Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
„Rücktritt ist nicht meine Art“
21.01.2011 | 11:04 Uhr von
Die Lausitzer Füchse sind seit 16 Spielen sieglos. Am heutigen Freitag in der Auswärtspartie gegen Bremerhaven (20 Uhr) droht ein neuer Negativ-Rekord. Am Sonntag treffen die Füchse auf Hannover (17 Uhr). Im RUNDSCHAU-Interview spricht Trainer Dirk Rohrbach über Auswege aus der Krise, Rücktrittsgedanken und mögliche Neuzugänge.

Dirk Rohrbach, was überwiegt bei Ihnen angesichts der Niederlagenserie: Wut, Enttäuschung oder Trotz?

Es ist eine Mischung aus allem. Klar, ich bin manchmal wütend über bestimmte Situationen und auch enttäuscht von einigen Spielern. Grundsätzlich bleibe ich aber optimistisch, weil ich weiß, was diese Mannschaft leisten kann. Tja, und Trotz? Natürlich wollen wir in dieser Situation eine Trotzreaktion zeigen. Zuviel Wut und Enttäuschung können jedoch auch schaden.

Wenn die Füchse das Auswärtsspiel am Freitag in Bremerhaven verlieren, wäre der neue Rekord von 17 Niederlagen in Serie für immer mit Ihrem Namen verknüpft. Hätten Sie sich eine solche Negativ-Bilanz träumen lassen?

Nein, natürlich nicht. Wir haben gehofft, dass es ähnlich gut läuft wie in der vergangenen Saison und wir wieder um die Pre-Playoffs mitspielen. Es geht jetzt darum, diese Serie ganz schnell zu beenden. Ganz ehrlich, auf diesen Rekord ist niemand stolz.

Von der Vereinsführung gibt es immer wieder Rückendeckung für Sie. Könnte eine Situation eintreten, in der Sie von sich aus die Brocken als Trainer hinwerfen?

Nein, das ist nicht meine Art. Es gibt genügend Leute im Hintergrund, die zu mir stehen und mich motivieren. Ich stelle mich der Herausforderung, selbst wenn ich diesen Niederlagen-Rekord halten sollte. Ich kämpfe bis zum Umfallen. Es geht hier nicht um mich oder einzelne Spieler - es geht um das Eishockey in Weißwasser.

Die Füchse haben elf Punkte Rückstand auf das rettende Ufer. Ab wann ist es sinnvoll, sich konsequent auf die Abstiegsrunde vorzubereiten?

Realistisch gesehen, wird es ganz schwer für uns. Von den 14 noch ausstehenden Partien müssten wir acht oder neun gewinnen. Theoretisch ist vieles möglich, deshalb werden wir am Trainingsablauf noch nichts ändern. Wir warten die nächsten drei Spiele ab.

„Zuviel Wut und Enttäuschung können auch schaden.“ Nach 16 Niederlagen in Folge flüchtet sich Füchse-Trainer Dirk Rohrbach vor allem in Durchhalteparolen. Foto: Aswendt/asw1

Auffällig ist, dass die Mannschaft immer wieder Spiele verliert, weil sie für einige Minuten nicht aufmerksam genug ist - eine Kraft- oder eine Konzentrationsfrage?

Beides. Jedes Gegentor ist in unserer Situation ein mentaler Hammerschlag. Wir brauchen zu viel Zeit, um uns davon zu erholen. Eine Kraftfrage ist es deshalb, weil die Kaderbreite aufgrund der vielen Verletzungen fehlt. Die Leistungsträger sind sehr beansprucht, denn ich kann in den entscheidenden Phasen ja keinen 17-Jährigen auf das Eis schicken.

Befürchten Sie angesichts der anhaltenden Erfolglosigkeit Auflösungserscheinungen innerhalb des Teams?

Meine Aufgabe als Trainer ist es, dem vorzubeugen. Wenn ich nicht optimistisch bin, was soll ich dann von den Spielern verlangen? Natürlich ist unmittelbar nach dem Spiel eine Enttäuschung da, aber wir versuchen, gleich wieder nach vorn zu blicken und sprechen die positiven Dinge an. Ich sehe keine Auflösungserscheinungen.

Die Füchse suchen nach einem Stürmer. Reicht eine Verpflichtung aus, um die Mannschaft auf Kurs zu bringen?

Wir brauchen einen Führungsspieler, der unbefangen nach Weißwasser kommt und die Mannschaft mitzieht. Denn hier hat keiner das Hockeyspielen verlernt. Ein neuer Spieler wird auf jeden Fall noch kommen, vielleicht zwei. Aber klar ist auch: Es ist für einen Tabellenletzten nicht leicht, solche Spieler zu bekommen.

Am Freitag steht die lange Reise nach Bremerhaven auf dem Programm. Mal ehrlich, macht es derzeit Spaß, in den Bus zu steigen?

Den Spaß darfst du nie verlieren. Vor allem aber brauchen wir Optimismus, um nicht zu verkrampfen. Ich sage den Jungs immer: neuer Tag, neues Spiel, neues Glück. Vielleicht gewinnen wir dann, wenn es keiner von uns erwartet. Mit dieser Einstellung fahren wir auch nach Bremerhaven.

Mit Dirk Rohrbach sprach Frank Noack

Quelle: Lausitzer Rundschau
1901 mal gelesen
 
1 | pillepalle | 21.01.2011 @ 12:54
PRO ROOOOOOOOOOOOOOOOHRE !!!!!!!!
2 | Coswiger | 21.01.2011 @ 13:03
Vielleicht zwei neue Spieler? Da bin ich aber mal gespannt...
3 | Dynamix12 | 21.01.2011 @ 13:15
*gleich wieder nach vorne blicken und sprechen die positiven Dinge an* - das ist die richtige Einstellung. Das hilft mehr als jedes Straftraining. Auf die eventuell 2 neuen Spieler bin ich auch gespannt, Ich hoffe nur, dass man sich finanziell dafür nicht zu stark verbiegen muss. Viel Glück heute Abend.
4 | Effe | 21.01.2011 @ 16:00
X + Tepper= 2 vielleicht? MAl kuckn. Bis zum 31. wirds eng. Es kann aber nur noch besser werden!
5 | kloskop | 21.01.2011 @ 17:11
die fetten jahre sind vorbei .jetzt heisst es augen zu und durch und vor allem das team und den verein unterstützen!!!!!
6 | Odin | 21.01.2011 @ 17:28
@3, seh ich etwas anders. Ich würde die bismarksche Methode mehr begrüßen. -> Zuckerbrot und Peitsche ausgewogen eingesetzt! Wie die Peitsche aussieht ist je relativ. 1mal naksch durch WSW gejagt.......
7 | Stefan-ESW | 21.01.2011 @ 18:21
Die Mannschaft steht unter Druck,der Druck des gewinnens und nach zig sieglosen Spielen ist dieser Druck enorm. Ich hätte diesen Druck von der Mannschaft genommen und mich offiziell zu den PD bekennt.Vielleicht hilft das den Jungs mehr,wenn sie befreiter aufspielen können. Aber da ich nix zum sagen habe,isses nur meine Meinung..*g*
8 | jaschin | 21.01.2011 @ 18:24
@7 Vielleicht hat das Rohre intern schon so gemacht?
9 | alridge1 | 21.01.2011 @ 19:33
Rohre bleibt!!!
10 | Dynamix12 | 21.01.2011 @ 20:48
@ du stehst wohl ein bisschen auf SM. :-) Apropos bismarkische Methode. Überleg mal wann der Gute gelebt hat. ;-)
11 | Thorben | 21.01.2011 @ 22:37
Bla bla, nun auch den "neuen Rekord" heute Abend geholt. PD ist die Ansage. Kommt in die Gänge Trainer & Co. Verarscht net die noch verbleibenden Fans!!!! @1: wirklich? Saison noch net vorbei...........
12 | Pate112 | 21.01.2011 @ 22:39
und es bleibt bei pro Rohre!
13 | Andi | 21.01.2011 @ 22:46
@11 auch nach Niederlage Nr. 17 heißt es pro Rohre. Ich habe das Spiel heut am Ticker verfolgt und hatte seit langen das erste mal wieder den Eindruck wir haben eine echte Siegchance. Die Moral in der Truppe scheint intakt zu sein. Und das ist die Grundvoraussetzung für Erfolge. Das vermitteln dieser Morasl ist ein Werk von Rohre!!!! Die Siege kommen noch, dann wenn es wirklich wichtig ist - davon bin ich überzeugt.
14 | Senator | 21.01.2011 @ 23:28
Sicherlich bleibt es beim Pro, aber ich geh mit #11. Ehrlich bleiben!
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