Auch wenn die Lausitzer Füchse zuletzt gleich zwei Mal die Playoffs erreicht haben - das vorrangige Ziel in der am Freitag startenden Saison der 2. Bundesliga ist der Klassenerhalt. Denn der Eishockey-Traditionsverein bewegt sich finanziell und sportlich in einem schwierigen Gelände.
Dass die Füchse einige Wochen vor dem Saisonstart zu Fotoaufnahmen in den Tagebau Nochten gefahren sind, hat durchaus symbolischen Charakter. Denn auch die kommende Spielzeit wird alles andere als eine Asphalt-Autobahn in Richtung Erfolg. Der Weg zum Klassenerhalt dürfte wieder steinig und schwer werden. Gleichwohl ist es eine reizvolle Aufgabe, findet Trainer Dirk Rohrbach: »Wir werden auch diesmal wieder unsere Chancen bekommen, um die nötigen Punkte für die Pre-Playoffs oder die Playoffs zu sammeln.« Gemeinsam mit Teammanager Ralf Hantschke trägt Rohrbach die sportliche Verantwortung. Beide haben im Sommer ein Team zusammengebastelt, das sich im schwierigen Gelände erneut so bravourös behaupten will wie in den vergangenen beiden Jahren, als die Füchse die Playoffs erreichten. Die RUNDSCHAIU erklärt die wichtigsten Fragen vor dem Saisonstart am Freitag, wenn Weißwasser im brisanten Sachsenderby auf die Eislöwen Dresden (19.30 Uhr) trifft.
Fototermin im Tagebauch Nochten: Torhüter Ryan MacDonald soll auch in der kommenden Saison ein wichtiger Rückhalt für die Lausitzer Füchse sein.Foto: Mogollones/mmo1
Wie ist die Ausgangsposition der Füchse?
Das Team ist mehr denn je der Star. Nach den Abgängen der Torjäger Carsten Gosdeck und Marvin Tepper setzen die Füchse auf mannschaftliche Geschlossenheit. Weil es finanziell unmöglich war, die beiden Torjäger auf dem deutschen Markt adäquat zu ersetzen, wurden anders als im Vorjahr wieder alle Kontingentstellen besetzt. »In der Breite sind wir besser aufgestellt als in der vergangenen Saison. Wir haben eine gute Mischung aus jungen Talenten und sehr erfahrenen Spielern beisammen«, beschreibt Teammanager Hantschke den Charakter des neuen Füchse-Teams.
Auf welche Spieler kommt es besonders an?
Im Tor ist der Kanadier Ryan MacDonald wieder als »Lebensversicherung« der Füchse gefragt. Er war bis zu seiner Schulterverletzung Ende November ein sicherer Rückhalt. In der Abwehr bilden Sebastian Klenner und Sven Valenti erneut das Topduo. Auch von Neuzugang Rory Rawlyk müssen Impulse kommen. Im Angriff ist Danny Albrecht als Sturmführer der ersten Reihe nach den Abgängen von Gosdeck und Tepper ganz besonders gefragt. Rückkehrer Peter Szabo trägt ebenfalls große Erwartungen.
Wie sind die wirtschaftlichen Voraussetzungen?
Die Füchse müssen weiterhin Altverbindlichkeiten abbauen. Ein Teil dieser Altlasten wurde wie geplant in der Saison 2009/10 abgetragen, die trotz schwieriger Rahmenbedingungen mit einem positiven Betriebsergebnis abgeschlossen wurde. Wie hoch das Budget für die kommende Spielzeit genau ist, darüber schweigen sich die Verantwortlichen erstmals aus. Der Etat dürfte jedoch erneut bei rund einer Million Euro liegen. Damit liegen die Füchse im unteren Teil der Geldrangliste. »Unser Hauptziel für die nächsten Jahre ist, mit einer seriösen Geschäftspolitik den langfristigen Erhalt des Profi-Eishockeys in Weißwasser abzusichern«, erklärt Geschäftsführer René Reinert. Zumal Eishockey-Weißwasser schon jetzt gespannt auf das Jahr 2012 schaut, wenn die neue Halle fertig sein soll.
Wer sind die Favoriten in der 2. Bundesliga?
Wild Wings Schwenningen gegen Ravensburg Tower Stars wäre ein logisches Finale. Beide Clubs besitzen materiell die besten Voraussetzungen und damit mehr denn je einen Wettbewerbsvorteil. Der Vorjahres-Vize Schwenningen hat seinen Kader weitgehend beisammen gehalten. Mit Radek Krestan wurde ein Tor-Garant zurückgeholt. Ravensburgs Prunkstück ist die Abwehr um Matt Kinch und Lukas Slavetinsky. Die Bietigheim Steelers, Meister des Jahres 2009, müssen dagegen kräftig sparen und haben viele Leistungsträger abgegeben.
Wie tippen die Experten?
Die Fachzeitschrift Eishockey-News ordnet in ihrem Liga-TÜV die drei sächsischen Clubs Weißwasser, Dresden und Crimmitschau als Außenseiter ein. Zu den Füchsen meint das Blatt: »Die Erfolge der Vorsaison sind nicht leicht zu wiederholen, da man Schlüsselspieler abgeben musste. Am Rande von Platz zehn mitzuspielen, ist dem Team aber durchaus zuzutrauen.« Vom vierköpfigen Experten-Gremium, das in jedem Jahr die Abschluss-Tabelle tippt, sieht beispielsweise Ex-Nationalspieler Wayne Hynes die Füchse auf Platz sieben. Eishockey-News-Redakteur Tobias Welck gruppiert sie dagegen als Tabellenletzter ein.
Dass die Füchse einige Wochen vor dem Saisonstart zu Fotoaufnahmen in den Tagebau Nochten gefahren sind, hat durchaus symbolischen Charakter. Denn auch die kommende Spielzeit wird alles andere als eine Asphalt-Autobahn in Richtung Erfolg. Der Weg zum Klassenerhalt dürfte wieder steinig und schwer werden. Gleichwohl ist es eine reizvolle Aufgabe, findet Trainer Dirk Rohrbach: »Wir werden auch diesmal wieder unsere Chancen bekommen, um die nötigen Punkte für die Pre-Playoffs oder die Playoffs zu sammeln.« Gemeinsam mit Teammanager Ralf Hantschke trägt Rohrbach die sportliche Verantwortung. Beide haben im Sommer ein Team zusammengebastelt, das sich im schwierigen Gelände erneut so bravourös behaupten will wie in den vergangenen beiden Jahren, als die Füchse die Playoffs erreichten. Die RUNDSCHAIU erklärt die wichtigsten Fragen vor dem Saisonstart am Freitag, wenn Weißwasser im brisanten Sachsenderby auf die Eislöwen Dresden (19.30 Uhr) trifft.
Wie ist die Ausgangsposition der Füchse?
Das Team ist mehr denn je der Star. Nach den Abgängen der Torjäger Carsten Gosdeck und Marvin Tepper setzen die Füchse auf mannschaftliche Geschlossenheit. Weil es finanziell unmöglich war, die beiden Torjäger auf dem deutschen Markt adäquat zu ersetzen, wurden anders als im Vorjahr wieder alle Kontingentstellen besetzt. »In der Breite sind wir besser aufgestellt als in der vergangenen Saison. Wir haben eine gute Mischung aus jungen Talenten und sehr erfahrenen Spielern beisammen«, beschreibt Teammanager Hantschke den Charakter des neuen Füchse-Teams.
Auf welche Spieler kommt es besonders an?
Im Tor ist der Kanadier Ryan MacDonald wieder als »Lebensversicherung« der Füchse gefragt. Er war bis zu seiner Schulterverletzung Ende November ein sicherer Rückhalt. In der Abwehr bilden Sebastian Klenner und Sven Valenti erneut das Topduo. Auch von Neuzugang Rory Rawlyk müssen Impulse kommen. Im Angriff ist Danny Albrecht als Sturmführer der ersten Reihe nach den Abgängen von Gosdeck und Tepper ganz besonders gefragt. Rückkehrer Peter Szabo trägt ebenfalls große Erwartungen.
Wie sind die wirtschaftlichen Voraussetzungen?
Die Füchse müssen weiterhin Altverbindlichkeiten abbauen. Ein Teil dieser Altlasten wurde wie geplant in der Saison 2009/10 abgetragen, die trotz schwieriger Rahmenbedingungen mit einem positiven Betriebsergebnis abgeschlossen wurde. Wie hoch das Budget für die kommende Spielzeit genau ist, darüber schweigen sich die Verantwortlichen erstmals aus. Der Etat dürfte jedoch erneut bei rund einer Million Euro liegen. Damit liegen die Füchse im unteren Teil der Geldrangliste. »Unser Hauptziel für die nächsten Jahre ist, mit einer seriösen Geschäftspolitik den langfristigen Erhalt des Profi-Eishockeys in Weißwasser abzusichern«, erklärt Geschäftsführer René Reinert. Zumal Eishockey-Weißwasser schon jetzt gespannt auf das Jahr 2012 schaut, wenn die neue Halle fertig sein soll.
Wer sind die Favoriten in der 2. Bundesliga?
Wild Wings Schwenningen gegen Ravensburg Tower Stars wäre ein logisches Finale. Beide Clubs besitzen materiell die besten Voraussetzungen und damit mehr denn je einen Wettbewerbsvorteil. Der Vorjahres-Vize Schwenningen hat seinen Kader weitgehend beisammen gehalten. Mit Radek Krestan wurde ein Tor-Garant zurückgeholt. Ravensburgs Prunkstück ist die Abwehr um Matt Kinch und Lukas Slavetinsky. Die Bietigheim Steelers, Meister des Jahres 2009, müssen dagegen kräftig sparen und haben viele Leistungsträger abgegeben.
Wie tippen die Experten?
Die Fachzeitschrift Eishockey-News ordnet in ihrem Liga-TÜV die drei sächsischen Clubs Weißwasser, Dresden und Crimmitschau als Außenseiter ein. Zu den Füchsen meint das Blatt: »Die Erfolge der Vorsaison sind nicht leicht zu wiederholen, da man Schlüsselspieler abgeben musste. Am Rande von Platz zehn mitzuspielen, ist dem Team aber durchaus zuzutrauen.« Vom vierköpfigen Experten-Gremium, das in jedem Jahr die Abschluss-Tabelle tippt, sieht beispielsweise Ex-Nationalspieler Wayne Hynes die Füchse auf Platz sieben. Eishockey-News-Redakteur Tobias Welck gruppiert sie dagegen als Tabellenletzter ein.
Von Frank Noack
Quelle: Lausitzer Rundschau