Es ist womöglich die letzte Chance im Kampf um den vorzeitigen Klassenerhalt: Die Lausitzer Füchse brauchen heute im Zweitliga-Derby gegen Crimmitschau (19.30 Uhr) einen Heimsieg – Teammanager Ralf Hantschke bittet dafür auch die Fans um Hilfe.
Mit der sang- und klanglosen 0:4-Niederlage im Kellerduell am Mittwoch bei den Bietigheim Steelers haben sich die Füchse zusätzlich unter Druck gesetzt. Es war die 13. Pleite in Folge für das Schlusslicht - ein weiterer Rückschlag statt erhoffter Wende. Der Abstand auf die rettenden Plätze beträgt bereits acht Punkte. Kleines Budget, kleiner Kader, kleiner Erfolg - Teammanager Ralf Hantschke analysiert in der RUNDSCHAU die schwierige Situation und spricht über ...
... die Ausgangslage: »Um unsere Altschulden weiter abzubauen, haben wir im Sommer bei der Zusammenstellung der neuen Mannschaft im sechsstelligen Bereich gespart. Denn wir wollen in zwei Jahren, wenn die neue Halle fertig ist, schuldenfrei sein. Und wo spart man am meisten? Klar, bei den Personalkosten. Das wirkt sich natürlich auf die Qualität des Kaders aus. Außerdem ist ein Club weniger im Spielbetrieb als letzte Saison. Damit fehlen uns Heimspiel-Einnahmen von rund 25 000 Euro.«
... die Anfangserfolge: »Ja, wir sind gut in die Saison gestartet. Aber wenn wir mit dieser Mannschaft Erfolg haben wollen, muss die taktische Disziplin stimmen. Das war zuletzt oft nicht mehr der Fall.«
Am Boden: Die Füchse (Arturs Kruminsch/l. und Richard Hartmann) gingen auch beim 0:4 in Bietigheim unter Foto: Keppler
... die Leistungsträger: »Wir haben eine lange Liste verletzter Leistungsträger. Zudem spielen einige Leistungsträger weit unter ihrer Form des vergangenen Jahres. Und wir müssen konstatieren, dass die ausländischen Spieler die Erwartungen nicht erfüllen. Es hat sich auch in Bietigheim gezeigt, dass unsere Leistungsträger zu wenig Verantwortung übernehmen.«
... die Auswege: »Wir haben das kleinste Budget der Liga - da bin ich mir sicher. Wir hätten genau wie Riessersee freiwillig in die Oberliga gehen können, um Kosten zu sparen. Es ist ein sportliches Armutszeugnis, was Riessersee gemacht hat, ein schwarzer Tag für das Zweitliga-Eishockey. Wir stellen uns der Situation.«
... die Erwartungshaltung: »Ich kann verstehen, dass die Fans enttäuscht sind. Auch wir sind enttäuscht. Trotzdem brauchen wir jeden einzelnen Fan gerade jetzt. Wir brauchen kritische Fans, aber auch realistische Fans. Wir könnten es uns einfach machen und über unsere Verhältnisse leben. Doch dann würde es irgendwann knallen und wir wären am Ende.«
... die Perspektive: »Wir wollen Profi-Hockey in Weißwasser erhalten, möglichst in der 2. Bundesliga. Dafür werden wir im Rahmen unseres Budgets nichts unversucht lassen. Ich kann versprechen, dass wir mit der bestmöglichen Mannschaft in die entscheidende Saisonphase gehen.«
... die Forderung: »Mannschaft und Führung müssen noch enger zusammenrücken. Wir brauchen Herz, Leidenschaft und unabdingbaren Willen. Jeder einzelne Spieler darf nicht nur an sein Ego denken, sondern auch an die Zukunft des Eishockey-Standortes Weißwasser. Das habe ich dem Team vor dem Spiel in Bietigheim gesagt und werde es vor der Crimmitschau-Partie erneut tun. Jeder ist gefragt! Egal, ob Häuptling oder Indianer.«
Wiecki verletzt - Tepper dabei: Jakub Wiecki fehlt heute gegen Crimmitschau verletzt. Er zog sich in Bietigheim eine schwere Zahnverletzung mit Oberkiefereinbruch zu und wurde bereits operiert. Heute dabei ist Förderlizenzspieler Marvin Tepper (Krefeld).
Zum Thema:
Acht Punkte Rückstand auf die rettenden Tabellenplätze
Der vorzeitige Klassenerhalt ist für die Lausitzer Füchse in weite Ferne gerückt. Dazu müssen sie mindestens Platz 10 in der Zweitliga-Tabelle belegen. Der Rückstand zu den rettenden Rängen beträgt nach 33 von insgesamt 52 Spielen jedoch schon acht Punkte. Sollten die Lausitzer Füchse Rang 10 verpassen, gehen sie in die Abstiegsrunde. Dort spielen die Teams auf den Plätzen 11 bis 13 in einer Doppelrunde einen Absteiger für die Oberliga aus.
...die Leistungsträger: Warum hat man sich dann nicht von X,Y getrennt?....die Perspektive: "mit der bestmöglichen Mannschaft"... Oh dann darf man ja nächste Woche personell einige Veränderungen erwarten. Und ob der Ausweg ein solches Armutszeugnis ist, wie Ralle meint....da wäre ich mir nicht sicher.
2 | Coswiger | 07.01.2011 @ 14:55
@1 Bestmögliche Mannschaft soll heißen das ein neuer AL kommt und die verletzten Spieler wieder fit werden. Von X,Y trennen? Und wer soll das bezahlen können? Was sollen wir in einer OL-Nordost? Da haben wir dann weniger Zuschauer, weniger Sponsoreneinnahmen u.s.w.
PRO -->RH
3 | Odin | 07.01.2011 @ 15:04
@2,woher weißt du was bestmögliche Mannschaft heißt? Man hätte sich von X,Y trennen können sobald man gemerkt hat, der taugt nix, und nicht noch 2 Monate warten!
"Da haben wir dann weniger Zuschauer" Woher weißt du das? Man kann auch in der Buli die Halle leer spielen!
4 | Der_Pia | 07.01.2011 @ 15:11
ein abstieg in die ol-nordost wäre für die exilfans im raum bayern, baden württemberg und schweiz glaub das schlimmst was passieren kann.
5 | Coswiger | 07.01.2011 @ 15:14
@3Die Spieler werden kaum auf das vertraglich zugesicherte Gehalt bis Saisonende verzichten! Wir können es uns nicht leisten neue Spieler zu holen und ausgemusterte Spieler weiter zu bezahlen. Glaubst du ernsthaft das gg Chemnitz, Jonsdorf, Schönheide, FASS usw jedesmal 1300 Zuschauer kommen?
6 | speedy | 07.01.2011 @ 16:20
@ 5 aber wir konnten es uns leisten 7 ausländer zu bezahlen oder was??!!auch wenn forgie jetzt duch die kk bezahlt wird.
7 | Fredi | 07.01.2011 @ 16:40
Ich muss Coswiger in allen Belangen recht geben!!
8 | alexis | 07.01.2011 @ 16:40
Forgie ist grad erst seit Anfang Dez verletzt, da zahlt doch die KK noch gar nicht...
9 | Odin | 07.01.2011 @ 19:30
@5 Die Vertragsmodalitäten der Spieler kenne ich nicht, Du? Eine Probezeit dürften alle gehabt haben! Glauben tuh ich in dem Fall gar nix. Ich habe lediglich den Vorzug der Buli mit schlechten Leistungen, einem Antreten in der OL mit wenig attraktiven Gegnern in Frage gestellt.
10 | Coswiger | 08.01.2011 @ 00:58
@9 Es gibt keine Probezeit bei solchen Saisonverträgen.
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Mit der sang- und klanglosen 0:4-Niederlage im Kellerduell am Mittwoch bei den Bietigheim Steelers haben sich die Füchse zusätzlich unter Druck gesetzt. Es war die 13. Pleite in Folge für das Schlusslicht - ein weiterer Rückschlag statt erhoffter Wende. Der Abstand auf die rettenden Plätze beträgt bereits acht Punkte. Kleines Budget, kleiner Kader, kleiner Erfolg - Teammanager Ralf Hantschke analysiert in der RUNDSCHAU die schwierige Situation und spricht über ...
... die Ausgangslage: »Um unsere Altschulden weiter abzubauen, haben wir im Sommer bei der Zusammenstellung der neuen Mannschaft im sechsstelligen Bereich gespart. Denn wir wollen in zwei Jahren, wenn die neue Halle fertig ist, schuldenfrei sein. Und wo spart man am meisten? Klar, bei den Personalkosten. Das wirkt sich natürlich auf die Qualität des Kaders aus. Außerdem ist ein Club weniger im Spielbetrieb als letzte Saison. Damit fehlen uns Heimspiel-Einnahmen von rund 25 000 Euro.«
... die Anfangserfolge: »Ja, wir sind gut in die Saison gestartet. Aber wenn wir mit dieser Mannschaft Erfolg haben wollen, muss die taktische Disziplin stimmen. Das war zuletzt oft nicht mehr der Fall.«
... die Leistungsträger: »Wir haben eine lange Liste verletzter Leistungsträger. Zudem spielen einige Leistungsträger weit unter ihrer Form des vergangenen Jahres. Und wir müssen konstatieren, dass die ausländischen Spieler die Erwartungen nicht erfüllen. Es hat sich auch in Bietigheim gezeigt, dass unsere Leistungsträger zu wenig Verantwortung übernehmen.«
... die Auswege: »Wir haben das kleinste Budget der Liga - da bin ich mir sicher. Wir hätten genau wie Riessersee freiwillig in die Oberliga gehen können, um Kosten zu sparen. Es ist ein sportliches Armutszeugnis, was Riessersee gemacht hat, ein schwarzer Tag für das Zweitliga-Eishockey. Wir stellen uns der Situation.«
... die Erwartungshaltung: »Ich kann verstehen, dass die Fans enttäuscht sind. Auch wir sind enttäuscht. Trotzdem brauchen wir jeden einzelnen Fan gerade jetzt. Wir brauchen kritische Fans, aber auch realistische Fans. Wir könnten es uns einfach machen und über unsere Verhältnisse leben. Doch dann würde es irgendwann knallen und wir wären am Ende.«
... die Perspektive: »Wir wollen Profi-Hockey in Weißwasser erhalten, möglichst in der 2. Bundesliga. Dafür werden wir im Rahmen unseres Budgets nichts unversucht lassen. Ich kann versprechen, dass wir mit der bestmöglichen Mannschaft in die entscheidende Saisonphase gehen.«
... die Forderung: »Mannschaft und Führung müssen noch enger zusammenrücken. Wir brauchen Herz, Leidenschaft und unabdingbaren Willen. Jeder einzelne Spieler darf nicht nur an sein Ego denken, sondern auch an die Zukunft des Eishockey-Standortes Weißwasser. Das habe ich dem Team vor dem Spiel in Bietigheim gesagt und werde es vor der Crimmitschau-Partie erneut tun. Jeder ist gefragt! Egal, ob Häuptling oder Indianer.«
Wiecki verletzt - Tepper dabei: Jakub Wiecki fehlt heute gegen Crimmitschau verletzt. Er zog sich in Bietigheim eine schwere Zahnverletzung mit Oberkiefereinbruch zu und wurde bereits operiert. Heute dabei ist Förderlizenzspieler Marvin Tepper (Krefeld).
Zum Thema:
Acht Punkte Rückstand auf die rettenden Tabellenplätze
Der vorzeitige Klassenerhalt ist für die Lausitzer Füchse in weite Ferne gerückt. Dazu müssen sie mindestens Platz 10 in der Zweitliga-Tabelle belegen. Der Rückstand zu den rettenden Rängen beträgt nach 33 von insgesamt 52 Spielen jedoch schon acht Punkte. Sollten die Lausitzer Füchse Rang 10 verpassen, gehen sie in die Abstiegsrunde. Dort spielen die Teams auf den Plätzen 11 bis 13 in einer Doppelrunde einen Absteiger für die Oberliga aus.
Von Frank Noack
Quelle: Lausitzer Rundschau