Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Ex-Fuchs verdirbt Teppers Saisondebüt
18.11.2010 | 07:41 Uhr von
Dresden. Die Lausitzer Füchse haben auch das dritte Sachsenderby der Saison gegen die Eislöwen Dresden knapp verloren. Beim Saisondebüt von Rückkehrer Marvin Tepper unterlag Weißwasser am Mittwoch 1:2. Das entscheidende Tor erzielte ausgerechnet ein Ex-Fuchs.
Eine der zentralen Fragen dieses Spiels stellte sich schon vor dem ersten Bully. Würde das breite Grinsen von Marvin Tepper wirklich unter seinen Helm passen oder die weiße Kopfbedeckung womöglich sprengen? So viel vorweg: Der Helm hielt, auch wenn Tepper es ihm nun wirklich nicht einfach machte. Denn der 24-jährige Stürmer betrat die Eisfläche der Freiberger-Arena schon beim Warmlaufen mit einem überdimensionalen Grinsen. Wochenlang musste der letztjährige Topscorer der Füchse auf diesen Moment warten. Zunächst einmal für das Sachsenderby hatten ihm die Krefeld Pinguine die Freigabe erteilt, mit einer Förderlizenz wieder für die Füchse zu stürmen.

Das breite Grinsen wich dann aber schnell der gewohnten Anspannung. Im ersten Drittel hatten die Gäste mehr vom Spiel und störten früh den Aufbau der Eislöwen. Rückkehrer Tepper stürmte in der zweiten Angriffsreihe an der Seite von Danny Albrecht, mit dem er schon in der vergangenen Saison zusammengespielt hatte. Zu den beiden Technikern auf den Flügeln beorderte Füchse-Coach Dirk Rohrbach den bulligen Mike Forgie als Center. Er sollte mit seinem Körper die nötigen Lücken freistemmen.

Rückkehr des Topscorers: Marvin Tepper spielte erstmals wieder im Füchse-Trikot – Fortsetzung folgt? Foto: Heide/thd1

Im zweiten Drittel machte dann Dresden deutlich, dass man sich auch als Heimteam durchaus Torchancen erarbeiten darf. Das Geschehen wurde offener, was einem flinken Schlittschuhläufer wie Marvin Tepper entgegenkam, weil er mehr Platz auf dem Eis hatte. Er schleppte die Pucks von der Abwehr in den Angriff und hatte sogar die Führung auf dem Schläger. Seinem doppelten Versuch in der 35. Minute stand lediglich der Dresdner Torhüter Pasi Häkkinen im Weg. »Mit seinen läuferischen Fähigkeiten ist Marvin in jedem Fall eine Verstärkung für uns. Ich hätte mir aber gewünscht, dass er noch mehr Druck auf das Tor macht. Stattdessen hat er oft versucht, den genialen Pass zu spielen«, analysierte Trainer Rohrbach. Auch Tepper selbst machte bei sich noch Luft nach oben aus. »Aufgrund der unterschiedlichen Trainingsgestaltung in Krefeld und Weißwasser war ich sicher erst bei 70 bis 80 Prozent meines Leistungsvermögens«, befand er.

Vom breiten Grinsen war am Anfang des dritten Drittels ohnehin nichts mehr zu sehen, denn die Füchse kamen exakt 19 Sekunden zu spät aus der Kabine - zumindest gedanklich. Diese Denkpause reichte Patrick Jarrett zur 1:0-Führung (41.) für Dresden.

Die Füchse brauchten jedoch nur acht Minuten, um sich das Lachen zurückzuholen. Die junge dritte Reihe sorgte für den verdienten Ausgleich durch Jens Heyer (1:1/49.). Dass es im dritten Anlauf dennoch nicht zum ersten Saisonsieg gegen Dresden reichte, lag ausgerechnet an einem Ex-Fuchs. Denn Bastian Steingroß erzielte in der 57. Minute den 2:1-Endstand. »Drei Spieler von uns konnten ihn nicht am Schuss hindern, das ist ärgerlich. Dabei hatte sich meine Mannschaft eigentlich einen Punkt verdient«, bilanzierte Rohrbach.

Das späte Gegentor verdarb natürlich auch Rückkehrer Tepper die Laune. Aber vielleicht war es ja nicht sein letztes Spiel. »Ich hoffe, die Verhandlungen mit Krefeld sind erfolgreich. Ich würde den Füchsen gern helfen«, blickte der Stürmer voraus. Der weiße Helm im Füchse-Design ist schließlich noch heil und liegt bereit.
(Aus Dresden berichtet Frank Noack)

Quelle: Lausitzer Rundschau
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