Die Lausitzer Füchse sind von ihrer Niederlagenserie genervt, geben sich aber längst noch nicht auf.
Von den Mädels lernen, heißt siegen lernen. Das mag sich Trainer Dirk Rohrbach gedacht haben, als er seine Lausitzer Füchse zu einem – zumindest für hartgesottene Eishockey-Cracks – ungewöhnlichen Training bat: Die Profis des Eishockey-Zweitligisten trainierten gemeinsam mit den Handballerinnen von Rot-Weiß Bad Muskau. Die wissen zumindest, wie sich Erfolge anfühlen. In der Ostsachsenliga gewannen sie kürzlich beim OHCBernstadt 23:14 und sind Tabellensechster. So hatte wenigstens Füchse-Physiotherapeutin Anja Platzk noch ein Erfolgserlebnis: Sie steht bei den Muskauer Freizeit-handballerinnen im Gehäuse.
Bei den Füchsen ist dagegen die Erinnerung an einen Sieg schon ziemlich verblasst: den letzten gab es am 21. November vorigen Jahres in Rosenheim, als die Lausitzer mit 3:2 nach Verlängerung gewannen. Seitdem verlor die Mannschaft 18 Punktspiele in Folge. Heute droht gegen Ravensburg die 19. Pleite – eine ungewohnte Situation für die alte Eishockey-Hochburg Weißwasser. „Irgendwann geht auch mal die grottigste Serie zu Ende“, sagt Kapitän Sebastian Klenner trotzig.
„Fans tun mir leid“
Aber die Furcht vor der neuerlichen Blamage hat sich hartnäckig eingenistet. Erst recht in der überschaubaren Umgebung von Weißwasser. „Unsere Lage kann keiner verdrängen – weder mit dem Trost, zur Tagesordnung überzugehen, noch mit irgendwelchen Psychotricks“, sagt Jens Heyer. „Spätestens in meiner Heimatgemeinde Sagar fragen die Leute einen natürlich: Was war denn nun wieder mit euch los?“
Für einen wie den Verteidiger ist das besonders diffizil. Heyer ist mit seinen 21 Jahren für Eishockey-Verhältnisse ein Jungspund. Und da fehlt naturgemäß die Erfahrung, mit solchen kritischen Situationen umzugehen. „Das versuche ich, mit zusätzlichem Ehrgeiz zu kompensieren“, sagt Heyer. „Und für mich ist es immer ein zusätzlicher Ansporn, das Profi-Eishockey für die Lausitz zu erhalten. Das hat die oberste Priorität.“ Heyer denkt auch an die Fans, die von der Niederlausitz bis zum Zittauer Gebirge nach Weißwasser kommen und ihren Füchsen trotz der anhaltenden Misere die Treue halten. „Die geben elf Euro für eine Eintrittskarte aus, was nicht wenig ist in unserer Region. Mir tut es wahnsinnig leid, dass wir ihnen nicht endlich wieder ein Erfolgserlebnis verschaffen.“
Ervin Masek Foto: Peter Aswendt
Doppelt so alt wie Heyer und noch ein Jahr drauf ist Ervin Masek. „Eine solche unheimliche Serie habe ich noch nie in meiner Laufbahn erlebt“, sagte der erfahrene Profi und kennt auch die Hauptursache. „Ein kleiner Verein wie wir kann nicht so ohne Weiteres den verletzungsbedingten Ausfall von sechs Spielern wegstecken“, meint der 43-Jährige. „Die anderen, die das kompensieren müssen, sind dadurch überspielt.“ Dies dürfe in der Abstiegsrunde nicht passieren. „Wir bauen keine Luftschlösser und müssen uns darauf konzentrieren, in den Play-downs noch die Wende zu schaffen“, sagt Masek.
Von den Mädels lernen, heißt siegen lernen. Das mag sich Trainer Dirk Rohrbach gedacht haben, als er seine Lausitzer Füchse zu einem – zumindest für hartgesottene Eishockey-Cracks – ungewöhnlichen Training bat: Die Profis des Eishockey-Zweitligisten trainierten gemeinsam mit den Handballerinnen von Rot-Weiß Bad Muskau. Die wissen zumindest, wie sich Erfolge anfühlen. In der Ostsachsenliga gewannen sie kürzlich beim OHCBernstadt 23:14 und sind Tabellensechster. So hatte wenigstens Füchse-Physiotherapeutin Anja Platzk noch ein Erfolgserlebnis: Sie steht bei den Muskauer Freizeit-handballerinnen im Gehäuse.
Bei den Füchsen ist dagegen die Erinnerung an einen Sieg schon ziemlich verblasst: den letzten gab es am 21. November vorigen Jahres in Rosenheim, als die Lausitzer mit 3:2 nach Verlängerung gewannen. Seitdem verlor die Mannschaft 18 Punktspiele in Folge. Heute droht gegen Ravensburg die 19. Pleite – eine ungewohnte Situation für die alte Eishockey-Hochburg Weißwasser. „Irgendwann geht auch mal die grottigste Serie zu Ende“, sagt Kapitän Sebastian Klenner trotzig.
„Fans tun mir leid“
Aber die Furcht vor der neuerlichen Blamage hat sich hartnäckig eingenistet. Erst recht in der überschaubaren Umgebung von Weißwasser. „Unsere Lage kann keiner verdrängen – weder mit dem Trost, zur Tagesordnung überzugehen, noch mit irgendwelchen Psychotricks“, sagt Jens Heyer. „Spätestens in meiner Heimatgemeinde Sagar fragen die Leute einen natürlich: Was war denn nun wieder mit euch los?“
Für einen wie den Verteidiger ist das besonders diffizil. Heyer ist mit seinen 21 Jahren für Eishockey-Verhältnisse ein Jungspund. Und da fehlt naturgemäß die Erfahrung, mit solchen kritischen Situationen umzugehen. „Das versuche ich, mit zusätzlichem Ehrgeiz zu kompensieren“, sagt Heyer. „Und für mich ist es immer ein zusätzlicher Ansporn, das Profi-Eishockey für die Lausitz zu erhalten. Das hat die oberste Priorität.“ Heyer denkt auch an die Fans, die von der Niederlausitz bis zum Zittauer Gebirge nach Weißwasser kommen und ihren Füchsen trotz der anhaltenden Misere die Treue halten. „Die geben elf Euro für eine Eintrittskarte aus, was nicht wenig ist in unserer Region. Mir tut es wahnsinnig leid, dass wir ihnen nicht endlich wieder ein Erfolgserlebnis verschaffen.“
Doppelt so alt wie Heyer und noch ein Jahr drauf ist Ervin Masek. „Eine solche unheimliche Serie habe ich noch nie in meiner Laufbahn erlebt“, sagte der erfahrene Profi und kennt auch die Hauptursache. „Ein kleiner Verein wie wir kann nicht so ohne Weiteres den verletzungsbedingten Ausfall von sechs Spielern wegstecken“, meint der 43-Jährige. „Die anderen, die das kompensieren müssen, sind dadurch überspielt.“ Dies dürfe in der Abstiegsrunde nicht passieren. „Wir bauen keine Luftschlösser und müssen uns darauf konzentrieren, in den Play-downs noch die Wende zu schaffen“, sagt Masek.
Von Berthold Neumann
Quelle: SZ-Online.de