Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Füchse-Kader so stark wie in der Vorsaison?
17.09.2010 | 06:24 Uhr von
Trainer Dirk Rohrbach ist trotz prominenter Abgänge optimistisch. Fragezeichen gibt es im Tor und Sturm.
Heute endet sie endlich – die eishockeylose Zeit. Die Lausitzer Füchse starten in die nächste, ihre insgesamt 14. Zweitliga-Saison. Los geht es gleich mit dem Sachsenderby zu Hause gegen Dresden.

Die Experten und Fans sind skeptisch – zu durchwachsen waren die Ergebnisse in den Vorbereitungsspielen mit hohen Niederlagen gegen Wolfsburg und Plzen. Dirk Rohrbach, der Trainer der Lausitzer Füchse, ist da optimistischer: „Natürlich hatten wir einige hochkarätige Abgänge. Aber ich bin überzeugt davon, dass die Spieler, die wir neu geholt haben, die entstandenen Lücken schließen können.“ In der Vorbereitung mussten die Füchse mit dem Handicap leben, dass einige Führungsspieler verletzt ausgefallen sind. „Meine Schlüsse konnte ich trotzdem ziehen. Jetzt kommt es darauf an, dass wir uns als Team schnell finden“, ergänzt Rohrbach. Aber das gehe allen Konkurrenten auch so.

Die SZ wirft im Folgenden einen Blick auf die Mannschaftsteile des neuen Füchse-Teams.

Tor

Nach der Verletzung von Ryan MacDonald in der vergangenen Saison wurde dessen Landsmann Jonathan Boutin geholt, der eine überragende Leistung bot und zum besten Torhüter der gesamten Liga gewählt wurde. Jetzt ist Boutin wieder weg, und MacDonald kehrt zurück. Auf ihm lastet eine große Verantwortung. Die Verantwortlichen hoffen, dass MacDonald schnell wieder zu seiner Form von vor der Verletzung zurückfindet. „Er wird von Woche zu Woche stabiler, wichtig für seinen Kopf ist, dass er weiß, dass seine Schulter hält.“ MacDonald braucht aber noch einige Spielpraxis.

Zweiter Mann hinter ihm sollte eigentlich Martin Niemz sein. Der verletzte sich aber beim Fußballspielen vor der Saison so schwer, dass Einsätze in dieser Spielzeit unwahrscheinlich sind. Die Füchse mussten reagieren und holten den Nachwuchstorwart Stephen Ritter aus Kassel. Ausschlaggebend für seine Verpflichtung gegenüber einem gleichwertigen Konkurrenten war, dass Ritter Rechtsfänger ist, die Fanghand also auf der „verkehrten Seite“ trägt. Das könnte Stürmer zusätzlich verwirren. „Stephen kann wachsen und wird seine Spielpraxis bekommen“, sagt Rohrbach. Robert Handrick ist Nachwuchstorwart und soll weiter lernen.

Verteidigung

Sochan und Steingroß sind nach Dresden abgewandert, der Kanadier Rawlyk ist dafür neu, und Valenti rückt in die Verteidigung. Rohrbach sieht damit die Lücke geschlossen. Klenner, Linke und Bartlick sind erfahrene Spieler, wobei Bartlick derzeit noch angeschlagen ist. Heyer hat sein Talent bereits in der vergangenen Saison unter Beweis gestellt, und Neuzugang Tomas Gulda hat in den Testspielen einige gute Ansätze gezeigt. Chris Neumann ist ein Ausbildungsspieler, für den Einsätze im Profiteam wohl die Ausnahme bleiben.

Sturm

Gosdeck, Tepper (kommt als Krefelder Förderlizenzspieler höchstens sporadisch bei den Füchsen zum Einsatz) und Straube sind die klangvollen Namen, die in der neuen Saison in der Füchse-Aufstellung fehlen. Den Ausgleich sollen die Neuzugänge Hartmann, Szabo und Forgie schaffen. Das wird aber schwer. Besonders die extrem starke erste Reihe (mit Tepper-Albrecht-Gosdeck) hatte für viele wichtige Tore gesorgt. Rohrbach, der kein Freund von ständigen Veränderungen in der Reihenzusammenstellung ist, will mit Hartmann-Albrecht-Masek (1.Reihe), Grosch-Forgie-Szabo (2.Reihe) und Lehnigk-Kruminsch-Götz (3. Reihe) in die Saison gehen. Auch andere junge Spieler werden ihre Einsatzzeiten erhalten. „Wir sind nicht schwächer geworden“, beteuert Rohrbach, aber man müsse hart arbeiten.

Fazit

Die Zielstellung der Füchse, das Erreichen der Pre-Playoffs (dazu reicht Rang zehn) ist realistisch. Nach dem Playoff-Halbfinale in der vorletzten Saison und dem Viertelfinale der vergangenen Saison scheint der Kader ähnlich stark – wenn die Neuzugänge die Erwartungen erfüllen. Fragezeichen muss man (noch) hinter Ryan MacDonald, der den überragenden Boutin wieder ablöst, und den Sturm setzen, wo es schwer sein wird, die Durchschlagskraft der alten ersten Reihe zu erreichen. Entscheidend dürfte das Über- und Unterzahlspiel werden, bei dem die Füchse in der vergangenen Saison eine gute Figur gemacht haben.

Die Liga

Schwenningen und Ravensburg sind die Favoriten. „Einige bewegen sich auf unserem Niveau, drei davon müssen wir hinter uns lassen“, sagt Rohrbach. Am besten beginnt man damit gleich heute.

Von Frank Thümmler

Quelle: SZ-Online
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