Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Füchse holen einen Punkt beim Derby in Dresden
30.10.2010 | 08:11 Uhr von
Nach einer starken Abwehrleistung und mit einem überragenden MacDonald im Tor geben sich die Füchse erst im Penaltyschießen geschlagen.

Das mit Spannung erwartete zweite Derby zwischen den Dresdner Eislöwen und den Lausitzer Füchsen begann gestern mit fast einstündiger Verspätung. Der Augsburger Schiedsrichter Roland Seckler hatte beide Mannschaften und die knapp 4400 Zuschauer in der ausverkauften Freiberger-Arena wegen eines Staus auf der Autobahn warten lassen, bis er um 20:51 Uhr endlich den ersten Puck ins Spiel warf. Besonders die Eislöwen hatten den Beginn wohl kaum erwarten können und starteten ungemein aggressiv – zu aggressiv. Als Strauch das Tor von hinten auf Füchse-Torwart MacDonald kippte, machten die Füchse genau das, was im Eishockey üblich ist: ihren Torwart verteidigen. Trotzdem entschied sich der Schiedsrichter, je zwei Spieler von beiden Teams (nicht etwa einen mehr von den Eislöwen) in die Kühlbox zu schicken.

Im Sachsenderby ging es schon von der ersten Minute an richtig zur Sache. Dresdens Patrick Strauch (rechts) und Füchse-Kapitän Sebastian Klenner tauschen nach nur 76 Sekunden „Argumente“ aus.Foto: Robert Michael

Die Zuschauer mussten dann lange auf die erste Chance im Spiel warten – und die war gleich ein Tor, und zwar für die Gäste. Klenner hatte von der blauen Linie geschossen, Eislöwen-Torwart Häkkinen musste nach vorn prallen lassen und Valenti war im Nachsetzen zur Stelle. Die Füchse hatten auch danach die Angriffsbemühungen der Dresdner ganz gut im Griff und ließen kaum Chancen zu, auch nicht von der viel gerühmten ersten Dresdner Reihe mit Kaartinen, Jarrett und Zurek, die bisher drei Viertel aller Dresdner Tore erzielt hatte. Spätestens ab der 13. Minute haderten die Füchse aber mit dem Schiedsrichter. Seckler gab erst eine „Witzstrafe“ gegen Masek, schickte, als der Dresdner Sochan den Weißwasseraner Grosch in den Schwitzkasten nahm, beide Spieler runter, und entschied auf Torraumabseits gegen die Füchse, obwohl ein Dresdner Spieler (Wartenberg) im Torraum lag. Aber die Füchse wurden ihrem Ruf als bestes Unterzahlteam der Liga gerecht und ließen auch da nichts zu. Götz hatte dann eine Riesenchance, gerade als ein Dresdner von der Strafbank kam, und wenig später schoss Hartmann aufs Tor und Valenti war wieder am Abpraller dran. Als dann aber Szabo mit der nächsten fragwürdigen Strafe vom Eis musste, hatte Kaartinen den Ausgleich auf dem Schläger. Er kam zum Nachschuss an den Puck, aber MacDonald zeigte eine Glanzparade. Die Füchse hatten sich die Führung nach dem ersten Drittel mit einer sehr konzentrierten, taktisch disziplinierten und kämpferisch starken Leistung verdient.

Das Mitteldrittel begann mit einer Überzahl für die Füchse, in der aber Klenner in Häkkinens Fanghand schoss. Wenig später fiel Schiedsrichter Seckler auf eine Schwalbe des Eislöwen Mücke herein. Füchse-Torwart Ryan MacDonald war jedoch gegen einen Jarrett-Schuss zur Stelle. Als dann auch noch Tryout-Verteidiger Posmyk (für ihn pausierte erneut Rawlyk) vom Eis musste, hatten die Dresdner für 37-Sekunden eine 5:3-Überzahl und gaben in dieser Zeit fünf Schüsse auf das Füchse-Tor ab. Aber entweder gingen diese über das Tor oder MacDonald war zur Stelle. Als Posmyk zurück aufs Eis kam hatte er sofort eine große Chance, scheiterte aber aus drei Metern. In der 29. Minute unterlief Klenner ein katastrophaler Fehler hinter dem Tor, den aber MacDonald ausbügelte, der gegen Zurek aus einem Meter Sieger blieb. Danach machten die Gastgeber mächtig Druck, scheiterten aber immer wieder am Füchse-Torwart. Diskussionen gab es in der 35. Minute nach einem Schlittschuhtor von Mücke, das der Schiedsrichter (das hatte er zum Glück gesehen) nicht anerkannte. Dafür blieben Fouls gegen Szabo und Linke, die verletzt auf dem Eis liegen blieben, ungeahndet. Die Füchse kamen gegen Ende des Drittels wieder etwas besser ins Spiel, hatten durch die gute dritte Reihe (Götz und Lehnigk) Einschussmöglichkeiten. Die Füchse stemmten sich mit großem kämpferischen Einsatz gegen den Druck der Gastgeber und retteten die Führung ins Schlussdrittel.

Das Schlussdrittel wurde dann zu einer Abwehrschlacht der Füchse. Eislöwen-Trainer Popiesch ließ zunächst seine Paradereihe so lange wie möglich auf dem Eis und hatte mit dieser Maßnahme Erfolg. Zurek überwand den Füchse-Keeper MacDonald mit einem ansatzlosen Handgelenkschuss aus etwa sechs Metern (43.). Als dann auch noch Valenti in die Kühlbox musste, wurde es richtig eng für die Füchse. Aber die Abwehr hielt stand und MacDonald hielt einmal großartig gegen St. Jean. Die Füchse brachten im Schlussdrittel kaum noch etwas nach vorn zustande, schafften es zu selten, sich zu befreien. Die Dresdner hatten bei einem Unterzahlkonter (47.) und wenig später noch zwei Chancen zum Siegtreffer, bevor sich die Füchse vor allem in der Abwehr wieder festigten und nur noch wenig zuließen.

Es ging also erneut in die Verlängerung. In der hatten die Füchse durch Valenti und kurz vor Schluss durch Götz die besten Möglichkeiten, ansonsten aber passierte nicht viel. Die 400 Füchse-Fans feierten ihre Mannschaft und hofften nun im Penaltyschießen auf den zweiten Punkt. Der war ihnen aber nicht vergönnt. Während für die Füchse Posmyk und Hartmann an Häkkinen scheiterten, waren für die Eislöwen Fadrny und Kaartinen erfolgreich. Kein Grund für die Füchse, die Köpfe hängen zu lassen. Morgen kommt Spitzenreiter Schwenningen…
(Von Frank Thümmler)

Quelle: SZ-Online.de
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