Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Ein Leben für den Eishockeysport
16.10.2010 | 12:20 Uhr von
Wenn es in Weißwasser um den Eishockeynachwuchs geht, dann kommt man um zwei Männer nicht herum. Hartwig Schur (63) und Wolfgang Fischer (62) sind seit 50 Jahren im Eissportverein in Weißwasser aktiv und kümmern sich heute vor allem darum, das Weißwasser immer noch eine gute Kaderschmiede für junge Talente ist.
Beide kennen sich im schnellen Sport sehr gut aus, haben trotz ihres Alter noch lange nicht die Schlittschuhe an den berühmten Nagel gehängt, sondern engagieren sich seit nunmehr 50 Jahren aktiv für den Verein und könnten im ESW also »Goldene Hochzeit« feiern. Beide standen in der Nationalmannschaft, kennen die Atmosphäre und die Anfeuerungsrufe von den Rängen der Fans im alten Weißwasseraner Kunsteisstadion bestens.

Schur und Fischer fochten so manches Gefecht mit dem damaligen Erzrivalen Dynamo Berlin aus. Beide haben gleichermaßen an den Erfolgen des Weißwasseraner Teams wesentlichen Anteil. Heute geben sie ihre Erfahrungen an Kinder und Jugendliche weiter.

Eishockey gehört zu ihrem Leben: Wolfgang Fischer (links) und Hartwig Schur. Foto: André Kurtas/aku1

1. Oktober 1960 steht im ersten Mitgliedsausweis von Wolfgang Fischer. Von 1970 bis 1976 stand er als Nationaltorhüter zwischen den Pfosten und verhalf der Mannschaft zu manch wichtigem Sieg.

Im Oktober kommt Hartwig Schur vom damaligen Armeesportverein zur SG Dynamo Weißwasser.

Ab September 1966 steht er als Kader in der Männermannschaft als Verteidiger, nimmt wie Wolfgang Fischer an Weltmeisterschaften erfolgreich teil. Es gab viele Begebenheiten und Erlebnisse in ihrer bewegten Sportlerlaufbahn.

Beide sind die Erfolgsleiter steil nach oben gestiegen, haben schon gegen solche Eishockeynationen wie die CSSR oder die Sowjetunion erfolgreich gespielt.

Heute verfolgen sie die neusten Entwicklungen im Eishockey natürlich sehr aufmerksam. »Wir konnten damals bei der Sichtung von Nachwuchs in den Schulen aus den Vollen schöpfen. Bei der Masse an Kindern und Jugendlichen, blieben am Ende immer ein paar gute Talente übrig, die im Laufe der Jahre in die erste Männermannschaft integriert werden konnten«, so die beiden Trainer.

Heute sei das alles anders, der Nachwuchs fehlt. Trotzdem legen die beiden Vereinsmitglieder ihre ganze Erfahrung in die Waagschale, um den Kindern und Jugendlichen das notwendige Rüstzeug mit auf den sportlichen Weg zu geben.

Beide stehen fast täglich auf dem Eis, trainieren Kleinstschüler, Schüler, Knaben oder Bambinis. Über 1000 Nachwuchscracks haben sie schon das Einmaleins des Eishockeysports beigebracht. Und das durchaus sehr erfolgreich, wie man an den vielen Erfolgen sehen kann. aku1

Von André Kurtas

Quelle: Lausitzer Rundschau
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