Rosenheim gleicht nach dem 1:3 kurz vor Schluss aus, aber dann schlägt Szabo zu und Masek macht den Deckel drauf.
Gestern trafen im Weißwasseraner Fuchsbau zwei Teams aufeinander, die nach einem verkorksten Wochenende zurück in die Erfolgsspur wollten. Aufsteiger Rosenheim, besser als die Füchse in die Saison gestartet, hatten bei der 1:2-Niederlage gegen Landshut nach Penaltyschießen und dem 1:3 in Crimmitschau nur einen mageren Punkt eingefahren. Trainer Franz Steer reagierte auf die Torflaute und stellte die Sturmreihen um, schickte den Kanadier Mitch Stephens von der ersten Sturmreihe in die zweite und dafür Stephen Werner in die erste Reihe. Bei den Lausitzer Füchsen dagegen, die am vergangenen Wochenende gar punktlos geblieben waren, änderte sich an der Aufstellung nichts.
Die neue erste Reihe der Rosenheimer kassierte in ihrer ersten Eiszeit nach der 650 Kilometer langen Anreise gleich einen Gegentreffer. Nach nur 33 Sekunden zappelte der Puck im Netz des Gästetores. Szabo hatte die Scheibe hinter dem Rosenheimer Tor erkämpft und vor das Tor gepasst. Der 43-jährige Füchse-Sturmroutinier Ervin Masek konnte sich die Ecke aussuchen.
Und wieder rutscht der Puck am Tor vorbei. Auch der formverbesserte Mike Forgie (Nummer 7) kann ihn in dieser Szene nicht reindrücken.Foto: Gunnar Schulze
Die Gastgeber kassierten zwar wenig später die erste Strafe, aber mehr als einen abgefälschten Schuss brachten die Gäste nicht zustande. Bei einer Überzahl auf der anderen Seite schlenzte Füchse-Verteidiger Rawlyk die Scheibe aufs Tor, der Rosenheimer Torwart Norm Maracle – klein und korpulent, aber mit einer tollen Fanghand ausgestattet – musste prallen lassen, aber Albrecht schob den Puck am leeren Tor vorbei.
Nach einer schwachen Phase mit vielen Fehlpässen auf beiden Seiten hatten die Starbulls die nächste Chance, Gulda rettete mit einem Hechtsprung gegen den durchgebrochenen Rosenheimer Schenkel. Statt eines möglichen Penalty gab es nur eine kleine Strafe, in der Ex-Fuchs Alan Reader am Gastgeber-Goalie MacDonald scheiterte. Danach kam eine starke Phase der Füchse mit Riesenchancen für Grosch, Götz, Linke Hartmann, Valenti und Forgie. Einziger Vorwurf an die Gastgeber: Hier musste der zweite Treffer fallen.
Den besseren Start ins Mitteldrittel erwischten die Gäste, scheiterten aber mit einer Doppelchance am überragend reagierenden MacDonald und später durch Zeller. Die erste Füchse-Reihe zeigte dann ihre Stärke, erspielte zwei Chancen und erzwang eine Strafe. In dieser legte Verteidiger Rawlyk auf den am langen Pfosten lauernden Albrecht, der passte zurück zum heranstürmenden Linke und der ließ mit einem Schuss unter die Latte Maracle keine Chance. Die Rosenheimer blieben aber dran, kamen durch einen Blueliner von Stephan Gottwald in Überzahl zum Anschlusstreffer. Die Füchse waren danach dem dritten Treffer mehrfach nahe, scheiterten aber immer wieder an Maracle, verfehlten knapp das Tor und waren nicht konsequent genug. Auf der anderen Seite hatten Kunes, der an MacDonald scheiterte, Reader, der frei vor dem Tor nach Stephans-Pass drüber schoss, und Auger, der im Nachsetzen das leere Tor verfehlte, den Ausgleich auf dem Schläger.
Aus den Kabinen kamen vor allem die Gäste mit viel Druck, wollten das Spiel offensichtlich noch drehen. Aber die Füchse-Abwehr hielt zunächst stand. Dann gelang den Gastgebern wie aus dem Nichts das 3:1. Verteidiger Jens Heyer hatte in Überzahl abgezogen, Maracle im Tor war irritiert, und die Scheibe fand den Weg ins Tor. Das Spiel schien entschieden, zumal den Rosenheimern zunächst kaum noch etwas gelang. Dann aber nutzten die Gäste bei angezeigter Strafe ihre Chance. Schenkel spielte den Puck von hinter dem Tor nach vorn, und Gottwald ließe dem Füchse-Torhüter MacDonald mit einem Schuss über die Schulter keine Chance.
Danach war die Ordnung bei den Gastgebern völlig weg. Füchse-Coach Dirk Rohrbach nahm fünf Minuten vor Schluss zwar seine Auszeit, aber das brachte nichts. Als die dritte Reihe den Puck nicht aus dem Drittel bekam, verstellten die Starbulls dem Füchse-Torwart die Sicht. Stephens hielt einfach drauf – und es stand 3:3. Danach musste man um die Lausitzer Füchse, die jetzt zudem Pfiffen einiger Fans ausgesetzt waren, fürchten. Aber dann gelang doch der eine oder andere Konter. Nach einem Bully vor dem Gästetor gab es ein Gewühl vor dem Starbulls-Tor. Irgendwie stocherte Szabo daraus den Puck ins Tor. Die Gäste protestierten vergeblich wegen Torraumabseits.
In den verbleibenden gut 50 Sekunden nahmen die Starbulls Maracle vom Eis, hatten auch noch ein, zwei Schusschancen, bevor die Füchse an den Puck kamen und einen letzten Konter fuhren. Valenti legte auf Masak ab, der keine Mühe hatte, die Scheibe ins leere Tor zu schieben. Die Füchse-Fans, die während des Spieles erstmals hinter dem Tor für Stimmung gesorgt und viele Zuschauer angesteckt hatten, skandierten jetzt: „Wir sind stolz auf unser Team!“
Als beste Spieler wurden beide Torhüter ausgezeichnet, auch wenn bei Rosenheim Stürmer Stephen Werner den stärksten Eindruck hinterließ.
Gestern trafen im Weißwasseraner Fuchsbau zwei Teams aufeinander, die nach einem verkorksten Wochenende zurück in die Erfolgsspur wollten. Aufsteiger Rosenheim, besser als die Füchse in die Saison gestartet, hatten bei der 1:2-Niederlage gegen Landshut nach Penaltyschießen und dem 1:3 in Crimmitschau nur einen mageren Punkt eingefahren. Trainer Franz Steer reagierte auf die Torflaute und stellte die Sturmreihen um, schickte den Kanadier Mitch Stephens von der ersten Sturmreihe in die zweite und dafür Stephen Werner in die erste Reihe. Bei den Lausitzer Füchsen dagegen, die am vergangenen Wochenende gar punktlos geblieben waren, änderte sich an der Aufstellung nichts.
Die neue erste Reihe der Rosenheimer kassierte in ihrer ersten Eiszeit nach der 650 Kilometer langen Anreise gleich einen Gegentreffer. Nach nur 33 Sekunden zappelte der Puck im Netz des Gästetores. Szabo hatte die Scheibe hinter dem Rosenheimer Tor erkämpft und vor das Tor gepasst. Der 43-jährige Füchse-Sturmroutinier Ervin Masek konnte sich die Ecke aussuchen.
Die Gastgeber kassierten zwar wenig später die erste Strafe, aber mehr als einen abgefälschten Schuss brachten die Gäste nicht zustande. Bei einer Überzahl auf der anderen Seite schlenzte Füchse-Verteidiger Rawlyk die Scheibe aufs Tor, der Rosenheimer Torwart Norm Maracle – klein und korpulent, aber mit einer tollen Fanghand ausgestattet – musste prallen lassen, aber Albrecht schob den Puck am leeren Tor vorbei.
Nach einer schwachen Phase mit vielen Fehlpässen auf beiden Seiten hatten die Starbulls die nächste Chance, Gulda rettete mit einem Hechtsprung gegen den durchgebrochenen Rosenheimer Schenkel. Statt eines möglichen Penalty gab es nur eine kleine Strafe, in der Ex-Fuchs Alan Reader am Gastgeber-Goalie MacDonald scheiterte. Danach kam eine starke Phase der Füchse mit Riesenchancen für Grosch, Götz, Linke Hartmann, Valenti und Forgie. Einziger Vorwurf an die Gastgeber: Hier musste der zweite Treffer fallen.
Den besseren Start ins Mitteldrittel erwischten die Gäste, scheiterten aber mit einer Doppelchance am überragend reagierenden MacDonald und später durch Zeller. Die erste Füchse-Reihe zeigte dann ihre Stärke, erspielte zwei Chancen und erzwang eine Strafe. In dieser legte Verteidiger Rawlyk auf den am langen Pfosten lauernden Albrecht, der passte zurück zum heranstürmenden Linke und der ließ mit einem Schuss unter die Latte Maracle keine Chance. Die Rosenheimer blieben aber dran, kamen durch einen Blueliner von Stephan Gottwald in Überzahl zum Anschlusstreffer. Die Füchse waren danach dem dritten Treffer mehrfach nahe, scheiterten aber immer wieder an Maracle, verfehlten knapp das Tor und waren nicht konsequent genug. Auf der anderen Seite hatten Kunes, der an MacDonald scheiterte, Reader, der frei vor dem Tor nach Stephans-Pass drüber schoss, und Auger, der im Nachsetzen das leere Tor verfehlte, den Ausgleich auf dem Schläger.
Aus den Kabinen kamen vor allem die Gäste mit viel Druck, wollten das Spiel offensichtlich noch drehen. Aber die Füchse-Abwehr hielt zunächst stand. Dann gelang den Gastgebern wie aus dem Nichts das 3:1. Verteidiger Jens Heyer hatte in Überzahl abgezogen, Maracle im Tor war irritiert, und die Scheibe fand den Weg ins Tor. Das Spiel schien entschieden, zumal den Rosenheimern zunächst kaum noch etwas gelang. Dann aber nutzten die Gäste bei angezeigter Strafe ihre Chance. Schenkel spielte den Puck von hinter dem Tor nach vorn, und Gottwald ließe dem Füchse-Torhüter MacDonald mit einem Schuss über die Schulter keine Chance.
Danach war die Ordnung bei den Gastgebern völlig weg. Füchse-Coach Dirk Rohrbach nahm fünf Minuten vor Schluss zwar seine Auszeit, aber das brachte nichts. Als die dritte Reihe den Puck nicht aus dem Drittel bekam, verstellten die Starbulls dem Füchse-Torwart die Sicht. Stephens hielt einfach drauf – und es stand 3:3. Danach musste man um die Lausitzer Füchse, die jetzt zudem Pfiffen einiger Fans ausgesetzt waren, fürchten. Aber dann gelang doch der eine oder andere Konter. Nach einem Bully vor dem Gästetor gab es ein Gewühl vor dem Starbulls-Tor. Irgendwie stocherte Szabo daraus den Puck ins Tor. Die Gäste protestierten vergeblich wegen Torraumabseits.
In den verbleibenden gut 50 Sekunden nahmen die Starbulls Maracle vom Eis, hatten auch noch ein, zwei Schusschancen, bevor die Füchse an den Puck kamen und einen letzten Konter fuhren. Valenti legte auf Masak ab, der keine Mühe hatte, die Scheibe ins leere Tor zu schieben. Die Füchse-Fans, die während des Spieles erstmals hinter dem Tor für Stimmung gesorgt und viele Zuschauer angesteckt hatten, skandierten jetzt: „Wir sind stolz auf unser Team!“
Als beste Spieler wurden beide Torhüter ausgezeichnet, auch wenn bei Rosenheim Stürmer Stephen Werner den stärksten Eindruck hinterließ.
Von Frank Thümmler
Quelle: SZ-Online.de