Seit der Gründung des Vereins im Jahre 1929 schaffte es Plzeň nur dreimal auf Platz 2 (1958, 1959 und 1992), der Titel blieb dem Verein jedoch bislang verwehrt. Das Team aus dem Süden Böhmens war lange Zeit nur Mittelmaß in der tschechischen Extraliga und das obwohl es seit 1979 ununterbrochen in der höchsten tschechischen (bis 1993 tschechoslowakischen) Spielklasse unterwegs ist. Immerhin setzte Plzeň 2000 ein Ausrufezeichen, als die Mannschaft 3. in der Endabrechnung wurde und man sich im Halbfinale dem Serienmeister aus Vsetín mit 0:3 beugen musste. Dies bleibt allerdings bis heute der wohl größte Erfolg in der Vereinsgeschichte. Auf der Eishockeylandkarte war Plzeň lange Zeit nur ein Mitläufer, der ab und an mal um Platz 8 mitspielte, die Playoffs aber oftmals auf dem undankbaren 9. Platz verpasste.
Dies alles änderte sich als 2007 die Pre-Playoffs in Tschechien eingeführt wurden. Auf einmal war auch der 9. Plzeň in den Ausscheidungskämpfen dabei, scheiterte jedoch an Kladno. Dennoch kehrte im Sommer 2008 Martin Straka von den New York Rangers in seine Heimatstadt zurück und übernahm gleichzeitig die Stelle des Geschäftsführers. Mit Straka schaffte es Plzeň in den Playoffs 2009 immerhin auf einen 4. Platz, verpasste das Finale aber deutlich gegen Slavia Praha mit 1:4 in der Serie. Meister wurde in diesem Jahr der Rivale aus der Kurstadt Karlovy Vary.
Im letzten Sommer unterzog sich nicht nur der Kader von Plzeň einer größeren Veränderung als üblich: Der Name wurde von HC Lasselsberger Plzeň auf HC Plzeň 1929 geändert und das Maskottchen wurde ein Indianer. Als Trainer kam Marian Jelinek von Sparta Praha und brachte gleich Tomáš Pöpperle als Nr. 1 für das Tor mit. Hinzu kamen gestandene Spieler wie Jiři Hanzlík (KV), Jan Benda (Mladá Boleslav) und Jaroslav Modrý (Liberec) in die Verteidigung. Weiterhin wurde Plzeň zu einem Pionier der Extraliga, denn erstmalig bekamen mehrere nordamerikanische Spieler, die bis dato keinen Namen machen für sich machen konnten das Vertrauen. Verteidiger Douglas O’Brien, sowie der schnelle Tyler Scofield als auch der Knipser Mark Bomersback vervollständigten den Kader.
Das Experiment gelang: Plzeň wurde für viele überraschend Vorrundenmeister und konnte sich berechtigte Hoffnungen auf den Titel machen. Allerdings kam im letzten Jahr die Olympiapause recht unglücklich dazwischen. Danach hatte Plzeň nur noch 2 Spiele und schon kam die Pre-Playoff-Pause. Liberec, das 5 Spiele mehr hatte, um sich wieder einzuspielen fegte Plzeň mit 4:2 aus den Playoffs. Das gleiche Schicksal ereilte auch den Vorrundenzweiten Zlín gegen Slavia. Dennoch kann die Saison für Plzeň als erfolgreich eingestuft werden, da auch die Zuschauerzahlen konstant hoch waren.
In diesem Sommer veränderte sich der Kader auf vielen Positionen erneut. So verließen die 3 Kanadier die Großstadtindianer: Bomersback ging in die KHL zu Novokuzneck, Scofield nach Klagenfurt und O’Brien wechselte zu Sparta. Ebenfalls zu Sparta wechselte Tomáš Pöpperle, dessen Leihe auslief. Auch Topscorer Petr Vampola verließ den Klub in Richtung KHL, zuerst nach Kiew über Poprad zu Traktor Tscheljabinsk. Auch Legionär Jan Benda, punktbester Verteidiger der Extraliga der abgelaufenen Saison, verließ Plzeň in Richtung des Erstligisten Chomutov.
Als Ersatz für Pöpperle kam Petr Přikryl, der im Vorjahr für Sparta und Beroun die Tore hütete. Der 20–jährige Pavel Francouz ging nach Ústí, im Gegenzug wurde mit Dušan Salfický ein NHL-erfahrener Torhüter, der bereits im Vorjahr aushalf, ausgeliehen. Ebenfalls aus Ústí kommt Stürmer Jan Heřman. Für die Verteidigung wurde Tomáš Frolo von Mladá Boleslav geholt. Auch dieses Jahr erhalten mehrere Kanadier das Vertrauen von Trainer Marian Jelinek: Von den insolventen Frankfurt Lions kam der erfahrene John Slaney. Desweiteren kamen Nick St. Pierre (25), Nick Johnson und John Lammers (beide 24) aus Nordamerika und somit sind 4 der 6 Ausländerlizenzen vergeben.
Aus dem Vorjahreskader komplettiert der 19-jährige Marek Mazanec das Torhütergespann. Die Verteidigung wird um die erfahrenen Jiří Hanzlík, Václav Benák, Jan Dresler und Jaroslav Modrý aufgebaut, hinzu kommen die Eigengewächse Růžička und Jeřábek.
Im Sturm wird erneut Kapitän Martin Straka das Team anführen. Ihm zur Seite stehen weiterhin die erfahrenen Michal Dvořák, Tomáš Vlasák, Pavel Vostřák, Michal Tvrdík, Lukáš Hvila und Jaroslav Kracík, der sein Gastspiel bei Mladá Boleslav beendet hat. Hinzu kommen die Eigengewächse Jan Kovář, Jakub Lev, Martin Heřman, Patrik Petruška, Jan Stránský sowie Tomáš Pitule, der zunächst an Dukla Jihlava augeliehen ist.
Alles in allem kommt ein sehr attraktiver Gegner nach Weißwasser, der sicherlich auch dieses Jahr das eine oder andere Wörtchen im Titelkampf mitreden wird. Im Tipsport Cup konnte man sich für das Finale qualifizieren.
Die bisherigen Vorbereitungsspiele:
3.8. Plzeň – Mountfield 3:1 (Stránský, Tvrdík, Jan Kovář)
5.8. Mountfield – Plzeň 3:2 (Pitule, M. Heřman)
Ja sehr informativ und interessant. Wenn du dich in der 2. Liga in Deutschland auch so gut auskennst, bzw. dich so krass damit beschäftigst, solltest du vllt. alle Vorberichte schreiben ;)
4 | TheCat89 | 03.09.2010 @ 10:16
Danke für das Lob, allerdings sollte man die Mannschaft, die man vor 2 Wochen noch betreut hat, kennen :D
Mal schauen, vllt schreibe ich nächstes Jahr noch den einen oder anderen Vorbericht, wenn Weißwasser gegen meinen neuen Arbeitgeber HC Slovan Ústí a.s. spielen sollte...
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Dies alles änderte sich als 2007 die Pre-Playoffs in Tschechien eingeführt wurden. Auf einmal war auch der 9. Plzeň in den Ausscheidungskämpfen dabei, scheiterte jedoch an Kladno. Dennoch kehrte im Sommer 2008 Martin Straka von den New York Rangers in seine Heimatstadt zurück und übernahm gleichzeitig die Stelle des Geschäftsführers. Mit Straka schaffte es Plzeň in den Playoffs 2009 immerhin auf einen 4. Platz, verpasste das Finale aber deutlich gegen Slavia Praha mit 1:4 in der Serie. Meister wurde in diesem Jahr der Rivale aus der Kurstadt Karlovy Vary.
Im letzten Sommer unterzog sich nicht nur der Kader von Plzeň einer größeren Veränderung als üblich: Der Name wurde von HC Lasselsberger Plzeň auf HC Plzeň 1929 geändert und das Maskottchen wurde ein Indianer. Als Trainer kam Marian Jelinek von Sparta Praha und brachte gleich Tomáš Pöpperle als Nr. 1 für das Tor mit. Hinzu kamen gestandene Spieler wie Jiři Hanzlík (KV), Jan Benda (Mladá Boleslav) und Jaroslav Modrý (Liberec) in die Verteidigung. Weiterhin wurde Plzeň zu einem Pionier der Extraliga, denn erstmalig bekamen mehrere nordamerikanische Spieler, die bis dato keinen Namen machen für sich machen konnten das Vertrauen. Verteidiger Douglas O’Brien, sowie der schnelle Tyler Scofield als auch der Knipser Mark Bomersback vervollständigten den Kader.
Das Experiment gelang: Plzeň wurde für viele überraschend Vorrundenmeister und konnte sich berechtigte Hoffnungen auf den Titel machen. Allerdings kam im letzten Jahr die Olympiapause recht unglücklich dazwischen. Danach hatte Plzeň nur noch 2 Spiele und schon kam die Pre-Playoff-Pause. Liberec, das 5 Spiele mehr hatte, um sich wieder einzuspielen fegte Plzeň mit 4:2 aus den Playoffs. Das gleiche Schicksal ereilte auch den Vorrundenzweiten Zlín gegen Slavia. Dennoch kann die Saison für Plzeň als erfolgreich eingestuft werden, da auch die Zuschauerzahlen konstant hoch waren.
In diesem Sommer veränderte sich der Kader auf vielen Positionen erneut. So verließen die 3 Kanadier die Großstadtindianer: Bomersback ging in die KHL zu Novokuzneck, Scofield nach Klagenfurt und O’Brien wechselte zu Sparta. Ebenfalls zu Sparta wechselte Tomáš Pöpperle, dessen Leihe auslief. Auch Topscorer Petr Vampola verließ den Klub in Richtung KHL, zuerst nach Kiew über Poprad zu Traktor Tscheljabinsk. Auch Legionär Jan Benda, punktbester Verteidiger der Extraliga der abgelaufenen Saison, verließ Plzeň in Richtung des Erstligisten Chomutov.
Als Ersatz für Pöpperle kam Petr Přikryl, der im Vorjahr für Sparta und Beroun die Tore hütete. Der 20–jährige Pavel Francouz ging nach Ústí, im Gegenzug wurde mit Dušan Salfický ein NHL-erfahrener Torhüter, der bereits im Vorjahr aushalf, ausgeliehen. Ebenfalls aus Ústí kommt Stürmer Jan Heřman. Für die Verteidigung wurde Tomáš Frolo von Mladá Boleslav geholt. Auch dieses Jahr erhalten mehrere Kanadier das Vertrauen von Trainer Marian Jelinek: Von den insolventen Frankfurt Lions kam der erfahrene John Slaney. Desweiteren kamen Nick St. Pierre (25), Nick Johnson und John Lammers (beide 24) aus Nordamerika und somit sind 4 der 6 Ausländerlizenzen vergeben.
Aus dem Vorjahreskader komplettiert der 19-jährige Marek Mazanec das Torhütergespann. Die Verteidigung wird um die erfahrenen Jiří Hanzlík, Václav Benák, Jan Dresler und Jaroslav Modrý aufgebaut, hinzu kommen die Eigengewächse Růžička und Jeřábek.
Im Sturm wird erneut Kapitän Martin Straka das Team anführen. Ihm zur Seite stehen weiterhin die erfahrenen Michal Dvořák, Tomáš Vlasák, Pavel Vostřák, Michal Tvrdík, Lukáš Hvila und Jaroslav Kracík, der sein Gastspiel bei Mladá Boleslav beendet hat. Hinzu kommen die Eigengewächse Jan Kovář, Jakub Lev, Martin Heřman, Patrik Petruška, Jan Stránský sowie Tomáš Pitule, der zunächst an Dukla Jihlava augeliehen ist.
Alles in allem kommt ein sehr attraktiver Gegner nach Weißwasser, der sicherlich auch dieses Jahr das eine oder andere Wörtchen im Titelkampf mitreden wird. Im Tipsport Cup konnte man sich für das Finale qualifizieren.
Die bisherigen Vorbereitungsspiele:
3.8. Plzeň – Mountfield 3:1 (Stránský, Tvrdík, Jan Kovář)
5.8. Mountfield – Plzeň 3:2 (Pitule, M. Heřman)
Tipsport-Cup (Pokal):
10.8. Plzeň – Chomutov 4:1 (M. Heřman, Modrý, Petruška, Tvrdík)
12.8. Slavia – Plzeň 1:3 (Hvila, Kracík, Tvrdík)
19.8. Plzeň – Litvínov 6:1 (Vlasák 2, Johnson, Dresler, Dvořák, Lammers)
24.8. Karlovy Vary – Plzeň 5:2
01.9. Plzeň - HC Ocelári Trinec 3:1 (Halbfinale)
20. - 22.8. Eislöwen-Cup in Dresden (2. Platz):
20.8. EHC München - Plzeň 7:2 (Jeřábek, Stránský)
21.8. Dresdner Eislöwen - Plzeň 2:4 (Straka, Kracík, Stránský, Modrý)
22.8. Kladno - Plzeň 0:3 (Slaney, Herman, Kovář)
Kader HC Plzeň 1929
Wechsel HC Plzeň 1929
Testspiele HC Plzeň 1929