Chris Straube kehrt zurück in den Fuchsbau. 2006 feierten die Fans der Lausitzer Füchse die Verpflichtung des Kanadiers frenetisch, diesmal dürften den 36-Jährigen aber Pfiffe erwarten. Straube kommt mit Erzrivale Dresdner Eislöwen zum Liga-Auftakt.
Englands Stürmer-Legende Gary Lineker hat nicht nur oft ins Tor getroffen, sondern sich auch mit einem bemerkenswerten Spruch verewigt. Fußball sei ein einfaches Spiel, analysierte Lineker. 22 Männer jagen 90 Minuten lang einem Ball nach, und am Ende würden sowieso immer die Deutschen gewinnen. Lineker hat sicher auch nach seiner erfolgreichen Karriere noch keine Zeit gehabt, um sich mit dem sächsischen Zweitliga-Eishockey zu befassen. Sonst hätte er vermutlich auch diesen Spruch produziert: „Derby ist, wenn sich zwölf Männer um einen Puck streiten, und am Ende Chris Straube Dresden abschießt.“
Denn aus Sicht der Lausitzer Füchse ist es zu einer schönen Tradition geworden, dass Straube in den Derbys seine besten Spiele abliefert. Manchmal hat der 36-Jährige sogar Tore erzielt, ohne aufs Tor zu schießen. Zum Beispiel in den Playdowns gegen Dresden im Jahr 2007, als er kurz vor Schluss allein auf den leeren Kasten zulief und gefoult wurde. Das Regelwerk sieht für derartige Fälle ein so genanntes technisches Tor vor. Straube im Füchse-Trikot gegen Dresden – da konnte eigentlich nichts schief gehen.
Wenn die Füchse am heutigen Freitag beim Zweitliga-Auftakt wieder einmal auf Dresden (19.30 Uhr) treffen, ist alles anders. Straube spielt nicht mehr für Weißwasser – sondern für Dresden. Auch wenn er dort zunächst nur einen Probevertrag für vier Partien erhielt. So mancher Füchse-Fan wird sich an den Anblick erst gewöhnen müssen. Es ist so, als wenn Gary Lineker plötzlich nicht mehr das Three-Lions-Logo, sondern den deutschen Adler auf der Brust getragen hätte.
Für die Fans sind Derbys besondere Spiele. „Der Kartenvorverkauf läuft sehr, sehr gut“, berichtet Füchse-Sprecher Andreas Friebel. Die Rivalität zwischen Weißwasser und Dresden garantiert eine gut gefüllte Halle. Begründet ist diese Rivalität in den geografischen Gegensätzen. Hier das kleine Weißwasser, da das große Dresden – Provinz gegen Landeshauptstand. Quasi DDR-Oberliga 2.0; nur heißt Berlin jetzt Dresden. Dass der kleinere Rivale zuletzt die größeren Erfolge zu verzeichnen hatte, liefert die passende Illustration zur Geschichte von David und Goliath. 2007 gewann Weißwasser die Playdowns gegen Dresden, genau wie in der abgelaufenen Saison die Pre-Playoffs. Ohnehin ist das Bild von David und Goliath ins Wanken geraten, seitdem die Eislöwen beim leidigen Thema Zu-wenig-Geld-haben neuerdings mit aller Macht die Füchse überholen wollen.
Kultiviert wird die Rivalität vor allem in den Fanlagern. Auf dem Eis dagegen gibt es viele, die schon in beiden Clubs aktiv waren. Beispielsweise die Füchse-Verteidiger Sebastian Klenner und Marcel Linke. Robin Sochan und Bastian Steingroß wechselten im Sommer die Seiten in umgekehrte Richtung. Insgesamt sechs Spieler der Eislöwen waren in ihrem früheren Eishockey-Leben auch schon Füchse. Dresden sei neuerdings Weißwasser 1b unkt mancher, der es mit den Eislöwen nicht so gut meint.
Für die Fans ändern die Wechselspiele nichts am Reiz der Derbys. Nur das neuste Kapitel der Straube-Saga lässt sich diesmal schwer vorhersagen. Die Frage ist nämlich: Spielt er mit den Eislöwen so stark wie früher gegen die Eislöwen? Bei Gary Lineker in England lässt sich leider keine brauchbare Antwort finden. Ersatzweise sollten die Füchse deshalb den Tipp von Linekers deutschem Kicker-Kollegen Lothar Matthäus beherzigen, um ohne Straube gegen Dresden mit Straube zu siegen. Matthäus hatte seinem Team einst geraten: „Wir dürfen jetzt nicht den Sand in den Kopf stecken.“ Nicht nur bei Fußballern kann das unangenehme Folgen haben.
Zum Thema:
Christian Grosch hat seine Chance genutzt. Der 30-Jährige Stürmer bleibt bis Saisonende in Weißwasser. Mitte August war Grosch zu einem Probetraining zu den Füchsen gekommen. »Christian hat unsere Erwartungen voll erfüllt«, sagte Team-Manager Ralf Hantschke.
Englands Stürmer-Legende Gary Lineker hat nicht nur oft ins Tor getroffen, sondern sich auch mit einem bemerkenswerten Spruch verewigt. Fußball sei ein einfaches Spiel, analysierte Lineker. 22 Männer jagen 90 Minuten lang einem Ball nach, und am Ende würden sowieso immer die Deutschen gewinnen. Lineker hat sicher auch nach seiner erfolgreichen Karriere noch keine Zeit gehabt, um sich mit dem sächsischen Zweitliga-Eishockey zu befassen. Sonst hätte er vermutlich auch diesen Spruch produziert: „Derby ist, wenn sich zwölf Männer um einen Puck streiten, und am Ende Chris Straube Dresden abschießt.“
Denn aus Sicht der Lausitzer Füchse ist es zu einer schönen Tradition geworden, dass Straube in den Derbys seine besten Spiele abliefert. Manchmal hat der 36-Jährige sogar Tore erzielt, ohne aufs Tor zu schießen. Zum Beispiel in den Playdowns gegen Dresden im Jahr 2007, als er kurz vor Schluss allein auf den leeren Kasten zulief und gefoult wurde. Das Regelwerk sieht für derartige Fälle ein so genanntes technisches Tor vor. Straube im Füchse-Trikot gegen Dresden – da konnte eigentlich nichts schief gehen.
Wenn die Füchse am heutigen Freitag beim Zweitliga-Auftakt wieder einmal auf Dresden (19.30 Uhr) treffen, ist alles anders. Straube spielt nicht mehr für Weißwasser – sondern für Dresden. Auch wenn er dort zunächst nur einen Probevertrag für vier Partien erhielt. So mancher Füchse-Fan wird sich an den Anblick erst gewöhnen müssen. Es ist so, als wenn Gary Lineker plötzlich nicht mehr das Three-Lions-Logo, sondern den deutschen Adler auf der Brust getragen hätte.
Für die Fans sind Derbys besondere Spiele. „Der Kartenvorverkauf läuft sehr, sehr gut“, berichtet Füchse-Sprecher Andreas Friebel. Die Rivalität zwischen Weißwasser und Dresden garantiert eine gut gefüllte Halle. Begründet ist diese Rivalität in den geografischen Gegensätzen. Hier das kleine Weißwasser, da das große Dresden – Provinz gegen Landeshauptstand. Quasi DDR-Oberliga 2.0; nur heißt Berlin jetzt Dresden. Dass der kleinere Rivale zuletzt die größeren Erfolge zu verzeichnen hatte, liefert die passende Illustration zur Geschichte von David und Goliath. 2007 gewann Weißwasser die Playdowns gegen Dresden, genau wie in der abgelaufenen Saison die Pre-Playoffs. Ohnehin ist das Bild von David und Goliath ins Wanken geraten, seitdem die Eislöwen beim leidigen Thema Zu-wenig-Geld-haben neuerdings mit aller Macht die Füchse überholen wollen.
Kultiviert wird die Rivalität vor allem in den Fanlagern. Auf dem Eis dagegen gibt es viele, die schon in beiden Clubs aktiv waren. Beispielsweise die Füchse-Verteidiger Sebastian Klenner und Marcel Linke. Robin Sochan und Bastian Steingroß wechselten im Sommer die Seiten in umgekehrte Richtung. Insgesamt sechs Spieler der Eislöwen waren in ihrem früheren Eishockey-Leben auch schon Füchse. Dresden sei neuerdings Weißwasser 1b unkt mancher, der es mit den Eislöwen nicht so gut meint.
Für die Fans ändern die Wechselspiele nichts am Reiz der Derbys. Nur das neuste Kapitel der Straube-Saga lässt sich diesmal schwer vorhersagen. Die Frage ist nämlich: Spielt er mit den Eislöwen so stark wie früher gegen die Eislöwen? Bei Gary Lineker in England lässt sich leider keine brauchbare Antwort finden. Ersatzweise sollten die Füchse deshalb den Tipp von Linekers deutschem Kicker-Kollegen Lothar Matthäus beherzigen, um ohne Straube gegen Dresden mit Straube zu siegen. Matthäus hatte seinem Team einst geraten: „Wir dürfen jetzt nicht den Sand in den Kopf stecken.“ Nicht nur bei Fußballern kann das unangenehme Folgen haben.
Zum Thema:
Christian Grosch hat seine Chance genutzt. Der 30-Jährige Stürmer bleibt bis Saisonende in Weißwasser. Mitte August war Grosch zu einem Probetraining zu den Füchsen gekommen. »Christian hat unsere Erwartungen voll erfüllt«, sagte Team-Manager Ralf Hantschke.
Von Frank Noack
Quelle: Lausitzer Rundschau