Die Freiburger Wölfe haben ein richtungsweisendes Spiel in der zweiten Eishockey-Bundesliga für sich entschieden: Gegen die Lausitzer Füchse gewannen sie mit 7:5. Damit bleiben die Gäste aus Weißwasser mit großem Abstand da, wo die Wölfe ganz gewiss nicht hin wollen: auf dem letzten Platz.
Die ganz große Gala war am Sonntagabend nicht zu erwarten in einer Partie, in der der Vorletzte das Schlusslicht empfing, und in der Tat: Das Niveau war phasenweise wenig berauschend, gerade mit Blick auf die Defensive. Das lag zunächst vor allem an den Lausitzern: Die Füchse entsprachen dem Klischeebild eines Tabellenletzten, präsentierten sich zaghaft, zweikampfschwach, ohne Selbstbewusstsein.
Lausitzer Unglücksstrudel zu Beginn
Ein solches Zittern und Zaudern kennt man im Breisgau - einerseits aus den zurückliegenden Wochen, andererseits aus der vergangenen Spielzeit. Die hatten die Freiburger fast durchweg da verbracht, wo nun Weißwasser steht: ganz unten. Deshalb war es ein vertrauter Unglücksstrudel, den der Freiburger Anhang bei den Sachsen beobachten konnte: keine gute Form, kein Glauben, kein Glück. Und viele Fehler. Die ersten beiden unterliefen Torhüter McDonald, der die Schüsse von Fatyka und Vozar passieren ließ, obwohl sie weder verdeckt noch platziert waren. Zwar nutzten die Füchse ihre einzige nennenswerte Torchance im Startdrittel zum Anschlusstreffer - doch unterzugehen drohten sie trotzdem. Die Wölfe hatten mehr Verve und mehr Pfiff, und sie hatten eine neu formierte Sturmreihe, die viel Musik machte: Trainer Travnicek hatte Artjom Kostyrev zu den beiden stärksten Freiburgern der vergangenen Wochen - Barry Noe und Chris Billich - gestellt, und dieses Trio war prompt für zwei weitere Treffer verantwortlich. Es roch nach Kantersieg.
Nun ist es aber so, dass die Wölfe auch noch nicht in der Verfassung sind, in der sie im Oktober waren, nicht körperlich und nicht mental. Aus unerfindlichen Gründen verloren sie erst immer mehr Zweikämpfe und dann auch noch den Takt. Weißwasser kehrte ins Spiel zurück, erzielte zwei Tore und war moralisch obenauf. Travnicek nahm eine Auszeit und schaffte es bei irgendwie, dass sich seine fahrig gewordene Equipe stabilisierte. So retteten die Breisgauer ihre Führung in die zweite Pause.
Acht Punkte Abstand auf den letzten Platz
Trotzdem: Längst zitterten auch die Hausherren. Da taten auch ein von Stehle kompromisslos abgeschlossener Break und ein Sylvester-Tor nicht viel fürs Nervenkostüm; immer wieder verkürzten die Füchse. Doch für einen souveränen Sieg gibt es auch nicht mehr Punkte als für einen hart erkämpften, und so war die Erleichterung in der Schlussminute umso größer: Chris Capraro schob die Scheibe ins nunmehr verlassene Gästetor. 7:5, drei Punkte. Acht Zähler Vorsprung auf das Schlusslicht und Tuchführung zu Platz 10: Wichtiger kann ein Sieg kaum sein.
Die ganz große Gala war am Sonntagabend nicht zu erwarten in einer Partie, in der der Vorletzte das Schlusslicht empfing, und in der Tat: Das Niveau war phasenweise wenig berauschend, gerade mit Blick auf die Defensive. Das lag zunächst vor allem an den Lausitzern: Die Füchse entsprachen dem Klischeebild eines Tabellenletzten, präsentierten sich zaghaft, zweikampfschwach, ohne Selbstbewusstsein.
Lausitzer Unglücksstrudel zu Beginn
Ein solches Zittern und Zaudern kennt man im Breisgau - einerseits aus den zurückliegenden Wochen, andererseits aus der vergangenen Spielzeit. Die hatten die Freiburger fast durchweg da verbracht, wo nun Weißwasser steht: ganz unten. Deshalb war es ein vertrauter Unglücksstrudel, den der Freiburger Anhang bei den Sachsen beobachten konnte: keine gute Form, kein Glauben, kein Glück. Und viele Fehler. Die ersten beiden unterliefen Torhüter McDonald, der die Schüsse von Fatyka und Vozar passieren ließ, obwohl sie weder verdeckt noch platziert waren. Zwar nutzten die Füchse ihre einzige nennenswerte Torchance im Startdrittel zum Anschlusstreffer - doch unterzugehen drohten sie trotzdem. Die Wölfe hatten mehr Verve und mehr Pfiff, und sie hatten eine neu formierte Sturmreihe, die viel Musik machte: Trainer Travnicek hatte Artjom Kostyrev zu den beiden stärksten Freiburgern der vergangenen Wochen - Barry Noe und Chris Billich - gestellt, und dieses Trio war prompt für zwei weitere Treffer verantwortlich. Es roch nach Kantersieg.
Nun ist es aber so, dass die Wölfe auch noch nicht in der Verfassung sind, in der sie im Oktober waren, nicht körperlich und nicht mental. Aus unerfindlichen Gründen verloren sie erst immer mehr Zweikämpfe und dann auch noch den Takt. Weißwasser kehrte ins Spiel zurück, erzielte zwei Tore und war moralisch obenauf. Travnicek nahm eine Auszeit und schaffte es bei irgendwie, dass sich seine fahrig gewordene Equipe stabilisierte. So retteten die Breisgauer ihre Führung in die zweite Pause.
Acht Punkte Abstand auf den letzten Platz
Trotzdem: Längst zitterten auch die Hausherren. Da taten auch ein von Stehle kompromisslos abgeschlossener Break und ein Sylvester-Tor nicht viel fürs Nervenkostüm; immer wieder verkürzten die Füchse. Doch für einen souveränen Sieg gibt es auch nicht mehr Punkte als für einen hart erkämpften, und so war die Erleichterung in der Schlussminute umso größer: Chris Capraro schob die Scheibe ins nunmehr verlassene Gästetor. 7:5, drei Punkte. Acht Zähler Vorsprung auf das Schlusslicht und Tuchführung zu Platz 10: Wichtiger kann ein Sieg kaum sein.
Tore: 1:0 (2.) Fatyka (Noe/Kostyrev), 2:0 (3.) Vozar (Sylvester/Karlicek), 2:1 (10.) Albrecht (Kruminsch), 3:1 (12.) Billich (Kostyrev/Noe), 4:1 (14.) Billich (Noe/Kostyrev), 4:2 (27.) Turon (Lehnigh/Grosch), 4:3 (36.) Klenner (Hartmann/Lehnigk), 5:3 (44.) Stehle (Heatley), 5:4 (51.) Turon (Szabo), 6:4 (53.) Sylvester (Danner/Billich), 6:5 (54.) Hartmann (Valenti/Klenner), 7:5 (60.) Capraro (Fatyka). Zuschauer: 1250. Schiedsrichter: Franz (Bergisch-Gladbach). Strafminuten: Freiburg 6 + 10 gegen Vozar, Weißwasser 18.
Quelle: Badische Zeitung