Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Ein Punkt - aber wieder kein Sieg
08.01.2011 | 12:53 Uhr von
Es war ein Punkt, über den nicht wirklich Freude aufkam: Denn die Füchse haben am Freitagabend mit dem 2:3 nach Penaltyschießen gegen Crimmitschau die 13. Niederlage in Serie hinnehmen müssen. Weißwasser bleibt Tabellenletzter der 2. Eishockey-Bundesliga.
Vor 1747 Zuschauern im gut gefüllten Fuchsbau hatte Robert Bartlick die Gastgeber in der 14. Minute in Führung geschossen. Im zweiten Drittel kam Crimmitschau dann zu zwei Treffern durch Garett Bembridge (30.) und Torsten Heine (38.). Kapitän Sebastian Klenner sorgte für den 2:2-Ausgleich (41.) der Füchse. Die Entscheidung im umkämpften Sachsenderby fiel im Penaltyschießen. Als einziger Schütze traf Doug Andres für die Gäste aus Crimmitschau. »Freude? Ich kann mich über diesen Punkt nicht wirklich freuen. Denn wir konnten unsere Niederlagen-Serie leider nicht beenden«, erklärte Füchse-Trainer Dirk Rorhbach. »Aber wir geben uns nicht auf. Die Mannschaft ist intakt.«

Unter Druck: Die Füchse (Richard Hartmann/r. und Marcel Linke) mussten gegen Crimmitschau unbedingt siegen. Foto: Heide/thd1

Dennoch ist es die zweite schmerzhafte Niederlage innerhalb weniger Tage. Am Mittwoch unterlagen die Füchse sang- und klanglos bei den Bietigheim Steelers 0:4. Zwei von drei Spielen der »Woche der Wahrheit« sind damit bereits verloren. Am Sonntag gastiert Weißwasser bei den Wölfen Freiburg (18.30 Uhr).

Eines war schon vor dem ersten Bully gegen Crimmitschauklar: Die Füchse mussten diese Heimpartie unbedingt gewinnen, um die Chance auf den vorzeitigen Klassenerhalt zu wahren. Um die offensive Ausrichtung zu unterstreichen, ging Trainer Rohrbach mit seinem kleinen Kader ein großes Risiko ein. Er spielte nur mit fünf statt der normalerweise notwendigen sechs Verteidiger. Einer dieser Verteidiger war der erst 17-jährige Chris Neumann. Dafür rückte Sven Valenti von der Abwehr in den Angriff. Zusätzlichen Schwung bekam die Offensive durch Förderlizenz-Stürmer Marvin Tepper (Krefeld Pinguine).

Da auch die Gäste aus Crimmitschau nach vorn spielen wollten, entwickelte sich von der ersten Minute an ein schwungvolles Derby. Die spektakulärste Aktion des ersten Drittels neben dem Führungstreffer durch Bartlick ging auf das Konto von Danny Albrecht. Sein Sololauf über die halbe Eisfläche endete erst bei Gäste-Torhüter Tobias Güttner.

Die Füchse, die insgesamt mehr Spielanteile hatten, machten auch nach Wiederbeginn im zweiten Drittel weiter Druck. Peter Szabo und Tepper hatten in der 21. Minute das zweite Tor auf dem Schläger. Umso bitterer aus Sicht der Gastgeber, dass gleich zwei Treffer auf der anderen Seite fielen - ein Schock für die nach zwölf Niederlagen in Serie angeschlagenen Füchse.

Dass sie mit dem Treffer von Klenner zum 2:2 trotzdem in die Partie zurückkamen, spricht für die Moral. In der dramatischen Schlussphase der regulären Spielzeit drängten beide Teams auf den Siegtreffer und boten den Fans Spannung pur.

Unter den Zuschauern in der Weißwasseraner Eishalle war auch Claus-Dieter Wollitz, Trainer von Fußball-Zweitligist Energie Cottbus. Wollitz ist mit dem Crimmitschauer Coach Steffen Ziesche seit dessen Zeit als Aktiver bei den Krefeld Pinguinen befreundet. »Wenn es meine Zeit erlaubt, schaue ich mir gern Eishockey-Spiele an«, betonte Wollitz.

Zum Thema:

Eislöwen Dresden bezahlen Strafe für die Füchse

Die Dresdner Eislöwen übernehmen eine gegen die Lausitzer Füchse verhängte Verbandsstrafe in Höhe von 300 Euro. Grund sind die Vorkommnisse beim Sachsenderby in Weißwasser am 23. Dezember. Bei dieser Partie wurden im Dresdner Fanblock Feuerwerkskörper gezündet. Die Strafe wurde jedoch gegen die Füchse verhängt, weil sie als Gastgeber der Veranstalter der Partie waren. »Es kann nicht sein, dass eine kleine Gruppe von Chaoten die Mehrzahl der friedlichen Dresdner Eishockey-Fans mit einer solch unüberlegten Aktion in Verruf bringt«, sagte Eislöwen-Geschäftsführer Matthias Broda. »Wir entschuldigen uns in aller Form bei den Fans und Verantwortlichen der Lausitzer Füchse für diesen Fauxpas«, ergänzte Broda.

Von Frank Noack

Quelle: Lausitzer Rundschau
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