Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Laufen, checken, Fäuste recken
18.10.2010 | 11:45 Uhr von Eddi
Bremerhaven. So einfach kann Eishockey sein: Mit Kampfgeist und läuferischem Einsatz haben die Fischtown Pinguins gestern die Lausitzer Füchse niedergerungen und sich den 5:2-Sieg vollauf verdient. Nach zwei Spielen zum Vergessen am vergangenen Wochenende zeigten die Pinguins gestern wieder ihr anderes Gesicht – das mit dem entschlossenen Blick. Deshalb konnten sie endlich wieder die Siegerfäuste in die Luft recken.

Spielerisch ließen die Pinguins die Gäste aus Weißwasser kaum zur Entfaltung kommen. Lediglich in fünf schlurigen Minuten zu Beginn des Schlussdrittels mussten sie um ihren Sieg zittern. „Der Unterschied zu den Spielen letzte Woche war, dass wir Schlittschuh gelaufen sind. Wenn wir das tun, können wir mit jeder Mannschaft mithalten“, sagte Pinguins-Trainer Gunnar Leidborg. „Wir haben das gemacht, was wir uns vorgenommen haben: 120 Prozent Einsatz zeigen“, ergänzte Alexander Janzen. Mit den vier Punkten von diesem Wochenende halten die Pinguins Kontakt zu den Playoff-Rängen. „Das war sehr wichtig für uns, dass wir für unsere gute Arbeit belohnt worden sind“, sagte Leidborg

Ein Traumtor von Chris Stanley brachte die Pinguins in Führung (15.). Sein Gegenspieler musste nach dem Trick des Pinguins-Kapitäns erstmal seine Beine entknoten, Gäste-Torhüter Ryan MacDonald den Puck aus dem Netz fischen. Stanleys Schlenzer passte perfekt.

Die erste Sturmreihe der Pinguins zeigte gestern, dass der Begriff „erste Reihe“ auch eine Auszeichnung sein kann. Wenn sie auf dem Eis war, wurde Gäste-Keeper MacDonald stets warm im Fanghandschuh. Beim zweiten Tor des Abends durch Stanley wurde er allerdings kalt erwischt. Dejdar hatte den Kapitän wunderbar bedient (25.). Eine halbe Minute später spielte Kreuzer perfekt auf Ohmann, der mit ein bisschen Glück auf 3:0 erhöhte.

Nun war der Knopf aufgegangen, es flutschte endlich mal wieder im Angriff, die Stürmer trauten sich etwas zu. Als Folge gab es tolle Chancen durch Alex Janzen und den gestern wieder mal überragenden Dejdar. Der scheiterte aber mit einem Solo an MacDonald und einem Schuss an der Latte. „Wir haben uns in den Zweikämpfen oft zu plump angestellt“, analysierte Gäste-Trainer Dirk Rohrbach.

Dennoch wäre das Spiel beinahe noch gekippt. Zum einen, weil die Pinguins viel zu luschig ins Schlussdrittel gingen, zum anderen, weil Marko Suvelo sich beim 1:3 durch Atrus Kruminsch (44.) einen dicken Patzer erlaubte. Wenn dann noch in den zwei darauffolgenden Unterzahl-Spielen etwas passiert wäre...

Aber es passierte nichts, weil die Pinguins sich fingen und durch Justin Kurtz, der einen hoppelnden Puck super kontrollierte, das 4:1 erzielten. Als Peter Szabo Vitalij Janke den Puck ans Schienbein schoss, kassierte Suvelo sein zweites seltsames Tor an diesem Abend (54.), aber die Schlusspointe blieb dem neuen Sputnik-Sturm vorbehalten. Und es war genau so ein Tor, wie man es von dieser Reihe erwartet. Sergej Janzen brachte den Puck mit tollem Einsatz vors Tor, wo ihn sein Bruder Alex „reinarbeitete“.

Lediglich die Verletzung von Marius Garten, der mit der Schulter in die Bande krachte, war ein Wermutstropfen. Er fuhr früh raus, hofft aber, morgen beim Pokalspiel in Dresden dabei zu sein, wie er beim Fan-Talk verriet.

Pinguins – Lausitzer Füchse (1:0, 2:0, 2:2) 5:2

Pinguins: Tor: Suvelo, Haloschan (nicht einges.); Abwehr: Kurtz, Leinweber – Hucko, Slaton – Janke, Willaschek; Angriff: Gosdeck, Stanley, Dejdar – Kreuzer, Self, Garten – S. Janzen, A. Janzen, Litesov – Ohmann, Brandl, Thomas

Tore: 1:0 (14:50) Stanley (Dejdar, Kurtz); 2:0 (24:35) Stanley (Dejdar, Gosdeck); 3:0 (25:06) Ohmann (Self, Kreuzer); 3:1 (43:26) Kruminsch (ohne Assist); 4:1 (48:43) Kurtz (Self, Leinweber) bei 5/4; 4:2 (53:56) Szabo (Klenner); 5:2 (55:58) A. Janzen (S. Janzen, Litesov) bei angezeigter Strafe.

Strafzeiten: Pinguins: 8 Min. – Füchse: 10 Min.

Schiedsrichter: Carsten Lenhart – Zuschauer: 1808

Von Lars Brockbalz

Quelle: Nordseezeitung
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10. Düsseldorfer EG 43
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