Weißwasser. Die Dresdner Eislöwen haben zum Auftakt der neuen Eishockey-Saison für die erste Überraschung gessorgt und das Duell bei den Lausitzer Füchsen mit 7:6 (3:0, 0:3, 3:3) nach Penaltyschießen gewonnen. Goldener Torschütze war der Finne Sami Kaartinen, der als einziger Crack zum Schluss vom Strafpunkt erfolgreich war.
Spannung, viele Tore, Dramatik pur - Eishockey-Herz, was willst du mehr. All das bot das Sachsenderby am Freitag im ausverkauften Fuchsbau zu Weißwasser. Erst jubelten die Gäste aus Dresden, dann kämpften sich die Hausherren zurück und glaubten sich schon am Ziel. Aber die Elbestädter schlugen zurück und am Ende brauchten die Fans einen "Herzschrittmacher", so nervenaufreibend war der unglaubliche Eis-Krimi, der Lust auf mehr macht.
So einen Auftakt hätten sich die Anhänger der Eislöwen in ihren kühnsten Träumen nicht erhofft. Schon nach zwei Minuten durften sie im Fuchsbau das erste Mal jubeln. Während die Füchse vom ersten Moment nach vorn gestürmt waren, dabei aber ihre Defensive sträflich vernachlässigten, spielten die Dresdner ganz cool und vor allem effektiv. Gleich der erste Angriff saß: Bruce Becker netzte nach einer Minute und 49 Sekunden zum 1:0 ein. Und dem ersten Streich folgte der zweite sogleich. Nur zwei Minuten darauf nutzte Jan Zurek den nächsten groben Schnitzer der Lausitzer Defensivabteilung und beförderte den Puck bei einem Nachschuss aus Nahdistanz in die Maschen. Füchse-Trainer Dirk Rohrbach blieb nichts anderes übrig, er winkte seine "müden Krieger" zur Auszeit an die Bande und versuchte sie auf Kurs zu bringen.
Zwar fanden die Hausherren nun langsam ihre Ordnung, aber dafür zog ihnen immer wieder der neue Eislöwen-Hexenmeister Pasi Häkkinen den Nerv. Der Finne parierte einfach alles, rettete uner anderen gegen Valenti, Götz und Masek. Richard Hartmann verfehlte dazu noch in Überzahl das leere Dresdner Gehäuse (12.). Die blau-weiße Fangemeinde aus Elbfloren rief "Häkkinen, Häkkinen". Als Füchse-Kapitän Sebastian Klenner und Sven Valenti in der 16. Minute den Puck den Eislöwen vorm eigenen Gehäuse vor die Füßse servierten, bedankte sich Eislöwen-Torjäger Sami Kaartinen mit schönem Nachschuss. Kurz darauf stimmten die Fans aus Dresden schon Partygesänge an: "Hey, das geht ab. Wir feiern die ganze Nacht", tönte es aus dem Eislöwen-Fanblock. Aber man soll den Tag nicht vor dem Abend loben. Füchse-Trainer Dirk Rohrbach fand wohl in der Partie die richtige Ansprache an seinen bis dahin ungeordneten "Hühnerhaufen".
Wie verwandelt kamen die Gastgeber zurück aufs Eis. Zwar vergab Ervin Masek in der 24. Minute die nächste Großchance und Pasi Häkkinen verhinderte kurz darauf eine weitere Möglichkeit der Lausitzer mit perfektem "Becker-Hecht". Doch es wurde schon deutlich, nun bestimmten die Füchse die Musik. Als Ex-Eislöwe Sebastian Klenner in der 25. Minute in Überzahl die Scheibe am weit heraus gelaufenen Häkkinen vorbei ins Netz schob, durften nun auch die Gelb-Blauen jubeln. Und es war das Signal zum "Sturm der Eislöwen-Festung". Schon vier Minuten darauf musste Häkkinen nach einem Treffer von Markus Lehnigk erneut hinter sich greifen. "Jetzt geht´s los", sangen die Füchse-Fans. Lehnigk war es auch, der in der 34. Minute einen Fehler von Chris Straube zum Ausgleich nutzte. Jetzt stand der Fuchsbau Kopf.
Das letzte Drittel war dann nichts mehr für schwache Nerven. Schon nach sechs Minuten sahen die Rohrbach-Schützlinge wie der sichere Sieger aus. Wie entfesselt waren sie aus der Kabine gekommen und hatten durch Tore von Marcel Linke (42.), Markus Lehnigk (43.) und Sven Valenti (49.) den ersten Saisonsieg schon auf der Kelle. Aber die Eislöwen ergaben sich keinesfalls. Chris Straube gelang in der 49. Minute das 4:6, Sami Kaartinen schickte zwei Minuten darauf den Anschluss hinterher. Jetzt lieferten sich beide Teams einen Kampf auf Biegen und Brechen. Der Höhepunkt in der letzten Minute: Nach einer Auszeit von Thomas Popiesch und der Herausnahme von Pasi Häkkinen gerieten die Füchse massiv unter Druck. Goalie Ryan MacDonald verschaffte sich "Luft" durch das Verschiebe seines Tores, aber dafür gibt es neuerdings in den letzten zwei Minuten Penalty. Den verwandelte Jan Zurek 44 Sekunden vor Schluss zum 6:6. Als die Verlängerung nichts brachte, ging es zum Nervenkitzel schlechthin, dem Penaltyschießen. Sami Kaartinen machte am Ende den Unterschied.
Am Sonntag empfangen die Eislöwen nun die Heilbronner Falken daheim, während die Füchse zum Mitfavoriten Schwenningen müssen. (Sebastian Kositz)
quelle: www.dnn-online.de
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Weißwasser. Die Dresdner Eislöwen haben zum Auftakt der neuen Eishockey-Saison für die erste Überraschung gessorgt und das Duell bei den Lausitzer Füchsen mit 7:6 (3:0, 0:3, 3:3) nach Penaltyschießen gewonnen. Goldener Torschütze war der Finne Sami Kaartinen, der als einziger Crack zum Schluss vom Strafpunkt erfolgreich war.
Spannung, viele Tore, Dramatik pur - Eishockey-Herz, was willst du mehr. All das bot das Sachsenderby am Freitag im ausverkauften Fuchsbau zu Weißwasser. Erst jubelten die Gäste aus Dresden, dann kämpften sich die Hausherren zurück und glaubten sich schon am Ziel. Aber die Elbestädter schlugen zurück und am Ende brauchten die Fans einen "Herzschrittmacher", so nervenaufreibend war der unglaubliche Eis-Krimi, der Lust auf mehr macht.
So einen Auftakt hätten sich die Anhänger der Eislöwen in ihren kühnsten Träumen nicht erhofft. Schon nach zwei Minuten durften sie im Fuchsbau das erste Mal jubeln. Während die Füchse vom ersten Moment nach vorn gestürmt waren, dabei aber ihre Defensive sträflich vernachlässigten, spielten die Dresdner ganz cool und vor allem effektiv. Gleich der erste Angriff saß: Bruce Becker netzte nach einer Minute und 49 Sekunden zum 1:0 ein. Und dem ersten Streich folgte der zweite sogleich. Nur zwei Minuten darauf nutzte Jan Zurek den nächsten groben Schnitzer der Lausitzer Defensivabteilung und beförderte den Puck bei einem Nachschuss aus Nahdistanz in die Maschen. Füchse-Trainer Dirk Rohrbach blieb nichts anderes übrig, er winkte seine "müden Krieger" zur Auszeit an die Bande und versuchte sie auf Kurs zu bringen.
Zwar fanden die Hausherren nun langsam ihre Ordnung, aber dafür zog ihnen immer wieder der neue Eislöwen-Hexenmeister Pasi Häkkinen den Nerv. Der Finne parierte einfach alles, rettete uner anderen gegen Valenti, Götz und Masek. Richard Hartmann verfehlte dazu noch in Überzahl das leere Dresdner Gehäuse (12.). Die blau-weiße Fangemeinde aus Elbfloren rief "Häkkinen, Häkkinen". Als Füchse-Kapitän Sebastian Klenner und Sven Valenti in der 16. Minute den Puck den Eislöwen vorm eigenen Gehäuse vor die Füßse servierten, bedankte sich Eislöwen-Torjäger Sami Kaartinen mit schönem Nachschuss. Kurz darauf stimmten die Fans aus Dresden schon Partygesänge an: "Hey, das geht ab. Wir feiern die ganze Nacht", tönte es aus dem Eislöwen-Fanblock. Aber man soll den Tag nicht vor dem Abend loben. Füchse-Trainer Dirk Rohrbach fand wohl in der Partie die richtige Ansprache an seinen bis dahin ungeordneten "Hühnerhaufen".
Wie verwandelt kamen die Gastgeber zurück aufs Eis. Zwar vergab Ervin Masek in der 24. Minute die nächste Großchance und Pasi Häkkinen verhinderte kurz darauf eine weitere Möglichkeit der Lausitzer mit perfektem "Becker-Hecht". Doch es wurde schon deutlich, nun bestimmten die Füchse die Musik. Als Ex-Eislöwe Sebastian Klenner in der 25. Minute in Überzahl die Scheibe am weit heraus gelaufenen Häkkinen vorbei ins Netz schob, durften nun auch die Gelb-Blauen jubeln. Und es war das Signal zum "Sturm der Eislöwen-Festung". Schon vier Minuten darauf musste Häkkinen nach einem Treffer von Markus Lehnigk erneut hinter sich greifen. "Jetzt geht´s los", sangen die Füchse-Fans. Lehnigk war es auch, der in der 34. Minute einen Fehler von Chris Straube zum Ausgleich nutzte. Jetzt stand der Fuchsbau Kopf.
Das letzte Drittel war dann nichts mehr für schwache Nerven. Schon nach sechs Minuten sahen die Rohrbach-Schützlinge wie der sichere Sieger aus. Wie entfesselt waren sie aus der Kabine gekommen und hatten durch Tore von Marcel Linke (42.), Markus Lehnigk (43.) und Sven Valenti (49.) den ersten Saisonsieg schon auf der Kelle. Aber die Eislöwen ergaben sich keinesfalls. Chris Straube gelang in der 49. Minute das 4:6, Sami Kaartinen schickte zwei Minuten darauf den Anschluss hinterher. Jetzt lieferten sich beide Teams einen Kampf auf Biegen und Brechen. Der Höhepunkt in der letzten Minute: Nach einer Auszeit von Thomas Popiesch und der Herausnahme von Pasi Häkkinen gerieten die Füchse massiv unter Druck. Goalie Ryan MacDonald verschaffte sich "Luft" durch das Verschiebe seines Tores, aber dafür gibt es neuerdings in den letzten zwei Minuten Penalty. Den verwandelte Jan Zurek 44 Sekunden vor Schluss zum 6:6. Als die Verlängerung nichts brachte, ging es zum Nervenkitzel schlechthin, dem Penaltyschießen. Sami Kaartinen machte am Ende den Unterschied.
Am Sonntag empfangen die Eislöwen nun die Heilbronner Falken daheim, während die Füchse zum Mitfavoriten Schwenningen müssen.
(Sebastian Kositz)
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