21. März 2010: War das ein Jubel im Weißwasseraner Fuchsbau. Christopher Straube hatte im entscheidenden Pre-Playoff-Spiel gegen die Dresdner Eislöwen knapp drei Minuten vor dem Ende in Unterzahl das 3:1 erzielt, Marvin Tepper danach den Puck zum 4:1 ins leere Tor geschoben. Die Füchse schafften damit den Einzug ins Playoff-Viertelfinale, für die Dresdner Eislöwen war die Saison beendet.
Dass die Füchse dann gegen den EHC München keine Chance hatten und 0:4 verloren, war nicht mehr so wichtig. Die Lausitzer, vor der Saison als Absteiger gehandelt, hatten viel mehr erreicht, als ihnen zugetraut worden war. Mit dem achten Platz nach der Hauptrunde (75 Punkte) war der Klassenerhalt, das eigentliche Saisonziel, schon geschafft. Der Sieg in den Pre-Playoffs über den sächsischen Konkurrenten aus Dresden war das i-Tüpfelchen auf eine Saison, die die Experten zum Staunen brachte.
Schließlich sind die Voraussetzungen für Profieishockey in so einem Städtchen wie Weißwasser alles andere als optimal. Reich gesegnet mit Sponsoren ist die Region (insbesondere im Vergleich mit den Ligakonkurrenten) nicht. Und gute Spieler hierher zu locken, wo sie sich wirklich auf Eishockey konzentrieren können (viel anderes gibt es nicht), ist nicht leicht.
Manager Ralf Hantschke und Trainer Dirk Rohrbach hatten es aber geschafft, aus Spielern mit Wurzeln in Weißwasser, Talenten und Profis, die Weißwasser als Sprungbrett nutzen wollen, eine schlagkräftige Truppe zu formen.
Im März des vergangenen Jahres gab es bei den Lausitzer Füchsen nur glückliche Gesichter. Sie stellten sich zu diesem Teamfoto nach dem letzten Heimspiel im Playoff-Viertelfinale gegen den EHC München. Gegen den späteren DEL-Aufsteiger hatte man zwar keine Chance, aber alle Saisonziele waren übererfüllt.Foto: P. Aswendt
Genau das holte die Füchse aber nach der Saison auch ein. Mit Topscorer Marvin Tepper und dem besten Torschützen Carsten Gosdeck haben zwei extrem wichtige Spieler die Lausitzer Füchse verlassen, die überragende erste Sturmreihe (mit Danny Albrecht) war gesprengt. Für die Füchse bedeutete das, die Gratwanderung, mit möglichst wenig Geld und bei gleichzeitigem Altschuldenabbau ein konkurrenzfähiges Team aufzustellen, erneut zu beginnen. Das schien auch in der neuen Saison zunächst gelungen zu sein. Die Füchse spielten im ersten Saisonviertel gut mit, standen erneut auf einem Playoff-Platz. Dann aber begann, unter anderem auch durch viel Verletzungspech begründet, ein Absturz bis auf den letzten Tabellenplatz.
Jetzt versuchen die Füchse unter Trainer Dirk Rohrbach, aus diesem Loch wieder herauszukommen. Die Moral in der Truppe stimmt – trotz der Niederlagenserie. Die Anhänger sind im Moment enttäuscht, sollten sich aber vor Augen halten, dass Profieishockey in Weißwasser über so viele Jahre das eigentliche Wunder ist und ihre Lieblinge bedingungslos unterstützen. Der Klassenerhalt ist noch drin – und das Wunder kann weitergehen.
Dass die Füchse dann gegen den EHC München keine Chance hatten und 0:4 verloren, war nicht mehr so wichtig. Die Lausitzer, vor der Saison als Absteiger gehandelt, hatten viel mehr erreicht, als ihnen zugetraut worden war. Mit dem achten Platz nach der Hauptrunde (75 Punkte) war der Klassenerhalt, das eigentliche Saisonziel, schon geschafft. Der Sieg in den Pre-Playoffs über den sächsischen Konkurrenten aus Dresden war das i-Tüpfelchen auf eine Saison, die die Experten zum Staunen brachte.
Schließlich sind die Voraussetzungen für Profieishockey in so einem Städtchen wie Weißwasser alles andere als optimal. Reich gesegnet mit Sponsoren ist die Region (insbesondere im Vergleich mit den Ligakonkurrenten) nicht. Und gute Spieler hierher zu locken, wo sie sich wirklich auf Eishockey konzentrieren können (viel anderes gibt es nicht), ist nicht leicht.
Manager Ralf Hantschke und Trainer Dirk Rohrbach hatten es aber geschafft, aus Spielern mit Wurzeln in Weißwasser, Talenten und Profis, die Weißwasser als Sprungbrett nutzen wollen, eine schlagkräftige Truppe zu formen.
Genau das holte die Füchse aber nach der Saison auch ein. Mit Topscorer Marvin Tepper und dem besten Torschützen Carsten Gosdeck haben zwei extrem wichtige Spieler die Lausitzer Füchse verlassen, die überragende erste Sturmreihe (mit Danny Albrecht) war gesprengt. Für die Füchse bedeutete das, die Gratwanderung, mit möglichst wenig Geld und bei gleichzeitigem Altschuldenabbau ein konkurrenzfähiges Team aufzustellen, erneut zu beginnen. Das schien auch in der neuen Saison zunächst gelungen zu sein. Die Füchse spielten im ersten Saisonviertel gut mit, standen erneut auf einem Playoff-Platz. Dann aber begann, unter anderem auch durch viel Verletzungspech begründet, ein Absturz bis auf den letzten Tabellenplatz.
Jetzt versuchen die Füchse unter Trainer Dirk Rohrbach, aus diesem Loch wieder herauszukommen. Die Moral in der Truppe stimmt – trotz der Niederlagenserie. Die Anhänger sind im Moment enttäuscht, sollten sich aber vor Augen halten, dass Profieishockey in Weißwasser über so viele Jahre das eigentliche Wunder ist und ihre Lieblinge bedingungslos unterstützen. Der Klassenerhalt ist noch drin – und das Wunder kann weitergehen.
Von Frank Thümmler
Quelle: SZ-Online