralleler städtischer Bauprojekte sowie der Zusatzaufgaben durch den Eishallenbau – für alle Beteiligten eine große und arbeitsintensive Herausforderung. „Die Koordinierung und Zusammenarbeit ist kein Selbstläufer“, schätzte Böse ein. Ein Baustart 2011 stehe trotzdem außer Frage.
„Ich bin absolut überzeugt, dass der Neubau termingerecht, fein und zweckmäßig wird“, sagte Bernard Stefan, Vorsitzender des Eissport Weißwasser (ESW), gestern bei der Vertragsunterzeichnung. Der Verein ist auch Träger der neuen Eishalle und hofft – wie die Stadt – durch den Neubau künftig auf geringere Betriebskosten. „Vor allem aber sichert er die Zukunft des Eissports in Weißwasser “, so Stefan.
Von Sabine Larbig
Quelle: SZ-Online