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Weißwasser zeigt Aufwärtstrend, aber Füchse-Chefs warnen vor Selbstzufriedenheit
29.09.2010 | 06:01 Uhr von
Mit zwei Siegen haben die Lausitzer Füchse am Wochenende endlich in die Erfolgsspur in der 2. Eishockey-Bundesliga gefunden. Entsprechend groß war die Erleichterung in Weißwasser. Trotz des Aufwärtstrend warnen die Füchse-Chefs aber vor Selbstzufriedenheit.
»Wir haben am Wochenende einen wichtigen Schritt gemacht«, fasst Füchse-Trainer Dirk Rohrbach die Bilanz von fünf Punkten aus den beiden Partien zusammen. Weißwasser hatte zu Hause die Landshut Cannibals knapp 2:1 bezwungen und sich zwei Tage mit 4:3 nach Penaltyschießen bei den Bietigheim Steelers durchgesetzt. »Die Punkte gegen Landshut haben wir uns in erster Linie erkämpft. In Bietigheim war es vor allem ein Sieg der taktischen Disziplin«, betont Rohrbach.

Zumal gerade diese taktische Disziplin zum Saisonauftakt das große Problem der Füchse war. Denn bei den Niederlagen gegen Dresden und in Schwenningen brachten sie sich selbst um den Lohn ihrer Mühen, weil der Wille zwar sichtbar war, aber das durch Trainer Rohrbach und Teammanager Ralf Hantschke vorgegebene Konzept nicht über die kompletten 60 Minuten umgesetzt wurde. Auch deshalb gaben die Füchse im Sachsenderby gegen Dresden einen 6:3-Vorsprung noch aus der Hand.

Wie es viel besser funktionieren kann, bewies die Mannschaft vor allem Sonntag beim Auswärtssieg in Bietigheim gegen den Zweitliga-Meister des Jahres 2009. »Wir haben in diesem Spiel kompakt gestanden und wenig Konter zugelassen. Kein Spieler ist aus dem taktischen System ausgebrochen«, lobt Dirk Rohrbach seine Mannschaft.

Dass sich in Bietigheim mit Peter Szabo und Rory Rawlyk auch zwei Kontingentspieler in die Torschützenliste eintragen konnten, wurde von den Verantwortlichen hinter der Bande mit Zufriedenheit registriert. Denn auch die ausländischen Spieler blieben in den ersten Partien hinter den Erwartungen zurück. »Es ist klar: Die Ausländer stehen in der Pflicht. Wir werden in den nächsten Wochen sehr genau hinschauen«, betont Teammanager Hantschke und erhöht damit unmissverständlich den Druck. Allerdings lässt er als mildernde Umstände noch die aufgrund der vielen Verletzungen sehr zerfahrene Vorbereitung gelten. »Deshalb ist es keine Überraschung, dass das Verständnis untereinander erst wachsen muss«, erklärt er.

Endlich erste Erfolgserlebnisse: Die Füchse um Peter Szabo holten am Wochenende zwei Siege. Der Stürmer aus der Slowakei erzielte dabei in Bietigheim einen wichtigen Treffer. Foto: Hanske/mhs1

Klar ist aber auch, dass es auf die ausländischen Spieler in dieser Saison ganz besonders ankommen wird. Schließlich ist es das erklärte Ziel der Füchse, die durch die Abgänge der Torjäger Carsten Gosdeck und Marvin Tepper entstandene Lücke mit mehr Qualität auf den fünf Ausländerpositionen zu schließen. Das ist trotz der jüngsten Siege bisher nicht wirklich gelungen. Vor allem ein Torjäger wird im Fuchsbau dringend gesucht.

Eine Reaktion auf die Misere war die erste Umstellung innerhalb der Angriffsreihen. Coach Dirk Rohrbach beorderte am zurückliegenden Wochenende erstmals Szabo als Center in die erste Sturmreihe an die Seite von Richard Hartmann und Ervin Masek. Dafür rückte Danny Albrecht als Antreiber in die zweite Reihe neben Mike Forgie und Christian Grosch. Das Ergebnis konnte sich mit fünf Punkten aus zwei Spielen sehen lassen. Auf diesem Weg wollen die Füchse am Freitag im Heimspiel gegen den sächsischen Rivalen Crimmitschau (19.30 Uhr) weitermachen. »Wir dürfen jetzt nicht in Selbstzufriedenheit verfallen. Wir haben noch viel Arbeit vor uns«, warnt Rohrbach.

Von Frank Noack

Quelle: Lausitzer Rundschau
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