Die Eisarena
Der neue Fuchsbau
 
Der neue Negativrekord der Füchse ist da, aber…
22.01.2011 | 12:51 Uhr von
Einen Punkt bringen die Weißwasseraner aus Bremerhaven mit, und die Leistung macht ein wenig Hoffnung.
Mit Ervin Masek im ersten Saisondrittel ganz gut im Rennen – ohne ihn ging nichts. Natürlich lag das nicht nur am 43-jährigen Stürmeroldie, aber bei den Füchsen waren alle froh, dass er gestern nach seiner dreimonatigen Verletzungspause sein Comeback feierte. Er soll laut Trainer Dirk Rohrbach zwar erst einmal langsam wieder aufgebaut werden, begann aber trotzdem mit Hartmann und Szabo in der ersten Sturmreihe, die zu Saisonbeginn so viel Erfolg hatte. Dafür musste Davis Turon kurzfristig mit einer Magen-Darmgrippe zu Hause bleiben, so dass die Weißwasseraner nur vier der fünf Ausländerpositionen besetzen konnten.

Das Spiel begann dann mit wenig Spielfluss auf beiden Seiten. Viele Pässe kamen nicht an. Als Füchse-Stürmer Lehnigk auf die Strafbank musste, machten die Bremerhavener viel Druck und schossen einige Male – unter anderem durch den Ex-Fuchs Carsten Gosdeck – gefährlich aufs Tor. Aber Halmosi im Füchse-Tor zeigte sich auf dem Posten. In der ersten Überzahl der Füchse hatten Bartlick und Albrecht Schusschancen, bevor Rawlyk bei einem Unterzahlkonter der Gastgeber mit letztem Einsatz und nur auf Kosten einer Strafe retten konnte. Als wenig später auch noch Heyer in die Box musste, wurde es eng, aber die Füchse überstanden auch die doppelte Unterzahl schadlos. Bis zur Drittelsirene blieb das Spiel dann ausgeglichen und gerechterweise unentschieden.

Füchse-Kapitän Sebastian Klenner ging in Bremerhaven mit einer guten Leistung voran, erzielte unter anderem auch den Führungstreffer der Füchse. Dass die Gastgeber mehr als doppelt so viele Punkte wie die Lausitzer auf dem Konto haben, war gestern nicht zu sehen. Foto: Peter Aswendt

Das Mitteldrittel begann mit einer Überzahl für die Füchse und dem Führungstor für die Gäste durch einen Schuss von der blauen Linie von Sebastian Klenner. Aber lange freuen konnten sich die Weißwasseraner (wieder einmal) nicht. Eine Minute später glich Stanley mit einem Bauerntrick aus. Wenig später aber gelang dem Außenseiter aus der Lausitz der erneute Führungstreffer. Danny Albrecht hatte beim Spiel 4:4 knallhart abgezogen und Suvelo im Tor der Bremerhavener keine Chance gelassen. Diese Führung hielt nun erst einmal. Die Füchse verteidigten aufopferungsvoll, mehrfach auch in Unterzahl und schienen die Führung mit in die Drittelpause nehmen zu können, zumal den Gastgebern soviel nicht einfiel. Aber als dann Valenti gerade von der Strafbank zurückkam, gelang den Gastgebern fast schon etwas überraschend und umso ärgerlicher für die Füchse doch der Ausgleich.

Im Schlussdrittel begannen die Gastgeber etwas stärker, machten vor allem bei einer Überzahl mächtig Druck und hatten durch Garten eine gute Chance. Später musste Füchse-Torwart Halmosi den Puck nach einem Gewaltschuss von Kreuzer prallen lassen, aber die Füchse-Abwehr war zur Stelle. Nach etwa fünf Minuten kamen die Füchse wieder besser ins Spiel, das jetzt völlig ausgeglichen war, allerdings ohne die ganz großen Chancen auf beiden Seiten blieb.

Als sechs Minuten vor dem Schluss der Bremerhavener Janke auf die Strafbank musste, witterten die Füchse ihre Chance. Aber mehr als ein Distanzschuss von Klenner und ein Treffer ans Außennetz waren nicht drin. Wieder vollzählig, machten die Gastgeber noch einmal Druck, aber Halmosi war bei einem Solo von Self und einem Distanzschuss von Gosdeck zur Stelle. 82 Sekunden vor Ende der Spielzeit musste Leinweber für die Gastgeber auf die Strafbank. Die Füchse kamen gut ins Drittel, aber der letzte Schuss von Rawlyk ging über das Tor. Immerhin: Der erste Auswärtspunkt seit dem 21. November (3:2 nach Verlängerung in Rosenheim) war damit sicher.

Noch in Überzahl hatten die Füchse in der Verlängerung eine Riesenchance, aber dann schlugen die Bremerhavener mit ihrem ersten Angriff in der Extra-Spielzeit zu und schafften durch Dejdar den Siegtreffer.

Was bleibt festzuhalten? Am Ende steht die 17. Niederlage der Füchse in Folge, aber die Leistung sollte Mut machen. Das Glück ist wahrhaftig noch nicht zu den Füchsen zurückgekehrt, dafür aber Ervin Masek, der schon wieder relativ viel spielte und sich sichtlich wohl fühlte. Und morgen kommt Hannover. Gegen die Indians hatten die Füchse am 15. Oktober (!) ihren letzten Heimsieg gefeiert – deutlich mit 5:0…

Von Frank Thümmler

Quelle: SZ-Online
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