Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Lausitzer Füchse verschenken eine 3:1-Führung
08.11.2010 | 06:04 Uhr von
Die Freiburger Wölfe drehen mit drei Treffern im Schlussdrittel das Spiel und entführen aus dem Fuchsbau alle drei Punkte.
Viel unnötiger kann eine Niederlage nicht sein. Die Füchse beherrschten gestern Abend ihren Gegner, die Freiburger Wölfe, zwei Drittel lang, führten als klar überlegene Mannschaft nach zwei Dritteln aber nur mit 3:2 und gingen nach drei Gegentreffern im Schlussdrittel als Verlierer vom Eis. Füchse-Trainer Dirk Rohrbach war auf der Pressekonferenz nach dem Spiel entsprechend enttäuscht: „Schade, so sind die drei Punkte vom schwer erkämpften Auswärtssieg in Crimmitschau nicht mehr so viel wert. Dabei hatten wir nach dem 3:1 alles selbst in der Hand, haben danach aber viel zu offen gespielt. Alle wollten wohl nur noch Scorerpunkte sammeln.“

In einem sehenswerten, schnellen Spiel waren die Füchse zunächst die bessere Mannschaft. Szabo und Hartmann gaben die ersten gefährlichen Schüsse Richtung Freiburger Tor ab, und Rawlyk, der anstelle des Tryout-Verteidigers Posmyk wieder Verteidiger spielte, scheiterte von der blauen Linie am Gästetorwart Petrik. Wie aus heiterem Himmel fiel dann der Führungstreffer für die Freiburger. Klenner wollte einen Aufbaupass aus dem eigenen Drittel spielen. Der Puck wurde abgefälscht, landete unglücklich vor dem Füchsetor. Torwart Ryan MacDonald hielt noch den ersten Schuss, der Nachschuss von Capraro trudelte auf der Torlinie, aber MacDonald bekam den Puck zu fassen und begrub ihn unter seinem Körper. Der Schiedsrichter entschied aber trotzdem und sehr umstritten, auf Tor für die Gäste. Die Freiburger hatten kurz darauf eine weitere Chance, aber MacDonald war zur Stelle. Auf der anderen Seite schossen Rawlyk und Grosch (Pfosten) gefährlich. Den Ausgleich erzielte Kapitän Klenner in Überzahl mit einem Schuss ins linke Dreiangel von der blauen Linie, wobei die Füchse für viel Verkehr vor dem Gästetor gesorgt hatten.

Die schlechte Chancenverwertung war eine der Ursachen für die Niederlage der Füchse. Hier vergibt Marcus Lehnigk eine gute Chance.Foto: Gunnar Schulze

Das Mitteldrittel begann mit einer Zeitstrafe für die Gäste, weil sie zu spät auf dem Eis erschienen waren. Die brachte den Füchsen zwar nichts ein, dafür aber die nächste. Hartmann spielte einen schönen Pass aus der Ecke vor das Tor, wo Valenti den Puck in die lange Ecke abfälschte. Dann gelang den Füchsen in Unterzahl sogar das 3:1. Als die Freiburger den Puck vertändelten, war Rawlyk auf und davon und wurde im letzten Moment von den Beinen geholt. Den fälligen Penalty verwandelte er ganz abgebrüht. Danach begingen die Füchse aber den von Rohrbach angesprochenen Fehler, weiter auf Torejagd zu gehen anstatt sich darauf zu konzentrieren, Konter zu vermeiden. Capraro vergab zunächst, als er allein aufs Füchse-Tor zu lief. Kruminsch und Grosch hatten danach mit guten Schüssen den wohl spielentscheidenden Treffer auf dem Schläger. Stattdessen gelang aber den Gästen mit einem abgefälschten Schuss der Anschlusstreffer. In einer Unterzahl danach mussten die Füchse um ihre Führung benagen.

Die wurden sie im Schlussdrittel los, obwohl das Spiel völlig verteilt war. Aber die Gäste nutzten ihre Chancen besser und hatten das nötige Glück. Beim Ausgleich hatten die Füchse im Angriffsdrittel nur noch einen Verteidiger an der blauen Linie und wurden ausgekontert (50.). Beim 3:4 ging ein Schuss eines Verteidigers eigentlich weit am Tor vorbei, prallte aber gegen Rawlyks Rücken und von da ins Tor – pures Unglück (57.). Und das letzte Tor fiel ins leere Tor, als die Füchse alles riskierten und MacDonald vom Eis nahmen. Insgesamt war die Niederlage also völlig unnötig.

Jetzt haben die Füchse zwei Wochen Zeit, sich über ihre Fehler Gedanken zu machen. Nur eine Woche Zeit hat der tschechische Verteidiger Marek Posmyk. Er hat nach Ablauf seiner zweiwöchigen Probephase ein Angebot von den Füchsen erhalten – jetzt muss er sich entscheiden.

Von Ronny Reddo und Frank Thümmler

Quelle: SZ-Online.de
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