Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Alte und neue Eishalle sorgen für Probleme
29.10.2010 | 11:10 Uhr von
Weißwassers finanzielle Pechsträhne hinsichtlich großer Bauprojekte scheint sich beim Eisstadion-Komplex fortzusetzen. Wie Bauamtsleiter Thomas Böse in der Stadtratssitzung am Mittwoch informierte, begann die Entkernung des Hauptgebäudes am alten Freiluftstadion – trotz Auftragsvergabe im September – erst jetzt. „Die Baufirma stellte am ersten Tag auf der Baustelle eine Baubehinderungsanzeige, weil es Probleme mit der Medienabschaltung gab“, erklärte Böse, nach dessen Meinung andere Arbeiten wie Fensterausbau möglich gewesen seien. Teurer als geplant wird zudem der Abriss des alten Stadions: Statt 250000 kostet er 300000 Euro. „Aber die von uns beim Fördermittelgeber beantragten Mehrkosten sind bewilligt und aufgestockt“, verkündete Böse.

Erste unerwartete Mehrkosten

Derartiges Glück wird die Stadt beim Neubau nicht haben, falls die geplanten Kosten von 15,7 Millionen Euro überschritten werden. Möglich könnte es sein. Stadt und die mit dem Neubau beauftragte Firma wurden, laut Böse, bereits mit locker gelagerten Sanden konfrontiert. Eine ungeplante Verbesserung des Baugrunds sei nötig. „Es gibt viele Möglichkeiten. Wir müssen uns aber für die wirtschaftlichste entscheiden.“ Konkrete Aussagen erwartet Böse mit den Entwurfsplanungen und Kostenberechungen der Generalplaner. Am 19. November sollen sie vorliegen, da der Stadtrat schon am 24. November darüber entscheiden wird.

So soll die neue Eishalle von innen aussehen. Allerdings wird sie, aus Spargründen, keine 3000 Zuschauerplätze mehr haben.Quelle: asp

Teurer wird die Erschließung der neuen Halle mit Strom, (Ab-)Wasser und Fernwärme durch die Stadtwerke Weißwasser. Sie verschlingt 164000 Euro statt der geplanten 60000 Euro. Böse: „Wie auch immer das untersetzt ist. Es steht so auf dem Papier.“

Finanzpuffer ist eingeplant

Trotz der ersten bekannten Mehrkosten hofft der Bauamtsleiter, beim Eishallenbau letztlich im Kostenrahmen zu bleiben. Grund: Der Auftrag für den Neubau wurde statt mit 15,7 nur mit 15,25 Millionen Euro erteilt. Dadurch schuf die Stadt einen finanziellen Puffer in Höhe von 450000 Euro.

Angesichts der ersten Schwierigkeiten bei Abriss und Neubau – sowie möglicher Materialkosten-Anstiege – kann der aber schnell aufgebraucht sein. Wo im Fall der Fälle gespart werden kann, ist noch fraglich. Eine Reduzierung des Raumkonzepts sei aber nicht angedacht.

Festhalten am Raumkonzept

Das Konzept ist bereits mit allen Beteiligten und der Arbeitsgemeinschaft (AG) Eishalle abgestimmt und wird derzeit durch die Planer untersetzt.

Keinesfalls vorstellbar – auch nicht aus Spargründen – sind weitere Abstriche daran für Füchse-Trainer und Stadtrat Dirk Rohrbach (Klartext). Schon jetzt böte die neue Eishalle nur die nötigsten Bedingungen für Vereinsarbeit, Trainings- und Spielbetrieb von Hobbyteams über Nachwuchs bis Profis. „Die Spielerkabinen beispielsweise werden in der neuen Halle kleiner sein als im alten Eisstadion“, begründet Dirk Rohrbach. Reduziert worden seien zudem schon die Zuschauerplätz: von 3000 auf knapp 2700. Verringert – von geplanten acht auf künftig sechs – habe sich dadurch ebenfalls die Anzahl der Sitzreihen. „Allerdings werden wir als Eissportverein – gemeinsam mit der AG Eishalle und den Planern – nochmal das bisherige Konzept überarbeiten“, so Rohrbach. Denkbar seien, laut seiner Aussage, weitere Sparpotenziale durch Zusammenlegung von Räumen.

Geht es nach Bauamtschef Böse, gibt es keine weiteren Streichungen am Raumkonzept. Sonst bewege man sich möglicherweise sogar in Richtung Sicherheitsbedenken.

Von Sabine Larbig

Quelle: SZ-Online.de
2002 mal gelesen
 
1 | SEFI | 29.10.2010 @ 11:18
Am Ende landet man bei 2000 Plätzen, aber egal...reicht ja auch.
2 | willithefish | 29.10.2010 @ 11:53
man man man
3 | Brian | 29.10.2010 @ 12:10
Sehe ich nicht so wenn die Mannschaft gut spielt, das ewige Abgesperre eine Ende hat der Luxus in der Halle familienfreundlicher wird dann könnte auch mal wieder ein Schnitt von 2000 machbar sein. Weihnachten und Derbys mit ordentlichen Ausreißern in der Statistik.
4 | Alexx | 29.10.2010 @ 12:51
Ziel der neuen Bude muss es doch sein, dass wir auch einen Sprung bei den Zuschauerzahlen machen. Diesen Ehrgeiz, diese Gier müssen wir doch haben. Wenn wir uns nun schon selber einkürzen um die Kosten zu halten, ist dies ein sehr problematischer Weg. Wir spielen die nächsten 50 Jahre in dieser Halle!!! Einen anderen Weg kann ich auch nicht nennen. Ich möchte aber vor zu großen Streichnungen warnen.
5 | AnSch | 29.10.2010 @ 14:21
Ich sehe hier auch einen kleinen Teufelskreis...wenn die Halle kleiner wird, müssen die Bestriebkosten auf weniger Köpfe verteilt werden, somit werden die Eintrittspreise steigen und damit gehen auch wieder Leute verloren, weil sie es sich einfach nicht mehr leisten können bzw. wollen...
6 | Enteiser | 29.10.2010 @ 14:25
Ist ja nicht unüblich, dass öffentliche Bauten immer deutlich teurer werden als geplant. Beispiele dafür gibt es genug. Kann es evtl. daran liegen, dass die Vertragspartner nicht ganz auf selber Augenhöhe verhandeln?
7 | Daniel|fff | 29.10.2010 @ 14:52
Wenn man wirklich über weniger Plätze nachdenkt sollte man sich baulich wenigstens soviel Spielraum lassen, dass man ggf. nochmal eine Tribüne "nachrüsten" kann.
8 | Coswiger | 29.10.2010 @ 14:53
2700 Zuschauer ist ein Witz. Da muß halt das Verhältnis zw. Sitz- und Stehplätzen so geändert werden das trotzdem 3000 reinpassen. Aber warscheinlich will man mehr Sitzplätze um mehr Geld einzunehmen. Wie kann BHV eine Halle für über 4000 Zuschauer mit den selben Geld bauen was mir zur Verfügung haben???
9 | Makkaroni | 29.10.2010 @ 15:32
An den Zuschauerplätzen sollte nicht gespart werden! Das wird die Finazielle Zukunft des Vereins sein! 3000 bis 3500 sollten es schon sein!
10 | SCHWEDE | 29.10.2010 @ 17:32
Es wird auch hier, wie mit allen Großprojekten in den letzten Jahren sein. Firmen die sich von einem solchen Projekt Aufträge erhoffen, von Planung bis Ausführung, gehen mit mit solch niedrigen Angeboten und Marschen in den Bieterstreit hinein, um einen Auftrag zu erhalten, das es mich nicht wundern würde, wenn auch der Bau der Eishalle am Ende nicht um einiges teurer wird. Von daher glaube ich, das noch manch finazielles Problem auf alle Beteiligten zu kommmen wird.
11 | EHC- Pressesprecher | 30.10.2010 @ 09:59
Kurz zu den Zuschauerzahlen. Es ist ärgerlich, dass durch den Autor des Artikels nicht mal genau bei den Verantwortlichen nachgefragt wurde. Im offiziellen Plan stehen derzeit etwa 2750 Plätze. Davon sind aber etwa 1700 Sitzplätze. Die brauchen wir nicht. Mindestens 400 werden zu Stehplätzen gemacht. Und da ein Sitzplatz, nach neusten Berechnungen=2 Stehplätze sind, laden wir am Ende bei 3100 Zuschauern. Das ist ausreichend. Die gesamte Planung für Lüftung etc. ist auch auf 3100 ausgelegt.
12 | Coswiger | 30.10.2010 @ 16:22
@11Danke für die Info. 3100 ist ok.
» Die News ist älter als 14 Tage. Die Kommentarfunktion wurde deshalb deaktiviert.
MATCHUP
31. Spieltag
Fr. 02.01. - 19:30

2. 21.09. H 4:3
26. 21.12. A 3:5
 
32. Spieltag
So. 04.01. - 17:00

1. 19.09. A 2:4
14. 02.11. H 4:1
LETZTER SPIELTAG
Di. 30.12.25
  1 2 3 F
LF 2 0 1 3
EVL 0 0 1 1
KURZTABELLE
1. Krefeld Pinguine 64
2. Kassel Huskies 58
3. Star Bulls Rosen 56
4. EV Landshut 51
5. Eispiraten Crimm 47
6. SC Bietigheim St 46
7. Ravensburg Tower 46
8. EV Regensburg 45
9. Lausitzer Füchse 44
10. Düsseldorfer EG 43
11. Blue Devils Weid 39
12. EC Bad Nauheim 36
13. EHC Freiburg 34
14. ESV Kaufbeuren 24
KALENDER
LINKS
ADMINISTRATION