Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Brittig vermisst bei seiner Mannschaft den Willen
27.09.2010 | 09:07 Uhr von
Nach drei Spielen stehen die Bietigheim Steelers ohne Sieg auf dem letzten Tabellenplatz. Trainer Brittig vermisste bei der 3:4-Niederlage nach Penaltyschießen gegen die Lausitzer Füchse den Willen.
Mühsam kratzen die Steelers daheim ihre Pünktchen zusammen. Auch im gestrigen zweiten Heimspiel der laufenden Saison reichte es wieder nur zu einem Zähler durch das 3:3 nach 60 Minuten. Im Penaltyschießen unterlagen sie wie schon eine Woche zuvor den Starbulls Rosenheim auch den Lausitzer Füchsen aus Weißwasser. "Wenn gestandene Spieler zum Penalty antreten, muss einfach mal einer mit Gewalt rein", zürnte Trainer Christian Brittig den Schützen Brent Walton, Alexander Serikow und Alexander Selivanov. Während Walton am Tor vorbeigeschossen hatte, scheiterten die beiden anderen an Torhüter Ryan MacDonald. Auf der Gegenseite verwandelte Danny Albrecht gleich im ersten Versuch. Martin Morczinietz wehrte danach gegen Thomas Götz ab.

"Ich habe zwei Gesichter meiner Mannschaft gesehen", ließ der Steelers-Coach hinterher wissen, wobei er in das schöne nur exakt zwei Minuten lang schauen durfte. "Bei der zweifachen Überzahl waren wir überragend. Sonst hat der Willen gefehlt. Einige sind vom Willen her einfach noch nicht so weit", hat Brittig festgestellt.

Allzu lange dauern darf die Findungsphase im mentalen Bereich allerdings nicht, denn wenn die Ergebnisse weiter ausbleiben, wird sich die geringe Zahl an Zuschauern kaum merklich steigern lassen. Gestern waren knapp 1000 Besucher in der Halle. Dass im sportlichen Bereich noch nicht alles rund laufen kann, ist angesichts der stark veränderten Mannschaft und des Einbaus etlicher junger Spieler nicht verwunderlich. Da fehlt die Abstimmung, die Laufwege müssen automatisiert, und Spielzüge einstudiert werden. Brittig weiß genau, warum er um Geduld wirbt beim Aufbau eines neuen Teams.

In dem gab es gestern auch gute Ansätze gab. So scheint sich Brent Walton mit zunehmender Spielpraxis seiner einstigen Form zu nähern. Ihm gelang gegen die Füchse ein Tor. Und Sekunden vor Ablauf der regulären Spielzeit wäre ihm beinahe sein zweiter Treffer und damit das 4:3 gelungen. Er scheiterte aber an MacDonald.

Die Lausitzer Füchse lieferten gestern ihre bislang beste Saisonleistung ab. Sie legten viel Wert auf eine geordnete Defensive, nachdem die Abwehrarbeit zuletzt in der Kritik stand. Im Spielaufbau war das Team von Coach Dirk Rohrbach gestern mehrere Schritte weiter als die Steelers, und auch bei der Fitness konnten die Füchse gut mithalten. "Wir haben diszipliniert und geduldig gespielt", lobte Rohrbach sein Team nach dem zweiten Saisonsieg. Den ersten hatten die Füchse am Freitag gegen Landshut geholt.

Die Steelers durften gestern in den ersten zehn Minuten zweimal an ihrem Überzahlspiel arbeiten, brachten aber nichts Zählbares zustande. Wie es geht, zeigten die Gäste nach zwölf Minuten. Erst 20 Sekunden der Überzahl war abgelaufen, da hatten sie schon zugeschlagen und waren durch Peter Szabo in Führung gegangen.

Den Ausgleich erzielte Serikow erst in der 23. Minute. Vorausgegangen war ein strammer Schuss von Andreas Geipel. Serikow verlängerte die Scheibe ins Tor. In Überzahl gerieten die Steelers erneut in Rückstand. Christian Grosch hatte den Steelers die Scheibe "geklaut" und war die linke Bande entlang nach vorne geflitzt, hatte knallhart abgezogen. Da der mitgelaufene Albrecht den Puck mit dem Schläger touchierte, war Morczinietz ohne Chance (35.). Noch in Unterzahl kassierten die Gäste keine 50 Sekunden später den Ausgleich. Nach einem Pfostenknaller von Stephane Robitaille war Serikow erneut zur Stelle. Nach Strafzeiten gegen Dominik Hammer und Pascal Schoofs gerieten die Steelers in zweifache Unterzahl, die sie mit großer Leidenschaft, Kampf und Einsatz unbeschadet überstanden. In umgekehrter Reihenfolge, aber in der Entstehung ähnlich wie zuvor, fielen die Treffer, die zum 3:3 führten. Die 3:2 erzielte Walton nach glänzenden Vorarbeit von Rene Schoofs in Unterzahl (57.). Umgehend glichen diesmal die Lausitzer Füchse aus, nutzten die noch laufende Überzahl und kamen durch einen Schuss von Rory Rawlyk von der blauen Linie zum Ausgleich.

Redaktion: CLAUS PFITZER

Quelle: Bietigheimer Zeitung
897 mal gelesen
 
» Die News ist älter als 14 Tage. Die Kommentarfunktion wurde deshalb deaktiviert.
MATCHUP
31. Spieltag
Fr. 02.01. - 19:30

2. 21.09. H 4:3
26. 21.12. A 3:5
 
32. Spieltag
So. 04.01. - 17:00

1. 19.09. A 2:4
14. 02.11. H 4:1
LETZTER SPIELTAG
Di. 30.12.25
  1 2 3 F
LF 2 0 1 3
EVL 0 0 1 1
KURZTABELLE
1. Krefeld Pinguine 64
2. Kassel Huskies 58
3. Star Bulls Rosen 56
4. EV Landshut 51
5. Eispiraten Crimm 47
6. SC Bietigheim St 46
7. Ravensburg Tower 46
8. EV Regensburg 45
9. Lausitzer Füchse 44
10. Düsseldorfer EG 43
11. Blue Devils Weid 39
12. EC Bad Nauheim 36
13. EHC Freiburg 34
14. ESV Kaufbeuren 24
KALENDER
LINKS
ADMINISTRATION