Gegen Crimmitschau enttäuschen vor allem einige Ausländer im Füchse-Trikot erneut.
In das zweite Sachsenderby der Saison gingen die Lausitzer Füchse mit viel Optimismus. AM vergangenen Wochenende hatten sie ein klare Leistungssteigerung gezeigt und zudem die acht der neun letzten Heimspiele gegen Crimmitschau gewonnen. Ein besonderes Spiel war es sicher für Christian Grosch, der aus Crimmitschau nach Weißwasser gewechselt ist, und für Elia Ostwald, einst eines der größten Weißwasseraner Talente, der jetzt mit einer Förderlizenz des Hamburger DEL-Clubs ind Crimmitschau spielt.
Der Optimismus der Füchse hatte dann nach dem ersten Drittel etwas Nahrung erhalten, wer aber genau hinsah, konnte trotz der 2:1-Führung der Gastgeber schon die Qualitäten der Erzgebirgler erkennen: schnell, geradlinig, intensiv nachsetzend, mit zwei Mann Forechecking spielend und trotzdem spielerisch elegant. Die Füchse hielten aber dagegen und spielten sich auch ihre Chancen heraus. Die erste große hatten jedoch die Crimmitschauer. MacDonald reagierte gleich zweimal gegen Schüsse von Carciola und Saurette prächtig. Quasi im Gegenzug fiel aber das 1:0 für die Füchse. Götz hatte die Scheibe von der linken Seite vor das Tor gebracht, wo sie Lehnigk entscheidend abfälschte.
Die Gäste zeigten sich aber nicht geschockt und kamen in der elften Minute zum Ausgleich. Nachdem die Füchse den Puck nicht aus dem Drittel bekamen, hatten die Gäste eine 2:1-Situation, an deren Ende Hein den Puck ins leere Tor schieben konnte. Danach hielt MacDonald gegen den allein auf ihn zulaufenden Ostwald. Etwas überraschend kamen die Füchse zur erneuten Führung – durch eine Einzelleistung des Oldies Ervin Masek. Der 43-Jährige bekam den Puck im gegnerischen Drittel, täuschte eine Schuss in die lange Ecke an, hob den Puck dann aber über die Schulter des Gästetorwarts ins Netz. IN den Schlussminuten des ersten Drittels hatten dann Szabo (Pfostenschuss), Götz (gehalten) und Hartmann (gehalten) drei gute Chancen zum 3:1.
Da war die Welt noch in Ordnung: Füchse-Routinier Ervin Masek (rechts) hat gerade das 2:1 erzielt.Foto: Gunnar Schulze
Nach dem zweiten Drittel hatten die Hoffnung der Füchse einen argen Dämpfer erhalten. Die Crimmitschauer zeigten jetzt ihre Stärken, die sie im ersten Drittel angedeutet hatten, perfekt. Die Füchse konnten nur reagieren und wirkten gegenüber den quirligen Gästen statisch. Schnell fiel das 2:2, und Füchse-Trainer Dirk Rohrbach nahm schon in der siebenten Minute seine Auszeit. Die brachte eine kurze Besserung, aber nicht mehr. Die Crimmitschauer hatten mehrfach den Führungstreffer auf dem Schläger, den dann Saurette im Nachsetzen (unter die Latte) nach einem schönen Solo von Strong erzielte (36.). Auch danach rettete MacDonald mehrfach großartig, so gegen den allein vor ihm auftauchenden Strong, gegen Saurette und den Nachschuss von McElroy.
Auch im Schlussdrittel überzeugt am ehesten die junge dritte Reihe, die noch den gefährlichsten Eindruck hinterließ. Die Füchse versuchten zwar alles, hatten die wohl beste Chance in Unterzahl, als Grosch allein vor dem Gästetorwart Güttner auftauchte. Auch bei einem Szabo-Versuch hatten die Fans schon den Torschrei auf den Lippen. Die Crimmitschauer aber waren selbst in einigen Situationen dem vierten Treffer nahe. So vergab Rau in Überzahl aus Nahdistanz. In den Schlussminuten inclusive einer Überzahl schafften es die Füchse nicht mehr, gefährliche Situationen zu kreieren – und so fuhren die Eispiraten als insgesamt verdiente Sieger nach Hause. Nun gilt es am Sonntag, in Freiburg verlorenen Boden wieder gut zumachen. Sonst dürfte eine Diskussion wieder aufflammen: die um die Stärke der Ausländer (außer Torwart MacDonald) bei den Füchsen. Nicht umsonst war gestern die dritte Reihe die beste, während von Forgie nichts, von Szabo, Hartmann und Rawlyk nur wenig zu sehen war. (Von Ronny Reddo und Frank Thümmler)
Quelle: www.sz-online.de
1 | Picard | 02.10.2010 @ 09:48
"Erzgebirgler" Erdkunde ist wohl nicht die Stärke des Verfassers.
2 | Rocco Roletti | 02.10.2010 @ 10:13
Naja,'' spielerisch elegant'' war das ganze beim ETC aber auch nicht.
3 | SCHWEDE | 02.10.2010 @ 12:57
Aber unterm Strich, eben doch besser als bei uns!
4 | Foxy1 | 02.10.2010 @ 15:19
@Picard
Hier gehts auch nicht um Erdkunde ...Professor!
5 | Taubentreter | 02.10.2010 @ 22:25
Aber wo er Recht hat...
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In das zweite Sachsenderby der Saison gingen die Lausitzer Füchse mit viel Optimismus. AM vergangenen Wochenende hatten sie ein klare Leistungssteigerung gezeigt und zudem die acht der neun letzten Heimspiele gegen Crimmitschau gewonnen. Ein besonderes Spiel war es sicher für Christian Grosch, der aus Crimmitschau nach Weißwasser gewechselt ist, und für Elia Ostwald, einst eines der größten Weißwasseraner Talente, der jetzt mit einer Förderlizenz des Hamburger DEL-Clubs ind Crimmitschau spielt.
Der Optimismus der Füchse hatte dann nach dem ersten Drittel etwas Nahrung erhalten, wer aber genau hinsah, konnte trotz der 2:1-Führung der Gastgeber schon die Qualitäten der Erzgebirgler erkennen: schnell, geradlinig, intensiv nachsetzend, mit zwei Mann Forechecking spielend und trotzdem spielerisch elegant. Die Füchse hielten aber dagegen und spielten sich auch ihre Chancen heraus. Die erste große hatten jedoch die Crimmitschauer. MacDonald reagierte gleich zweimal gegen Schüsse von Carciola und Saurette prächtig. Quasi im Gegenzug fiel aber das 1:0 für die Füchse. Götz hatte die Scheibe von der linken Seite vor das Tor gebracht, wo sie Lehnigk entscheidend abfälschte.
Die Gäste zeigten sich aber nicht geschockt und kamen in der elften Minute zum Ausgleich. Nachdem die Füchse den Puck nicht aus dem Drittel bekamen, hatten die Gäste eine 2:1-Situation, an deren Ende Hein den Puck ins leere Tor schieben konnte. Danach hielt MacDonald gegen den allein auf ihn zulaufenden Ostwald. Etwas überraschend kamen die Füchse zur erneuten Führung – durch eine Einzelleistung des Oldies Ervin Masek. Der 43-Jährige bekam den Puck im gegnerischen Drittel, täuschte eine Schuss in die lange Ecke an, hob den Puck dann aber über die Schulter des Gästetorwarts ins Netz. IN den Schlussminuten des ersten Drittels hatten dann Szabo (Pfostenschuss), Götz (gehalten) und Hartmann (gehalten) drei gute Chancen zum 3:1.
Nach dem zweiten Drittel hatten die Hoffnung der Füchse einen argen Dämpfer erhalten. Die Crimmitschauer zeigten jetzt ihre Stärken, die sie im ersten Drittel angedeutet hatten, perfekt. Die Füchse konnten nur reagieren und wirkten gegenüber den quirligen Gästen statisch. Schnell fiel das 2:2, und Füchse-Trainer Dirk Rohrbach nahm schon in der siebenten Minute seine Auszeit. Die brachte eine kurze Besserung, aber nicht mehr. Die Crimmitschauer hatten mehrfach den Führungstreffer auf dem Schläger, den dann Saurette im Nachsetzen (unter die Latte) nach einem schönen Solo von Strong erzielte (36.). Auch danach rettete MacDonald mehrfach großartig, so gegen den allein vor ihm auftauchenden Strong, gegen Saurette und den Nachschuss von McElroy.
Auch im Schlussdrittel überzeugt am ehesten die junge dritte Reihe, die noch den gefährlichsten Eindruck hinterließ. Die Füchse versuchten zwar alles, hatten die wohl beste Chance in Unterzahl, als Grosch allein vor dem Gästetorwart Güttner auftauchte. Auch bei einem Szabo-Versuch hatten die Fans schon den Torschrei auf den Lippen. Die Crimmitschauer aber waren selbst in einigen Situationen dem vierten Treffer nahe. So vergab Rau in Überzahl aus Nahdistanz. In den Schlussminuten inclusive einer Überzahl schafften es die Füchse nicht mehr, gefährliche Situationen zu kreieren – und so fuhren die Eispiraten als insgesamt verdiente Sieger nach Hause. Nun gilt es am Sonntag, in Freiburg verlorenen Boden wieder gut zumachen. Sonst dürfte eine Diskussion wieder aufflammen: die um die Stärke der Ausländer (außer Torwart MacDonald) bei den Füchsen. Nicht umsonst war gestern die dritte Reihe die beste, während von Forgie nichts, von Szabo, Hartmann und Rawlyk nur wenig zu sehen war.
(Von Ronny Reddo und Frank Thümmler)
Quelle: www.sz-online.de