Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
So steigen die Lausitzer Füchse ab
06.01.2011 | 12:14 Uhr von
Statt auf Augenhöhe spielen die Weißwasseraner beim Drittletzten unterirdisch und verlieren auch in der Höhe verdient.
Jetzt kommen drei Spiele gegen Mannschaften, mit denen wir uns auf Augenhöhe befinden, hatte Füchse-Coach Dirk Rohrbach vor der Partie gesagt und von sieben Punkten aus diesen Partien gesprochen. Das hörte man in Bietigheim gar nicht gern: Augenhöhe mit dem Tabellenletzten! Da wähnt man sich bei den Steelers um Einiges besser, erst recht, nachdem mit Chris St. Jacques nach Weihnachten ein neuer Stürmer aus Kanada verpflichtet worden war, der in seinem ersten Einsatz für die Steelers am 30. Dezember gleich doppelt getroffen hatte. Gleichzeitig hatten sich die Verletzungsprobleme bei den Gastgebern wieder etwas entspannt, während bei den Füchsen weiterhin die vier Stammspieler Masek, Götz, Heyer und Forgie fehlten und die 17-jährigen Neumann-Zwillinge sowie der 18-jährige, gerade von einer Lungenentzündung genesene Mieszkowski einspringen mussten.

Füchse-Trainer Dirk Rohrbach kann nicht mehr hinschauen. Wo der Weg aus dem derzeitigen Tal seiner Mannschaft herausführt, scheint auch er nicht zu wissen. Morgen gibt es die nächste Chance im Heimspiel gegen Crimmitschau.Foto: Lutz Hentschel

Dann ließen die Füchse in den ersten Minuten ihre Zweitligatauglichkeit vermissen. Nach einem kurzen Abtasten gelang den Steelers mit dem ersten Torschuss das 1:0. Nach Vorarbeit von Dominik Hammer hatte René Schoofs den Puck über die Linie gekämpft. In einem Überzahlspiel der Füchse kurz danach gelang überhaupt nichts. Dann hatte aber doch Rawlyk den Ausgleich auf dem Schläger, aber ein Steelers-Verteidiger (Neumann) warf sich in den Schuss. Mit ihrer zweiten Chance erzielten die Gastgeber auch ihren zweiten Treffer. In einer Überzahl waren die Steelers schnell ins Angriffsdrittel gekommen, Pascal Schoofs Pascal Schoofs hatte von der blauen Linie abgezogen und Alexander Serikow Puck unhaltbar für Ryan MacDonald abgefälscht. Die Füchse benötigten eine ganze Weile, sich von diesem Schock zu erholen, überstanden aber zwei Unterzahlsituationen und kamen nach und nach besser ins Spiel. Sie bauten auch etwas Druck auf und brachten die Steelers in Schwierigkeiten. Torgefahr war da aber nicht.

Zu Beginn des Mitteldrittels versuchten die Füchse weiter, zum Anschlusstreffer zu kommen. Aber Albrecht und Valenti (drüber) brachten die Scheibe nicht im Bietigheimer Tor unter. Dann übernahmen die Gastgeber wieder das Kommando und schossen den Füchse-Torwart Ryan MacDonald warm. Der konnte eine ganze Weile den dritten Gegentreffer verhindern, aber dann schlug erneut René Schoofs zu, der nach einem Querpass von Hammer nur noch den Schläger hinhalten musste. Damit schien die Vorentscheidung bereits nach der Hälfte der Spielzeit gefallen zu sein. Von Weißwasser kam auch nach dem 3:0 nicht viel. Im Gegenteil, Serikow und St. Jacques hatten Chancen zum 4:0. Zu allem Überfluss verletzte sich kurz vor dem Drittelende auch noch Wiecki, der vom Eis musste und während dieses Spieles auch nicht mehr zurückkam.

Ein echtes Aufbäumen von den Füchsen gab es auch im Schlussdrittel nicht. Mieszkowski und Lehnigk hatten zwar Chancen zum Anschlusstreffer, aber die Steelers waren nach wie vor gefährlicher. Pascal Schoofs, Kudelka und Hammer hatten Riesenchancen, scheiterten aber an MacDonald oder schossen vorbei. Das Tüpfchen aufs Bietigheimer „I“ setzte dann Alexander Serikow, der eine Vorlage von René Schoofs zum 4:0 nutzte. Auch danach hatten die Gastgeber durch St. Jacques noch eine Riesenchance, als er den Puck über das Tor lupfte. Aber der neue Kanadier musste gegen die Füchse ja auch nicht treffen. Der Sieg der Steelers stand in der gesamten Partie nie in Frage.

Damit ist die „böse 13“ voll. So viele Spiele in Folge haben die Lausitzer Füchse nun schon verloren. Etwas, das Hoffnung gibt, ist derzeit nur schwer auszumachen. Fast hat es den Anschein, als könnte echte Hilfe nur von außen kommen: von den vier verletzten Spielern, die allesamt im Januar zurück im Team erwartet werden, oder von einem neuen Stürmer, der den nach nur drei Spielen abgewanderten Alex Kim ersetzen kann oder vielleicht sogar noch besser ist. Das Geld aus diesem Transfer ist ja noch da. Geht es aber so weiter und stoppen die Füchse die schwarze Serie nicht bald, können sie schon im Januar beginnen, sich auf die Playdowns vorzubereiten.

Von Frank Thümmler

Quelle: SZ-Online
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8. EV Landshut 0
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