Füchse-Talfahrt findet gegen die Piraten kein Ende
08.01.2011 | 13:04 Uhr von
Crimmitschau gewinnt nach Penaltyschießen. Weißwasseraner geben meist den Ton an, vermissen aber einen Torjäger in ihren Reihen.
Gegen Crimmitschau sollte der Befreiungsschlag gelingen. Drei Punkte wären nicht nur für einen Hauch von Anschluss an den direkten Klassenerhalt dringend erforderlich gewesen. Auch für Moral und Selbstvertrauen ist ein Erfolgserlebnis nötiger denn je. Dass die Füchse Eishockey können, zeigten sie über weite Strecken. Genauso eklatant zeigte sich aber das Fehlen eines Torjägers, der in den entscheidenden Situationen den Kopf behält und eine engagierte Truppe zum Sieg führt. So standen die Weißwasseraner am Ende mit einem mageren Punkt aus einer Partie da, auf die sich viele Hoffnungen vereint hatten.
Hoffnung im ersten Drittel
Die Crimmitschauer waren fulminant in die Saison gestartet und belegten zeitweise sogar den zweiten Tabellenplatz. Seitdem haben auch die Westsachsen stark abgebaut und wurden im Tableau nach unten gereicht. In der Auftaktphase des Spiels konnte man gut erkennen, warum das so ist. Die Gäste boten viel Gestocher und Krampf und wussten selten, was der Nebenmann macht. So waren die Füchse die tonangebende Mannschaft und führten nach dem ersten Drittel 1:0, das Ergebnis hätte dabei einiges höher ausfallen können.
Von Anfang an versuchten sie, das Glück mit Distanzschüssen zu erzwingen, diese Versuche blieben allesamt erfolglos. Als die Gastgeber nach drei Minuten ihre erste `Überzahlchance hatten, wäre das beinahe nach hinten losgegangen. Douglas Andress war gerade von der Strafbank zurückgekehrt, als er einen Querpass des rechts durchgebrochenen Kevin Saurette erhielt. Nur seinem viel zu zögerlichen Abschluss war es zu verdanken, dass die Füchse nicht in Rückstand gerieten. Ein Achtungszeichen auf der anderen Seite setzte Albrecht nach zehn Minuten. Aus dem eigenen Drittel startend, umkurvte er vier Gegenspieler und scheiterte erst, als er auch noch Piraten-Goalie Güttner ausspielen wollte. Anschließend schoss sich Klenner von der blauen Linie (11.) und aus kurzer Distanz warm, der Füchse-Kapitän fand aber ebenfalls seinen Meister in Güttner.
Auch Peter Szabo (Mitte) fand keinen Weg zum Torerfolg. Symptomatisch war sein kläglich vergebener Versuch im Penaltyschießen. Foto: Gunnar Schulze
Die große Gelegenheit zur Führung bekam Weißwasser wenig später in Form einer doppelten Überzahl. Die Scheibe rotierte zu Bartlick, der schwenkte rechts hinter dem Tor hervor und bediente Rawlyk. Die Nummer 80 zog direkt ab und der Puck schlug im Torwinkel ein (14.). Crimmitschau verbaute sich die einzige Überzahl durch einen Wechselfehler, wurde aber noch einmal gefährlich. Hanusch zog aus dem Gedränge ab und verzog nur knapp.
Hatten die Crimmitschauer ihre Gefährlichkeit bisher nur angedeutet, machten sie im Mittelabschnitt ernst und drehten die Partie. Nicht, dass sie die dominierende Mannschaft gewesen wären. Aber sie erhöhten ihre Passsicherheit und harmonierten nun sichtlich besser. Vor allem nutzten sie im Gegensatz zu den Füchsen ihre Chancen eiskalt. Beide Treffer fielen durch Konterläufe mit anschließendem Querpass und Direktschuss (30./38.). Andress‘ Schuss von der blauen Line parierte MacDonald.
Chancen kläglich vergeben
Für Weißwasser scheiterte Albrecht frei vorm Torwart und Tepper schoss aus zwei Metern über das Tor. Eine sehenswerte Kombination der beiden Füchse-Cracks setzte Tepper, der insgesamt sehr pomadig auftrat, wieder daneben.
Dass es anders geht, demonstrierte Sebastian Klenner 39 Sekunden nach Beginn des Schlussdrittels. Mit dem 2:2 belohnte er sich und seine Mannschaft für ihr druckvolles Anrennen – bis dahin. Denn nach dem Ausgleich blieben die Gäste geschickt abwartend und das Spiel verflachte. Allerdings hätte Valenti das 3:2 erzielen müssen. Mutterseelenallein bekam er die Scheibe am langen Pfosten kredenzt, um sie am leeren Tor vorbeizuschieben, Für Crimmitschau hatte Kosick die beste Gelegenheit, als er verdeckt aus zentraler Position drauf hielt, aber MacDonald parierte (47.). Eine ähnliche Situation wiederholte sich 15 Minuten später, da war schon die Verlängerung da und der Füchse-Goalie hielt die Chance auf zwei Punkte fest.
Die vergaben Tepper (kläglich), Szabo (nicht zum Hinsehen) und Rawlyk im Penaltyschießen. Andress machte es besser und sicherte Crimmitschau den zweiten Punkt.
Gegen Crimmitschau sollte der Befreiungsschlag gelingen. Drei Punkte wären nicht nur für einen Hauch von Anschluss an den direkten Klassenerhalt dringend erforderlich gewesen. Auch für Moral und Selbstvertrauen ist ein Erfolgserlebnis nötiger denn je. Dass die Füchse Eishockey können, zeigten sie über weite Strecken. Genauso eklatant zeigte sich aber das Fehlen eines Torjägers, der in den entscheidenden Situationen den Kopf behält und eine engagierte Truppe zum Sieg führt. So standen die Weißwasseraner am Ende mit einem mageren Punkt aus einer Partie da, auf die sich viele Hoffnungen vereint hatten.
Hoffnung im ersten Drittel
Die Crimmitschauer waren fulminant in die Saison gestartet und belegten zeitweise sogar den zweiten Tabellenplatz. Seitdem haben auch die Westsachsen stark abgebaut und wurden im Tableau nach unten gereicht. In der Auftaktphase des Spiels konnte man gut erkennen, warum das so ist. Die Gäste boten viel Gestocher und Krampf und wussten selten, was der Nebenmann macht. So waren die Füchse die tonangebende Mannschaft und führten nach dem ersten Drittel 1:0, das Ergebnis hätte dabei einiges höher ausfallen können.
Von Anfang an versuchten sie, das Glück mit Distanzschüssen zu erzwingen, diese Versuche blieben allesamt erfolglos. Als die Gastgeber nach drei Minuten ihre erste `Überzahlchance hatten, wäre das beinahe nach hinten losgegangen. Douglas Andress war gerade von der Strafbank zurückgekehrt, als er einen Querpass des rechts durchgebrochenen Kevin Saurette erhielt. Nur seinem viel zu zögerlichen Abschluss war es zu verdanken, dass die Füchse nicht in Rückstand gerieten. Ein Achtungszeichen auf der anderen Seite setzte Albrecht nach zehn Minuten. Aus dem eigenen Drittel startend, umkurvte er vier Gegenspieler und scheiterte erst, als er auch noch Piraten-Goalie Güttner ausspielen wollte. Anschließend schoss sich Klenner von der blauen Linie (11.) und aus kurzer Distanz warm, der Füchse-Kapitän fand aber ebenfalls seinen Meister in Güttner.
Die große Gelegenheit zur Führung bekam Weißwasser wenig später in Form einer doppelten Überzahl. Die Scheibe rotierte zu Bartlick, der schwenkte rechts hinter dem Tor hervor und bediente Rawlyk. Die Nummer 80 zog direkt ab und der Puck schlug im Torwinkel ein (14.). Crimmitschau verbaute sich die einzige Überzahl durch einen Wechselfehler, wurde aber noch einmal gefährlich. Hanusch zog aus dem Gedränge ab und verzog nur knapp.
Hatten die Crimmitschauer ihre Gefährlichkeit bisher nur angedeutet, machten sie im Mittelabschnitt ernst und drehten die Partie. Nicht, dass sie die dominierende Mannschaft gewesen wären. Aber sie erhöhten ihre Passsicherheit und harmonierten nun sichtlich besser. Vor allem nutzten sie im Gegensatz zu den Füchsen ihre Chancen eiskalt. Beide Treffer fielen durch Konterläufe mit anschließendem Querpass und Direktschuss (30./38.). Andress‘ Schuss von der blauen Line parierte MacDonald.
Chancen kläglich vergeben
Für Weißwasser scheiterte Albrecht frei vorm Torwart und Tepper schoss aus zwei Metern über das Tor. Eine sehenswerte Kombination der beiden Füchse-Cracks setzte Tepper, der insgesamt sehr pomadig auftrat, wieder daneben.
Dass es anders geht, demonstrierte Sebastian Klenner 39 Sekunden nach Beginn des Schlussdrittels. Mit dem 2:2 belohnte er sich und seine Mannschaft für ihr druckvolles Anrennen – bis dahin. Denn nach dem Ausgleich blieben die Gäste geschickt abwartend und das Spiel verflachte. Allerdings hätte Valenti das 3:2 erzielen müssen. Mutterseelenallein bekam er die Scheibe am langen Pfosten kredenzt, um sie am leeren Tor vorbeizuschieben, Für Crimmitschau hatte Kosick die beste Gelegenheit, als er verdeckt aus zentraler Position drauf hielt, aber MacDonald parierte (47.). Eine ähnliche Situation wiederholte sich 15 Minuten später, da war schon die Verlängerung da und der Füchse-Goalie hielt die Chance auf zwei Punkte fest.
Die vergaben Tepper (kläglich), Szabo (nicht zum Hinsehen) und Rawlyk im Penaltyschießen. Andress machte es besser und sicherte Crimmitschau den zweiten Punkt.
Von Ronny Reddo und Marcel Pochanke
Quelle: SZ-Online