Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Pinguins wursteln sich durch
22.01.2011 | 12:44 Uhr von
Die Fischtown Pinguins haben sich gestern zu einem glücklichen Sieg gegen das Schlusslicht Lausitzer Füchse gewurstelt. Am Ende hieß es 3:2 (0:0, 2:2, 0:0/1:0) nach Verlängerung. Das entscheidende Tor erzielte Stürmer Marian Dejdar in der 62. Minute.
Das Spiel der Pinguins war nicht schön anzuschauen. Sie taten sich sehr schwer und kamen selten und pomadig in die Gänge. „Ich hatte schon befürchtet, dass es schwer für uns wird. Ich habe zu viele Leistungsträger unseres Teams nicht gesehen. Da war zu viel graue Masse“, ärgerte sich Pinguins-Coach Gunnar Leidborg. „Weißwasser steht zwar in der Tabelle hinten, aber sie haben eine ähnliche Qualität wie wir.“

Schon vor dem ersten Bully kam es gestern Abend zu einer kuriosen Szene. Der Busfahrer des Füchse-Teams hatte den Schlüssel für den Kofferraum verbummelt. So kamen die Spieler aus der Lausitz nicht an ihre Schläger. Es dauerte eine geschlagene Stunde, ehe das Gepäckfach mit dem Brecheisen geöffnet war. Die Partie begann deshalb mit einer zehnminütigen Verspätung.

Die Verzögerung schien die Konzentration der Spieler nicht gestört zu haben. Beide Teams gingen im ersten Abschnitt ein hohes Tempo. Die Weißwasseraner wehrten sich tapfer. Ihnen war nicht anzumerken, dass sie zuvor 16-mal in Serie verloren hatten. Und Bremerhaven? Die Männer von Trainer Gunnar Leidborg hatten deutlich Oberwasser. Aber für Überlegenheit allein kann man sich nichts kaufen, wenn keine Tore fallen. Die Pinguins erarbeiteten sich etliche Großchancen. Sie machten enormen Druck. So scheiterte allein Brad Self dreimal aus bester Position (5., 10. und 12. Minute). Das dickste Ding hatte Gerrit Fauser auf dem Löffel, als er bei einem 2/1-Konter mustergültig von Carsten Gosdeck bedient wurde, die Scheibe aber nicht einnetzte. Die Pinguins ließen im ersten Drittel eine 60 Sekunden dauernde doppelte Überzahl ungenutzt. So blieb es zunächst beim 0:0, auch weil Goalie Marko Suvelo bei einigen Offensivaktionen der Gäste stets auf dem Posten war.

Auch wenn Chris Stanley (rechts) hier am Lausitzer Torwart scheitert: Ein Tor hat der Stürmer gestern Abend doch geschossen, es war der Ausgleich nach dem überraschenden 0:1-Rückstand. Foto eer

Nun ein Blick aufs Personal der Pinguins: Patrick Hucko konnte trotz Rückenschmerzen auflaufen. Auch Verteidiger-Kollege Vitalij Janke machte munter mit.

Im zweiten Drittel fielen endlich Tore. Aber es wurde auch hektischer, der klare Spielfluss ging flöten. Die Füchse gingen zweimal in Führung (23. und 26.), Bremerhaven glich durch einen sehenswerten Bauerntrick von Chris Stanley (24.) und einen Kraftakt von Gerrit Fauser (37.) jeweils aus. Das Leidborg-Team wollte immer wieder mit dem Kopf durch die Wand, es fehlte eine klare Angriffsstrategie. Dafür kämpften die Pinguins unermüdlich, das war gut. Bester Mann auf dem Eis war Füchse-Goalie Dominik Halmosi. Der Tscheche fischte viele Scheiben weg und strahlte Ruhe aus.

Auch im letzten Drittel bekamen die Pinguins keine Struktur in ihren Auftritt. Es gab viel Krampf. Das Spiel stand auf der Kippe, Weißwasser war dem Sieg nahe. Mit Glück retteten sich die Bremerhavener in die Overtime.

Am morgigen Sonntag verbringen die Pinguins wieder viele Stunden auf der Autobahn. Um 18.30 Uhr treten sie bei den Wölfen in Freiburg an. Der Bremerhavener Tross trifft dann im Badischen auf einen alten Bekannten: Zdenek Travnicek. Der 42-Jährige, der 2002 als Spieler mit den Pinguins die Zweitligameisterschaft gewann, steht mittlerweile bei den Wölfen als Trainer an der Bande. (ber)

Pinguins – Lausitzer Füchse (0:0, 2:2,0:0/1:0) 3:2 n.V.

Tor: Suvelo (Haloschan nicht eingesetzt). Abwehr: Leinweber, Kurtz – Hucko, Slaton - Willaschek, Janke. Angriff: Garten, Stanley, Kreuzer - Gosdeck, Self, Fauser - Sergej Janzen, Alexander Janzen, Litesov - Dejdar, Ohmann, Firsanov.

Tore: 0:1 (22:02) Klenner (Szabo, Masek) bei 5/4, 1:1 (23:08) Stanley (Dejdar, Suvelo), 1:2 (25:17) Bartlick (Albrecht, Kruminsch) bei 4/4, 2:2 (37:00) Fauser (Gosdeck, Kreuzer), 3:2 (61:28) Dejdar (Janke, Self).

Strafminuten: Pinguins 16 – Lausitzer Füchse 18. – Zuschauer: 1728.

Hauptschiedsrichter: Steffen Klau (Griesenbrauck-Sümmern).

Quelle: Nordsee-Zeitung
763 mal gelesen
 
» Die News ist älter als 14 Tage. Die Kommentarfunktion wurde deshalb deaktiviert.
MATCHUP
1. Spieltag
Fr. 19.09. - 20:00
 
2. Spieltag
So. 21.09. - 17:00
LETZTER SPIELTAG
noch keine Spiele
KURZTABELLE
1. Lausitzer Füchse 0
2. Düsseldorfer EG 0
3. SC Bietigheim St 0
4. EV Regensburg 0
5. EV Landshut 0
6. Ravensburg Tower 0
7. Krefeld Pinguine 0
8. EHC Freiburg 0
9. EC Bad Nauheim 0
10. Eispiraten Crimm 0
11. ESV Kaufbeuren 0
12. Blue Devils Weid 0
13. Kassel Huskies 0
14. Star Bulls Rosen 0
KALENDER
LINKS
ADMINISTRATION